openPetition wird europäisch. Wenn Sie uns bei der Übersetzung der Plattform von Deutsch nach Deutsch helfen wollen, schreiben Sie uns.
close
Bild zur Petition mit dem Thema: Ausbeutung stoppen: Tarifvertrag für Hamburger Nachwuchsfriseure jetzt! Ausbeutung stoppen: Tarifvertrag für Hamburger Nachwuchsfriseure jetzt!
  • Von: Gewerkschaft ver.di mehr
  • An: Innungsobermeister Birger Kentzler
  • Region: Hamburg mehr
    Kategorie: Wirtschaft mehr
  • Status: Die Petition ist bereit zur Übergabe
    Sprache: Deutsch
  • Sammlung beendet
  • 1.775 Unterstützende
    504 in Hamburg
    Sammlung abgeschlossen

Unterschriftenbögen

Kontakt

Kurzlink

Ausbeutung stoppen: Tarifvertrag für Hamburger Nachwuchsfriseure jetzt!

-

Der Ausbildungsberuf Friseur/in ist bundesweit der Beruf mit der geringsten Bezahlung. Friseur-Auszubildende im Hamburger Friseurhandwerk verdienen dabei i.d.R. um die 300€ brutto im Monat. Das sind 2€ brutto pro Stunde! Dabei ist es nicht verwunderlich, dass die leidenschaftlich arbeitenden Auszubildenden davon in einer der teuersten Städte des Landes nicht überleben können. Auch nach der Ausbildung bessert sich die Situation für viele Friseure nicht. Deshalb hat ver.di dieses Jahr die Kampagne „Besser abschneiden“ gestartet, um höhere Vergütungen im Friseurhandwerk durchzusetzen (mehr Infos unter www.besser-abschneiden.info). Mittlerweile konnten in einigen Bundesländern schon höhere Vergütungen mit den örtlichen Arbeitgeberverbänden vereinbart werden.

Das sieht in Hamburg, dem westdeutschen Vergütungsschlusslicht, jedoch ganz anders aus: Die Friseur-Innung Hamburg teilte mit, dass man nicht mit der Gewerkschaft ver.di verhandeln werde. Durch einen kurzen Brief erteilt der Arbeitgeberverband in Hamburg dem ausdrücklichen Wunsch der betroffenen Friseur-Auszubildenden eine enttäuschende Absage.

Wir fordern mit dieser Petition den Vorstand der Friseur-Innung Hamburg vertreten durch ihren Obermeister Birger Kentzler und Geschäftsführerin Daniela Schier erneut zu Tarifverhandlungen mit der zuständigen Gewerkschaft ver.di auf, um über eine angemessene und wertschätzende Vergütung der Hamburger Jungfriseure, die jeden Tag einen anstrengenden und leidenschaftlichen Job machen, zu verhandeln!

Begründung:

Warum ist ein Tarifvertrag mit höheren Ausbildungsvergütungen im Friseurhandwerk so wichtig?

• In einer der teuersten Städte Deutschlands kann niemand von 300-400€ überleben! Selbst dann nicht, wenn man noch bei der Familie wohnt.

• Deshalb sind Friseur-Auszubildende von Sozialleistungen abhängig. Ein Geschäftsmodell der Arbeitgeber, das darauf basiert, dass die Auszubildenden und Gesellen in dieser Branche trotz harter Arbeit von Sozialleistungen leben müssen, ist für die Betroffenen und für alle Steuerzahler nicht hinnehmbar!

• Oftmals wird von Auszubildenden im Friseurhandwerk auch noch erwartet, dass sie ihr Werkzeug im Wert von mehreren hundert Euro selbst bezahlen. Das ist mit dieser Entlohnung nicht möglich!

• Das Friseurhandwerk klagt seit Jahren über einen erheblichen Nachwuchsmangel, denn immer weniger Schulabgänger möchten diesen Beruf erlernen. Eine höhere Vergütung würde den Beruf wieder interessanter machen und absichern, dass auch in Zukunft noch ausgebildete Friseure uns die Haare schneiden!

• Die Friseur-Innung Hamburg missachtet den Wunsch der Jungfriseure. Innerhalb der Kampagne „Besser abschneiden“ haben sich bundesweit knapp 2.000 Friseur-Azubis ver.di angeschlossen. Ganz vorne dabei sind die Auszubildenden aus Hamburg, die erwarten, dass mit ihrem Wunsch nach einem Tarifvertrag wertschätzend seitens des Arbeitgeberverbandes umgegangen wird! Schluss mit dieser Missachtung gegenüber den dringend benötigten Nachwuchskräften!

• Hamburg soll nicht länger das westdeutsche Schlusslicht bei der Entlohnung im Friseurhandwerk sein. Auch andere Arbeitgeberverbände im Friseurhandwerk haben bereits mit ver.di Tarifverträge abgeschlossen und einen ersten Schritt in Richtung Aufwertung des Friseurhandwerks gemacht!

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Berlin, 08.12.2017 (aktiv bis 18.01.2018)


Debatte zur Petition

PRO: Ich hasse Pettitionen! Aber ich bin in einem auf Solidarität gegründeten Verein: ver.di!

CONTRA: und die Ausbildung sogar gratis erhalten, ist eine ganze Menge Geld. Ich würde niemanden ausbilden der dafür auch noch Taschengeld verlangt. Wirklich eine lächerliche Petition. Wer gute Ausbildung anbietet, der sollte dafür Geld verlangen und keines bezahlen ...

CONTRA: Verdi verzerrt die Tatsachen. Schauen Sie da zu die Facebookseite der Friseur Innung Hamburg. Es steht schon fest das die Azubis Anfang 2018 Verdi hat und wird da zu nichts beigetragen, und versucht nur auf einen fahrenden Zug aufzuspringen den Sie 14 ...

>>> Zur Debatte



Petitionsverlauf

Unterstützer Betroffenheit


aktuelle Petitionen