In Regensburg gibt es einen großen Mangel an bezahlbarem Wohnraum. Gleichzeitig gibt es zuviele Hotels. Deren Auslastungsquote liegt schon jetzt deutlich unter der vergleichbarer Städte, wie das Planungs- und Baureferat in einer Studie 2016 feststellte. Darin heißt es:

„Daher werden seitens der Stadt Regensburg keine Empfehlungen zur Ansiedlung von weiteren Hotels ausgesprochen. Bestehende Planungen, die noch nicht abschließend entschieden sind, sollten hinsichtlich dieser Entwicklungen überdacht und andere Nutzungen in Erwägung gezogen werden.″ (Stadt Regensburg – Planungs- und Baureferat „Bedarfsanalyse für das Beherbergungsgewerbe in Regensburg 2016″)

Trotzdem werden statt günstigem Wohnraums unbeirrt neue Hotels mit teilweise mehreren hundert Zimmern geplant und gebaut: am Stobäusplatz, in der Maximilianstraße, am Schlachthof, in der Landshuter Straße, in der Kirchmeierstraße, im Dörnbergviertel, auf dem Areal der ehemaligen Nibelungenkasernen usw. Genossenschaften, die Bauland für günstigen Wohnraum suchen, gehen dagegen meist leer aus.

Zudem werden immer mehr Wohnungen in sogenannte Ferienwohnungen umgewandelt.

Beides führt dazu, dass der Wohnraum noch knapper wird, die normale Wohnbevölkerung verdrängt wird und Regensburg zur bloßen Tourismusfassade verkommt.

Die Stadtregierung fördert diese Entwicklung maßgeblich, indem sie einerseits Prestigeprojekte wie das Kultur- und Kongresszentrum (RKK) vorantreibt und andererseits alles unterlässt, was die Zerstörung von Wohnraum verhindern könnte.

Wir fordern daher von der Stadtregierung:

– Keine weiteren Hotelbauten! Sofortiger Bewilligungsstop für neue Anträge! Wiederrufung bereits ausgestellter Genehmigungen!

– Keine weiteren Ferienwohnungen! Der Wohnraum den Menschen, die in der Stadt wohnen!

– Stopp aller Prestigevorhaben und Verwendung der freiwerdenden Gelder für den sozialen Wohnungsbau!

Stadtregierung- und -verwaltung behaupten gerne, ihnen seien die Hände gebunden, sie könnten nichts machen. Aber das stimmt nicht! Schon der Verzicht auf den Bau des RKK würde viele Hotelvorhaben stoppen und den Weg für den Bau von Wohnanlagen frei machen. Außerdem gibt es durchaus rechtliche Möglichkeiten, die jedoch von der Stadt nicht genutzt werden:

– Zweckentfremdungssatzung: Würde die Stadtregierung eine entsprechende Satzung verabschieden, könnte sie wirkungsvoll gegen Ferienwohnungen, Leerstand, Umwandlung von Wohn- in Gewerbeflächen usw. vorgehen.

– Erstellung und Änderung von Bebauungsplänen: Mit einem Bebauungsplan kann die Stadt wirkungsvoll steuern, was auf einem bestimmten Gebiet entstehen soll, Wohnungen, Gewerbe, Naherholung, soziale oder kulturelle Einrichtungen etc.

Begründung

Regensburg ist keine Ware, die nur dazu da ist, als Walt-Disney-Kulisse vermarktet zu werden. Regensburg soll in erster Linie ein Ort sein, in dem Menschen gut und zu vertretbaren Mieten leben können!

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Recht auf Stadt Regensburg aus Regensburg
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  • Hallo liebe Unterzeichner*innen,

    unsere Pettion "Bezahlbare Wohnungen statt neuer Hotels und Airbnb!" wird diesen Dienstag, 17.10.2017, ab 17:00 Uhr im Stadtratsausschuss "Stadtplanung, Verkehr und Wohnungsfragen" beraten. Vielleicht hat die- oder dereine Zeit. Wird sicher interessant werden :-)

    srv19.regensburg.de/bi/to010.asp?SILFDNR=1628

    Herzliche Grüße, Kurt Raster / Recht auf Stadt

  • Das Team von Recht auf Stadt studierte für die Abgabe der Petition extra eine kleine Theaterperformance und ein Lied ein. Beides wurde am 20. Juli 2017 am Rathausplatz zum Besten gegeben. Jetzt hoffen wir, dass wir bald Nachricht von den Zuständigen bekommen.

    Kurt Raster / Recht auf Stadt Regensburg

  • Hallo liebe Unterzeichner*innen,

    Morgen, Donnerstag, 20. Juli, 17:00 Uhr, Rathausplatz, wird Recht auf Stadt die Petition für bezahlbaren Wohnraum im Rahmen einer Kundgebung übergeben. Wir haben dazu eine kleine Theaterperformance einstudiert und werden voraussichtlich auch ein selbstkomponiertes Lied über Wohnen vortragen. Das Ganze wird so ca. 15 Minuten dauern.

    Würde uns natürlich sehr freuen, wenn auch viele Unterzeichner*innen live anwesend wären :-)

    Insgesamt haben wir 1163 Unterschriften gesammelt. 1000 Unterschriften war unser Mindestziel, was wir deutlich überschritten haben :-)

    In einer Pressemitteilungen haben wir über Reaktionen auf unsere Unterschriftensammlung berichtet. Das können Sie hier nachlesen: rechtaufstadt-regensburg.uetheater.de/petition-bezahlbare-wohnungen-die-wut-ist-gross/

    Wir möchten uns sehr herzlich für Ihre Mitwirkung bedanken! Ob die Petition allein schon eine Änderung der Regensburger Wohnungspolitik herbeiführen wird, ist natürlich fraglich. Aber sie ist mit Sicherheit ein wichtiger Schritt in diese Richtung.

    Mit herzlichen Grüßen,
    Ihr Recht-auf-Stadt-Team

Pro

Noch kein PRO Argument.

Contra

Noch kein CONTRA Argument.