Gesundheit

Bildungsgerechtigkeit und Gesundheitsschutz in der Pandemie

Petition richtet sich an
Deutscher Bundestag und Petitionsausschuss
28.019 Unterstützende 27.986 in Deutschland
56% von 50.000 für Quorum
  1. Gestartet 29.10.2020
  2. Sammlung noch 4 Wochen
  3. Einreichung
  4. Dialog mit Empfänger
  5. Entscheidung
Ich bin einverstanden, dass meine Daten gespeichert werden. Der Petent kann meinen Namen und Ort einsehen und an den Petitionsempfänger weiterleiten. Diese Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.

Diese Petition beruht in ihrer Grundlage auf einem offenen Brief [1] vom 13.10.20 von Eltern/-Verbänden u. Einzelpersonen aus dem gesamten Bundesgebiet an die Bundeskanzlerin, die Bundesbildungsministerin u. die Kultusminister*innen.

Die Bundesregierung muss die erforderlichen finanziellen u. org. Mittel für die Landesregierungen bereitstellen, um die Beschulung in der SARS-CoV-2-Pandemie unter Gesichtspunkten des Gesundheitsschutzes durchführen zu können. Wir befinden uns in einem lange währenden Krisenmodus, der allen am System Schule Beteiligten kontinuierlich viel abverlangt. RKI-Präsident Prof. Dr. Lothar H. Wieler stellte bereits "mehrere hundert Ausbrüche in Schulen" (tagesschau.de, 23.10.2020) mit SARS-CoV-2 fest und betont die Wichtigkeit, die "Präventionsmaßnahmen in Schulen während der COVID-19-Pandemie. Empfehlungen des Robert Koch-Instituts für Schulen" [2] vom 12. Oktober 2020 anzunehmen, um Schaden fernzuhalten. Die Kultusministerkonferenz (KMK) hat diese Empfehlungen bislang trotz aktuell ernster epidemischer Lage nicht umgesetzt. http://www.ler-nds.de/.cm4all/uproc.php/0/Publikationen%20etc./RKI-Praevention-Schulen.pdf?_=1757aa8b0d6&cdp=a

  1. Wir fordern einen einheitlichen, verbindlichen Stufenplan mit abgestuften Hygienemaßnahmen vor Ort. Die "Präventionsmaßnahmen in Schulen während der COVID-19-Pandemie. Empfehlungen des Robert Koch-Instituts für Schulen" vom 12.10.20 müssen unverzüglich und vollumfänglich in allen Schulen und im ÖPNV / Schülerbeförderungsverkehr umgesetzt werden.

  2. Wir fordern die schnellstmögliche Verkleinerung der Lerngruppen, so dass das Einhalten der AHA-Regeln durch die Lernenden an den Arbeitsplätzen möglich ist. Wir fordern die Möglichkeit des Hybridunterrichts im Schichtbetrieb – mit Sicherung der Betreuung für berufstätige Eltern. Durch die Pandemie entstehende Wissenslücken müssen durch gezielte Fördermaßnahmen geschlossen werden. Die Teilhabe/ Einbeziehung der Minderheiten muss dabei berücksichtigt werden.

  3. Wir fordern das Aufstellen von mobilen Raumluftfilteranlagen mit Hepafilter der Stufe H14 in Klassenräumen, Mensen und Sporthallen, dazu Plexiglastrennscheiben, die Prof. Kähler empfiehlt. Sofern die Maskenpflicht in Klassenräumen eingeführt wird, muss der Bund für die Bereitstellung von sicheren, schadstofffreien Masken für alle aufkommen. Dies darf nur eine kurzfristige Übergangslösung sein, bis Raumluftfilteranlagen aufgestellt sind. Es müssen Pausen vom Maskentragen an der frischen Luft erfolgen. Die Teilhabe/ Einbeziehung der Minderheiten muss berücksichtigt werden durch weitere besondere Schutzmaßnahmen.

