Region: Bayern
Verkehr

Bahnstrecke von Forchheim ins Wiesenttal - attraktiv und im 30-Minuten-Takt

Petition richtet sich an
Bayerischer Landtag
5.815 Unterstützende

Petent hat die Petition nicht eingereicht/übergeben.

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Petent hat die Petition nicht eingereicht/übergeben.

  1. Gestartet 2021
  2. Sammlung beendet
  3. Eingereicht am 30.06.2022
  4. Dialog
  5. Gescheitert

Für die Bahnstrecke Forchheim (Oberfranken) - Ebermannstadt (Wiesenttalbahn) werden folgende Forderungen gestellt, um diese zu einem attraktiven Rückgrat nachhaltiger Mobilität im Wiesenttal auszubauen:

1. Möglichst kurzfristige Einführung eines 30-Minuten-Takts auf der Wiesenttalbahn täglich von 6 bis 20 Uhr und eines Stundentakts von 5 bis 24 Uhr. Der Freistaat setzt sich für den erforderlichen Ausbau der Infrastruktur (Begegnungsgleis, Signaltechnik) ein und sichert eine Bestellung des 30-Minuten-Taktes zu.

2. Der Freistaat setzt sich in Zusammenarbeit mit Bund, Gemeinden und der DB AG für eine attraktive Gestaltung der Haltepunkte ein und leistet ggf. einen Beitrag zur Finanzierung: Überdachte und ausreichend dimensionierte Wartebereiche mit Sitzplätzen, überdachte Fahrradstellplätze, Fahrgastinformationssysteme, Beschilderung der Zuwege und Zufahrten, etc.

3. Der Freistaat setzt sich in Zusammenarbeit mit den Aufgabenträgern des ÖPNV für eine Ausrichtung der Busfahrpläne auf den Fahrplan der Wiesenttalbahn und optimale Verknüpfungen zwischen Bahn und Bus ein.

4. Zur Verkehrsentlastung der Stadt Ebermannstadt ist mittelfristig die Verlängerung des regulären SPNV (Schienenpersonennahverkehr) mindestens bis Gasseldorf anzustreben, wünschenswert ist der Ausbau bis Muggendorf. Der Freistaat Bayern sorgt gemeinsam mit dem Bund für die Finanzierung des Ausbaus. Dazu ist eine Abstimmung mit der Dampfbahn Fränkische Schweiz (DFS) als Eigentümerin der Infrastruktur erforderlich. Am Endpunkt der Strecke wird eine Verknüpfung zu den weiterführenden Buslinien sowie ein Park+Ride-Parkplatz eingerichtet.

Der Freistaat Bayern wird aufgefordert, sich für die oben genannten Punkte notwendigen Ausbaumaßnahmen der Infrastruktur beim Bund einzusetzen.

Begründung

Die Wiesenttalbahn liegt im Einzugsbereich des Ballungsraums der Metropolregion Nürnberg und bindet auf einer Streckenlänge von nur etwa 15 Kilometern Städte und Gemeinden mit einer Gesamteinwohnerzahl von etwa 15.000 Einwohnern an. Für ein derartiges Umfeld ist ein Stundentakt kein adäquates Angebot. Bei einer Fahrzeit von ca. 20 Minuten zwischen Ebermannstadt und Forchheim sowohl mit dem Auto als auch mit der Bahn ist eine Wartezeit von bis zu 50 Minuten nicht akzeptabel. Die aktuell relativ niedrigen Fahrgastzahlen sind eine Folge des schlechten Angebots und somit kein Argument gegen den 30-Minuten-Takt.

Zu einer attraktiven Gestaltung der Bahnstrecke und zu einem attraktiven Gesamtsystem des Öffentlichen Verkehrs gehört selbstverständlich eine attraktive Gestaltung der Haltepunkte und eine Abstimmung zwischen Bahn und Bus mit optimierten Umsteigebeziehungen. Dabei ist ebenfalls dem Umfeld der Metropolregion Rechnung zu tragen und ein entsprechend hoher Qualitätslevel umzusetzen.

Durch eine Verlängerung des regulären SPNV über den Bahnhof Ebermannstadt hinaus, kann die Stadt Ebermannstadt erheblich vom Verkehr entlastet werden und gleichzeitig das ÖV-System in seiner Attraktivität insgesamt deutlich verbessert werden, weil dann die weiterführenden Busse und Pkw als Zu- und Abbringer der Wiesenttalbahn nicht mehr durch das Stadtgebiet von Ebermannstadt fahren müssen, was bisher Zeit kostet und die Stadt erheblich belastet. Schon mit einer relativ kurzen Verlängerung bis Gasseldorf kann ein erheblicher Effekt erreicht werden. Die Kriterien für die Reaktivierung von Bahnstrecken können in diesem Fall natürlich nicht angewendet werden, weil auf einem kurzen Stück am Ende der Strecke keine 1.000 Fahrgäste pro Tag zu erreichen sind, aber trotzdem ein sehr positives Ergebnis erzielt wird.

Initiatoren:

Christian Kiehr, Ebermannstadt, Stadtrat, Kreisrat

Elisabeth Krause, Ebermannstadt, Kreisrätin

Matthias Striebich, Gräfenberg, Stadtrat, Kreisrat

Christiane Meyer, Ebermannstadt, Bürgermeisterin, Kreisrätin

Lisa Badum, Forchheim, Bundestagsabgeordnete, Kreisrätin

unterstützt durch

Bürgerinitiative Wiesenttal ohne Ostspange (BIWO)

Verkehrsclub Deutschland (VCD)

Transition Forchheim

Bewegung ökologische Region Fränkische Schweiz (BÖR)

Energie- und Klima-Allianz Forchheim (EKA)

Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club (ADFC)

Fridays For Future (FFF) Forchheim

ILE Fränkische Schweiz AKTIV

Landrat Dr. Ulm, Landkreis Forchheim

Oberbürgermeister Dr. Kirschstein, Stadt Forchheim

Bund Naturschutz in Bayern e.V. Kreisgruppe Forchheim

Umweltstiftung Sieglinde Schöffl

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Matthias Striebich aus Gräfenberg
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Bahnfahren wird atraktiv wenn ich nicht (z.b.Zugverspätung) eine ganze Stunde warten auf den nächsten zug.

ÖPNV muss nicht auf der Schiene fahren. Eine Eisenbahnlinie ist wesentlich kostenintensiver im Betrieb als eine ÖPNV-Straße (reine Busspur). Wäre den Bedürfnissen der Öffentlichkeit entsprochen wenn auf der heutigen Bahnlinie eine Busspur eingerichtet wird und auf dieser im 30 oder 15 Minutentakt ein Gelenkbus (ggf. im Sommer mit Fahrradanhänger) verkehrt?

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