Petition richtet sich an:
Deutscher Bundestag Petitionsausschuss
Hallo!
Seit 2014 bin ich Solo-Selbstständig, und dies wirklich gern. Nach einer Festanstellung war es eine lange Überlegung ob ich die gewohnten Sicherheiten aufgebe oder nicht. Letzendlich war es der richtige Schritt, ich habe einen wundervollen Job, verdiene Geld und bin vor allem flexibel. Dies ist mit Kindern im Alter von 4 und 6 unabdingbar. Durch diese hohe Felxibilität kann ich im Durchschnitt 35-40 Stunden pro Woche arbeiten, da ich dies auch spätabends, am Wochenende, Feiertagen, etc. machen kann. Also, immer dann, wenn mein Mann nicht ins Büro muss und er für die Kinder da sein kann. Die Kinder werden auch stundenweise im Kindergarten betreut, sofern keine Krankheiten, Corona-Schließungen, Erzieherausfall oder andere Dinge vorliegen. Klingt eigentlich gut, oder?
Wenn da nicht die absolute Ungerechtigkeit gegenüber angestellten Müttern und Väter vorhanden wäre......
Denn, solange ich und die Kinder "fit" sind ist alles kein Problem.
Ich verdiene nicht gut, aber auch nicht schlecht. Wir reden hier von einem durchschnittlichen Einkommen. Allerdings bekomme ich Krankengeld erst ab Tag 43. Sicherlich kann man sich auch anders versicheren, was aber in diesem Einkommensbereich garnicht bezahlbar ist. Das heißt, 42 Tage lange bekomme ich nichts. Also, Wege zum Arzt wegen Erkältung, Magen-Darm, etc. kann ich mir sparen, bringen sowieso nichts, außer, dass der Arzt daran verdient. Und glaubt mir, Kinder bringen all dies ständig aus dem Kindergarten mit!
Kind krank? Klar kann ich mich kümmern, aber auch hier als Selbstständige keinen Tag "Kindkrank", geschweige denn, irgendwelche Ausfallzahlungen. Gleiches gilt, wenn mich der Staat zwingt in Corona-Quarantäne zu sitzen. Ich muss mich isolieren und bin in keinster Weise abgesichert. Ich bekomme keine Cent.
Von den beiden Schwangerschaften während meiner Selbstständigkeit ganz zu schweigen.....
Die Regierung vergisst leider, dass nicht alle selbstständigen Menschen Großverdiener sind und sich für Krankheit, Urlaub, Altervorsorge, etc. selbst absichern müssen.Ja, natürlich verdiene ich Geld und möche meine Leistungen zu diesem Sozialstaat beitragen. Genau diese tue ich Jahr für Jahr mit zigtausend Euro Steuern, Krankenversicherung, etc.
Aber ich frage mich schon, warum ich nicht den gleichen Schutz genießen kann wie angestellte Mütter und Väter?
Die Alternative wäre mir einen Job in Anstellung zu suchen und maximal 15-20 Stunden pro Woche zu arbeiten. Der Staat würde dadurch wesentlich mehr von mir bekommen, aber ich hätte eine viel bessere Absicherung. Was für eine "Milchmädchenrechnung"!
Begründung
Daher fordere ich die gleiche Rechte zur Absicherung von Angestellten und Solo Selbstständigen!