  4. Wir fordern die Möglichkeit der sofortigen Ausweitung des digitalen Unterrichts in allen Klassenstufen, wo immer dies möglich ist. Für Schüler* innen mit einem erhöhten Bedarf an pädagogischer Unterstützung muss es kurze Präsenzzeiten geben. Für die Aus-, Fort- und Weiterbildung der Lehrenden im digitalen Bereich sind ausreichende finanzielle Mittel kontinuierlich bereitzustellen. Es ist dafür Sorge zu tragen, dass das Unterrichtsfach Informatik/digitale Medien eingeführt werden kann. Ebenso muss der Bund für alle notwendigen Endgeräte bei Schüler*innen und Lehrkräften aufkommen.

  5. Kurzfristig müssen Lehrkräfte durch die parallele Vorbereitung von Präsenz- u. Distanzunterricht erhebliche Mehrarbeit leisten. Diese Arbeit ist unabdingbar u. muss z.B. in Arbeitszeitkonten reflektiert werden. Lehrkräfte sollten freiwillig ihr Stundendeputat erhöhen dürfen, alle Möglichkeiten der sofortigen Personalaufstockung sollten sofort umgesetzt werden.

  6. Wir fordern den sofortigen Einsatz von multiprofessionellen Teams für jede Schule, in eigener Budgetverwaltung durch die Schulgemeinschaft.

  7. Wir fordern die sofortige Einrichtung/Bereitstellung zusätzlicher Räumlichkeiten, insbesondere technisch ausgerüstete Selbstlernräume für Schüler* innen, denen ein solcher zu Hause nicht zur Verfügung steht.

  8. Wir fordern ein gemeinsames Abstimmen u. Handeln von Politik, Lernenden, Eltern und Lehrenden auf allen Ebenen, um gemeinsam Problemlösungen zur Eindämmung des Virus zu erreichen.

Begründung

Schnelles Handeln ist erforderlich, um die körperliche und psychische Unversehrtheit von Schüler*innen, ihren Familien, Lehrkräften, weiteren pädagogischen Fachkräften etc. in der Pandemie sicherzustellen und Bildungsgerechtigkeit für alle zu ermöglichen. Alle Menschen in den Schulgemeinschaften müssen solidarisch miteinander und für einander handeln unter besonderer Rücksichtnahme ihrer schwächsten Mitglieder. Ausgrenzung darf nicht mehr stattfinden – weder sozial noch körperlich. Gesundheitsschutz und Bildungsgerechtigkeit müssen durch besondere Maßnahmen und durch finanzielle Unterstützung des Bundes in der Pandemie herbeigeführt werden!

