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Bild zur Petition mit dem Thema: Bahnhof Mörlenbach Bahnhof Mörlenbach
  • Von: Nicht öffentlich
  • An: Landtag
  • Region: Hessen mehr
    Kategorie: Verkehr mehr
  • Status: Bearbeitungsfrist abgelaufen
    Sprache: Deutsch
  • Gescheitert
  • 86 Unterstützende
    Sammlung abgeschlossen

Bahnhof Mörlenbach

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Bahnhof Mörlenbach und öffentlicher Nahverkehr. Als Einwohner von Mörlenbach im strukturschwachen Odenwald ist für mich die Verbesserung des ÖPNV äußerst wichtig. Ich kann nicht hinnehmen, dass eine notwendige Voraussetzung für die Gestaltung eines zeitgemäßen Bus- und Bahnverkehrs, nämlich die Option auf eine zentrale Umsteigeanlage am Mörlenbacher Bahnhof, zerstört wird. Sogar das ASV (Amt für Straßen- und Verkehrswesen, Bensheim) hat in ihrer Stellungnahme gefordert, dass Mörlenbach zu einem Verkehrsmittelpunkt im Weschnitztal ausgebaut werden soll. Der Ortsbeirat Mitte folgte diese Anregung, aber die Gemeindevertretung hat diese zukunftsweisende Änderung nicht berücksichtigt. Als gewähltes Mitglied des Ortsbeirates, bitte um Abhilfe.

Begründung:

Für das Bahnhofsgelände Mörlenbach ist ein Bebauungsplan in der Beschlussphase, der die Erfordernisse des ÖPNV ignoriert und die Gestaltung eines Busknotens am Bahnhof Mörlenbach für viele Jahrzehnte, wenn nicht für immer, ausschließt. Der Bebauungsplan sieht nicht genügend Verkehrsfläche für eine Busumsteigeanlage vor, sondern er sieht nur eine einzige Bushaltestelle in einem knapp bemessenen Buswendekreis vor.

Mörlenbach mit seinen etwa 10.000 Einwohnern ist Zentrum des Weschnitztals und wird zurzeit von fünf Buslinien bedient, von denen leider nur eine den Bahnhof anfährt- aus Platzmangel für Bushaltestellen. Zusätzliche Buslinien sind wünschenswert. Auch ist seit Jahren die Realisierung eines Stadtbusnetzes in der Diskussion, um die Ortsteile der weitläufigen und zersiedelten Großgemeinde besser anzuschließen, insbesondere für den Schüler- und Pendlerverkehr. Bestehende und zusätzliche Buslinien brauchen eine zentrale Busumsteigeanlage und zwar am Bahnhof, schon um die Fahrtzeit in die Zentren Weinheim, Heidelberg, Mannheim und Frankfurt nicht unnötig zu verlängern.

Doch der vorliegende Bebauungsplan Bahnhofsgelände sieht die dafür benötigte Verkehrsfläche nicht vor. Stattdessen werden Gewerbeflächen auf den ehemaligen Bahngrundstücken ausgewiesen und dies mit Hochbebauung.

Der Landkreis Bergstraße, obwohl Aufgabenträger des SPNVs, und auch der Verkehrsverbund Rhein-Neckar, dem die Aufgabenträgerschaft übertragen wurde, haben keine vorausschauende Leitplanung zur Entwicklung des Nahverkehrs. Die Nahverkehrspläne waren nicht ausreichend detailliert und wurden auch nicht fortgeschrieben. Es ist nicht nachvollziehbar, wie in den letzten Jahren gewidmete Bahngrundstücke an Privatleute verkauft und danach entwidmet werden konnten. Sogar ein Stück gewidmete Bahntrasse der Überwaldbahn wurde von der DB verkauft. Das in Krafttreten des Bebauungsplans Bahnhofsgelände und die Überbauung würde diese Fehlentwicklungen unumkehrbar machen. Im Übrigen hat sich auch der Ortsbeirat Mitte, dessen Mitglied ich bin, am 15.November 2011 gegen den Bebauungsplan entschieden.

Vorschlag: Um die Option auf eine ÖPNV-Umsteigeanlage nach dem Stand der Technik aufrecht zu erhalten, sollte eine Bebauung des Bahnhofsgeländes erst erlaubt werden, wenn eine übergeordnete langfristige Verkehrsplanung für ÖPNV SPNV im Bereich Mörlenbach vorliegt und sichergestellt ist, dass die zukünftige Verkehrs-Entwicklung nicht durch diese Bebauung beeinträchtigt wird. Auch wenn für den Mörlenbacher Bus- und Bahnverkehr erst in einigen Jahren eine Neuvergabe ansteht, sollte jetzt schon Geländereservierung sicher gestellt werden, dass diese effektiver gestaltet werden kann als der jetzige ÖPNV. Der lokale Nahverkehrsplan Kreis Bergstraße 2004 bis 2008 wurde nicht fortgeschrieben und hatte außerdem keine Detailplanung für die langfristige Verbesserung von ÖPNV-Kreuzungspunkten, insbesondere für den Bahnhof Mörlenbach vorgesehen.

Hermann Lihl

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Mörlenbach, 30.01.2012 (aktiv bis 29.04.2012)


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