Wir fordern, dass auf jedem Bußgeldbescheid, der aufgrund einer Messung durch eine stationäre Geschwindigkeitsüberwachungsanlage (aka Blitzer) ergeht, die Anzahl der Unfälle angegeben wird, die sich dort in den 12 Monaten vor Aufstellung der Anlage ereignet haben.

Diese Anzahl ist aufzugliedern nach Todesfällen, Schwerverletzten, Leichtverletzten und Sachschäden. Desweiteren sollten die Unfälle nach der offiziellen Unfallursache aufgeschlüsselt werden (Alkohol am Steuer, technisches Versagen, überhöhte Geschwindigkeit, ...)

Zusätzlich sollen diese Daten für jeden Standort im Stadtgebiet im Internetauftritt der Stadt veröffentlicht werden.

Die Beschaffung der Statistikdaten sollte kein Problem darstellen, da genau diese Daten bei der Standortentscheidung zugrundegelegt wurden.

Begründung

  1. Die Angaben können dem Temposünder verdeutlichen, dass er bei der Wahl seiner Geschwindigkeit die Gefährlichkeit des Streckenabschitts offenbar unterschätzt hat und somit zu etwas mehr Einsicht führen.

  2. Das bei Autofahrern verbreitete Vorurteil, die Standorte der Blitzer seien mit dem Ziel der Einnahmenmaximierung ausgewählt, könnte dadurch widerlegt werden.

  3. Die politisch Verantwortlichen können dadurch einmal mehr belegen, wie viele Gedanken sie sich um das Wohlergehen und die Sicherheit der Bürger machen.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Andreas Herzog aus Hemmingen
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Pro

Noch kein PRO Argument.

Contra

Die Forderung unterstellt, daß ansonsten (ohne Blitzer) die Einhaltung der Geschwindigkeitsbeschränkung ins Belieben der Verkehrsteilnehmer gestellt wird. Außerdem durchbricht diese Forderung nicht das bigotte System inflationärer Anordnung von Geschwindigkeitsbeschr. bei gleichzeitig immer schlechterer Regelakzeptanz insgesamt. Konsequenterweise ist deshalb zu fordern, die Geschwindigkeitsbeschr. flächendeckend nach strengem Maßstab zu überprüfen und auf- oder anzuheben. Der verbleiibende Rest kann dann nach Belieben überwacht werden.