Die Petition wird neben dem REB Trier unterstützt von: Reiner Schladweiler, Regionalelternsprecher Trier, Landeselternsprecher RLP | Stephan Wassmuth, Vorsitz. Bundeselternrat, Lohfelden | Petra Müller, BER, LEB RLP | Andrea Lausberg-Reichardt, BER, LEK NRW | Stefanie Krüger-Peters, BER, LEK NRW | Anke Staar, Vorsitz. LEK NRW | Dr. Irene Schütze, Mainz | Jutta Löchner, Vorsitz. Landeselternschaft der Gymnasien in NRW e.V | Prof. Franz-Josef Kahlen, Vorstand Landeselternschaft der Gymnasien in NRW e.V | Uwe Geisler, Sprecher ARGE-SEB Mainz | Romy Suhr, Vorsitz. die Inklusiven e.V | Michael Mittelstaedt, Vorsitz. LEB BW | Cindy-Patricia Heine, Vorsitz. LER NDS | Dr. Cornelia Pahnke, 1. Stellvertr. Vorsitz. LER NDS, Vorsitz. KER Lüneburg | Stefan Kreis, Vorsitz. GLEV Saarland Prof. Dr. Christian Kähler, München | Prof. Dr. Markus Scholz, Leipzig | Stjepan Bonic, Stv. Landeselternsprecher RLP | REB Rheinhessen | Tanja Speckenbach, Vorsitz. Landeselternschaft der Förderschulen mit dem Schwerpunkt geistige Entwicklung e.V. | Erol Celik, Vorsitz. Elternnetzwerk NRW Integration miteinander e.V. | Dr. Aysun Aydemir, Vorsitz. Föderation Türkischer Elternvereine e.V. NRW | Bernd Kochanek, Vorsitz. Gemeinsam Leben, Gemeinsam Lernen e.V. | Roland Schiefelbein, Vorstand Gemeinnützige Gesellschaft Gesamtschule – Verband für Schulen des gemeinsamen Lernens e.V. | Eva Thoms, Vorsitz. Mittendrin e.V. | Klaus Amoneit, Vorsitz. Progressiver Eltern- und Erzieherverband NRW e.V. | Prof. Judith Samen, D. Ina Heib, Mz. | Brigitte Piepenbreier, Vorsitz. der Landesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe NRW e.V., Münster | Silke Aretz, Mönchengladbach, "Schule ohne Ansteckungsgefahr - Lernen auf Distanz" Selbsthilfegruppe für Risikohaushalte | Der Vorstand des Stadtelternrates Göttingen | Der Vorstand des Kreiselternrates Göttingen | Juliane Seebode, Mitglied im Vorstand Schulelternrat Bonifatiusschule II Göttingen | Sigrun Holzmann, Mitglied im Vorstand Schulelternrat Bonifatiusschule II Göttingen | Der Stadtelternrat Hann. Münden | Sigrid Gille, Vorsitz. Förderkreis Werla Schule Schladen | Lars Ulmke, Inhaber außerschulischer Lernort Christianshof in Midogge/Wangerland | Matthias Ahäuser, Vorsitz. Schulelternrat Albert-Liebmann-Schule Hannover, Regionselternrat Hannover | Bernd Wulf, Vorsitz. Schulelternrat BBS Wesermarsch und IGS Brake | Thorsten Lemke, 1. Vorsitz. Stadtelternrat Peine | Jessica Neumann, 2. Vorsitz. Stadtelternrat Peine | Yasmin Özcaliskan, Stadtelternrat Peine | Simone Gerlach, Stadtelternrat Peine | Timo Sahlmann, Stadtelternrat Peine | Daniela Klein, 1. Vorsitz. KER Peine | Roland Mainka, 2. Vorsitz. Kreiselternrat Peine | Peter Bendrien, Beisitz. KER Peine | Bernd Räder, Vorsitz. versch. Elterngremien im Landkreis Emsland | Oliver Salmen, Vorsitz. Gemeindelternrat Friedeburg | Andreas Hebbeler, Vorsitz. Schulelternrat Gymnasium Carolinum, Osnabrück | Bettina Dörr, Graf-Ludwig-Gemeinschaftsschule Regionalverband Saarbrücken | Elternratsvorstand der KGS Moringen des Landkreises Northeim | Marc Hofstee, Emsbüren | Angelika Friese, Burgwalde/Thüringen | Birgit Gundlach, Ahausen | Rita Lohmann, Papenburg | Regina Brinkmann, Osnabrück | Heidi Rieken, Esterwegen | Susanne Flatt, Rodenberg | Helmuth Schäfer, Rodenberg Annette Flatt, Bad Münder | Andreas Scholz, Bad Münder | Michael von Levetzow, Göttingen Melanie Oppermann, Göttingen | Pierre Langer, Mainz | Tanja Woltermann, Iserlohn, NRW Sabine Kasten | Kloster Lehnin | Sarah Kiesel, Sponheim | Karina Göttler, Jockgrim, RLP | Bianca Drobnik, Heinsberg | Thorsten Drobnik, Heinsberg | Alexandra Fattore Nadine Sabra für Gesamtelternbeirat Mannheim

[1] https://www.ler-nds.de/.cm4all/uproc.php/0/Pressemitteilungen%2015.%20LER/2020-10-13_Offener_Brief.pdf

