Die Unterzeichner/innen fordern die Nachrichtensendungen der öffentlich- rechtlichen Rundfunkanstalten auf, umgehend im Rahmen ihrer journalistischen Sorgfaltspflicht und im Sinne des Pressekodex, inhaltlich verändert, tätig zu werden.

Hierzu gehören:

  • Für eine Nachricht braucht es mindestens zwei von einander unabhängige Quellen.

  • Bei Konflikten sind die Positionen beider Seiten zu berücksichtigen.

  • Niemand darf wegen seines Geschlechts, einer Behinderung oder seiner Zugehörigkeit zu einer ethnischen, religiösen, sozialen oder nationalen Gruppe diskriminiert werden.

  • Ein Mindestmaß an kritischer Distanz zum Thema (sowie der eigenen Rolle).

Begründung

Inhalt des Pressekodex

(Auszug)

  1. Wahrhaftigkeit und Achtung der Menschenwürde

Die Achtung vor der Wahrheit, die Wahrung der Menschenwürde und die wahrhaftige Unterrichtung der Öffentlichkeit sind oberste Gebote der Presse. Jede in der Presse tätige Person wahrt auf dieser Grundlage das Ansehen und die Glaubwürdigkeit der Medien.

  1. Sorgfalt

Recherche ist unverzichtbares Instrument journalistischer Sorgfalt. Zur Veröffentlichung bestimmte Informationen in Wort, Bild und Grafik sind der nach den Umständen gebotenen Sorgfalt auf ihren Wahrheitsgehalt zu prüfen und wahrheitsgetreu wiederzugeben. Ihr Sinn darf durch Bearbeitung, Überschrift oder Bildbeschriftung weder entstellt noch verfälscht werden. Unbestätigte Meldungen, Gerüchte und Vermutungen sind als solche erkennbar zu machen. Symbolfotos müssen als solche kenntlich sein oder erkennbar gemacht werden.

  1. Richtigstellung

Veröffentlichte Nachrichten oder Behauptungen, insbesondere personenbezogener Art, die sich nachträglich als falsch erweisen, hat das Publikationsorgan, das sie gebracht hat, unverzüglich von sich aus in angemessener Weise richtigzustellen.

  1. Grenzen der Recherche

Bei der Beschaffung von personenbezogenen Daten, Nachrichten, Informationsmaterial und Bildern dürfen keine unlauteren Methoden angewandt werden.

Hierzu: Schreiben/ Offener Brief vom 05.05.2014:

An die

Tagesschau- Redaktionsleitung

z. Hd. Herrn

Andreas Hummelmeier

Hugh- Greene- Weg 1

22529 Hamburg

Sehr geehrter Herr Hummelmeier,

sehr geehrte Damen und Herren der Tagesschau- Redaktion,

hiermit fordere ich Sie auf,

1.) Anmoderation und Berichterstattung, versehen mit latenter subjektiver Kommentierung/ Behauptung/ Bewertung zu unterlassen, oder diese durch den Hinweis/ die Ergänzung

z. B. "meiner/ unsere Meinung nach", "meines/ unseres Erachtens", kenntlich zu machen.

Eine Anmoderation und Berichterstattung, die die Übernahme wortgleicher Pressemitteilungen des "Ukraine Crisis Medie Centers" beinhaltet, als

Zitat/ mit Quellenangabe zu kennzeichnen,

sowie apellative Sprache und ausgeprägte emotionale Einflußnahme zu unterlassen.

Hierbei beziehe ich mich u. a. auf Beiträge von Frau Firnich (u. a. 23.04.14), Frau Atai (u. a. 24.04.14), Herrn Roth- Tagesthemen (u. a. 28.04.14)

2.) Die Veröffentlichung der Kommentare auf "Meta Tagesschau.de", sind auf Verstöße gegen das Presserecht und weitere deutsche Rechte hin, zu überprüfen.

Drei, von zahlreichen Beispielen:

Am 03. Mai 2014 um 09:35

"Es ist wieder Zeit für massive und unerbittliche Militärschläge in Europa! Diplomatie schafft nur Probleme, die man mit Krieg niemals hätte. Der alberne Eiertanz mit Ruaaland und den USA kostet nur Zeit. Die Geschichte hat gezeigt, dass erst die militärische Auseinandersetzung Konflikte endgültig lösen kann".

Hier: Brand des Gewerkschaftshauses in Odessa mit mindestens 43 Toten:

Am 04. Mai 2014 um 08:03 "Odessa ist Moskaus Stalingrad. Diesmal haben sich sich aber die falschen ausgesucht denn die anderen haben zurueckgehauen. Nun bekommt man eigene Medizin zu schmecken. Hab ich absolut kein Problem mit. Ich rechne damit das der ganze Spuk in 2 Wochen vorbei ist, ein Grossteil der Terroristen tot und der Buergermeister verhaftet. Moskau hat fertig"

oder

"Gut das nun langsam die Bevölkerung wie in Odessa, Donezk und Lugansk aufwacht und diese Terroristen selbst aus dem Weg räumt".

Nachtrag: Tagesschau.de- Blog "Berichterstattung Ukraine- Krise" vom 21.05. 2014

Sehr geehrter Herr Dr. Gniffke, ich zitiere: “tagesschau.de/sendung/tagesthemen/

etwa bei min 3.00, ein Filmbeitrag gezeigt, der belegen soll, dass Separatisten, vor ein paar Tagen auf unbewaffnete Demonstranten geschossen haben.

Der gleiche Filmbeitrag lediglich aus einer anderen Kameraeinstellung wurde schon am 12.5 von welt.de gezeigt. Damals waren es aber ukrainische Nationalisten, die ein Wahllokal für das Unabhängigkeitsreferendum besetzen und dabei Zivilisten erschossen.

welt.de/politik/ausland/article127904727/Ukrainische-Nationalgarde-schiesst-wild-um-sich.html” (Zitatende)

Ist diese Information korrekt?

Hochachtungsvoll Michael Strehlow

Zur Kenntnismahme:

  • Deutscher Presserat

  • Herrn Chefredakteur Dr. Kai Kniffke

  • NDR- Verwaltungsrat

  • Deutsche Journalistenunion

  • IG- Medien

  • RAe

(Petition aktualisiert am 22.05.2014)

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Neuigkeiten

Pro

ARD: Antirussland-Propaganda auf NPD-Nivau Ukraine-Konflikt. Nur Straflager, keine Konzentrationslager: Die Anti-Russland-Propaganda der ARD schreckt mittlerweile nicht mal mehr vor offenem Geschichtsrevisionismus zurück. www.freitag.de/autoren/maennlicherlinker/ard-antirussland-propaganda-auf-npd-nivau

Contra

Meines Erachtens nach wird vor allem in der Tagesschau die journalistische Distanz gewahrt. Es werden genug Floskeln verwendet die dies ausreichend signalisieren. Vielleicht sollte man einfach mal nicht einseitig zuhören und irgendeinem neurechten Trott folgen.