[2] https://www.rki.de/DE

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Neuigkeiten

  • Liebe Mitstreiter in Sachen Bildung und Gesundheit.
    Bitte daran denken, dass man für jedes Familienmitglied unsere Petition einzeln unterschreiben kann auch für Babys. Ebenfalls kann man Unterschriftenbögen aus der Petition herunterladen und seine Nachbarn und Freunde unterschreiben lassen.
    Es kommt auf jeden von uns an, los gehts!
    Hier der Link noch einmal:
    www.openpetition.de/petition/online/bildungsgerechtigkeit-und-gesundheitsschutz-in-der-pandemie#petition-main

    Hier ein interessantes Video eines Vater zu diesem Thema:
    youtu.be/rPheFXgauxU

    Danke allen - es geht um alle unsere Kinder!

  • Liebe Unterzeichner, gestern habt Ihr gezeigt wie gut es laufen kann!
    Bitte an alle die noch nicht für jedes Familienmitglied unterzeichnet haben, man darf für jedes einzeln unterschreiben und man kann auch Unterschriftenbögen herunterladen und diese verteilen und wieder einsammeln. Es kommt auf jede Stimme an und zwar schnell.
    Man kann danach jeden Unterschriftenbogen direkt in die Petition hochladen oder mir zumailen.

    Heute sollten wir doch die 28.000 er Marke knacken oder?

    Danke Allen.

  • Wie ich bereits gestern alle genervt habe, muss ich heute weiter nerven!
    Man darf die Petition einzeln für jedes Familienmitglied unterschreiben, dies haben gestern bereits etliche von Ihnen noch nachgeholt - danke dafür.
    Vom Baby bis zu den Großeltern - alle dürfen unterschreiben, auch anonym.
    Leider sind noch sehr viele, die nicht für Ihre minderjährigen Kinder gezeichnet haben, bitte noch schnell nachholen, jeder Tag zählt jetzt.
    Danke- der Nerver!

Besser organisierter Schichtbetrieb in Kleingruppen mit Abstandsregeln und guten Hygienekonzepten, als unkoordinierter, chaotischer Flickenteppichunterricht wegen coviderkrankten oder von Quarantänemaßnahmen betroffenen Lehrern und Schülern, der täglich umorganisiert werden muss.

Selbst wenn eine Umrüstung von Klassenräumen (ich schätze bis zu 10.000 EUR pro Raum) zu finanzieren wären, sind die Forderungen kurzrfristig schon allein organisatorisch überhaupt nicht zu bewältigen. Aktuell reicht das Konzept mit Masken im Unterricht, Hygienemaßnahmen und punktueller Quarantäne weitgehend aus, um Hotspots in Schulen zu verhindern. Moderne Unterrichtsformen und die Digitalisierung der Bildung sind mittelfristig wichtige Ziele, im Moment haben wir aber andere Sorgen im Tagesgeschäft. Eine Rückkehr ins Homeschooling, ob ganz oder teilweise lehne ich ab.

Warum Menschen unterschreiben

  • Justina Schwetze Mengerschied

    vor 20 Min.

    Die getroffen Maßnahmen sind nicht genug, wir bleiben ein Rotationssystem des Unterrichts oder online Unterricht, da es psychisch und physich nicht mehr machbar ist in die Schule zu gehen, in denen Schulen versuchen das Unumgehende zu ignorieren

  • vor 2 Std.

    Weil die Maskenpflicht und Lüften totaler Blödsinn ist!!!

  • Nicht öffentlich Kyffhäuserland

    vor 3 Std.

    Weil es um unsere Kinder geht,und das ist das wichtigste in meinem Leben .

  • Jannis Hintzen Niederhausen an der Appel

    vor 4 Std.

    Kinder brauchen Bildung uneingeschränkt

  • Madeleine Hintzen Niederhausen

    vor 4 Std.

    Weil Kindern die Zukunft und ihre Bildung nicht eingeschränkt werden darf

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