In Anlehnung an die Arnstädter Erklärung des Stadtrates, des Kreistages, des Thüringer Landtages und des Thüringer Wirtschaftsministeriums www.arnstadtmussleben.wordpress.com

Hintergrund Der angekündigte Rückzug der Robert Bosch GmbH aus dem Solargeschäft ist ein schwerer Schlag für den Wirtschaftsstandort Arnstadt und insbesondere für die Beschäftigten und deren Familien. Die Solarbranche ist ein wichtiger Wirtschafts- und Technologiefaktor in der Region Arnstadt. Die Branche gehört derzeit mit über 4.000 direkt und indirekt Beschäftigten zu den wichtigsten Industriezweigen des Freistaates Thüringen.

Es muss jetzt darum gehen, gemeinsam – Unternehmen, Land, Landkreis und Kommune, ein Konzept zu entwickeln, das Lösungswege aufzeigt und Arbeitsplätze erhält.

Deshalb fordern wir von der Geschäftsführung der Robert-Bosch-GmbH:

• Eine nochmalige Überprüfung der Entscheidung zum vollständigen Rückzug aus ihrem Solargeschäft • Eine verbindliche Zusage der Bosch Solar Energy AG, dass die Produktion am Standort Arnstadt vollumfänglich bis mindestens Ende 2013 aufrechterhalten wird und der Ausspruch betriebsbedingter Kündigungen bis zu diesem Zeitpunkt ausgeschlossen wird • Die Verlagerung und Integration anderer Produktions- und Produktfelder aus dem Produktportfolio des Bosch – Konzerns nach Arnstadt zu prüfen und zeitnah zu entscheiden • Bosch muss zur Sicherung des Standortes und der Beschäftigung einen substanziellen Beitrag leisten. Vorrangiges Ziel muss es sein, dass alle Mitarbeiter ein Angebot zu einer Weiterbeschäftigung erhalten.

Wir stehen solidarisch zu unseren Beschäftigten in Arnstadt und wollen unseren Beitrag leisten, dass eine beschäftigungspolitische Perspektive möglich wird.

Begründung

Diese Entscheidung des Rückzuges aus der Solarbranche ist wirtschaftlich kurzsichtig, da ein großer Technologiekonzern wie Bosch in der Lage wäre, eine dauerhafte und starke Position im Markt mit weiterentwickelten und technisch hochwertigen Produkten zu erreichen.

Die Solarindustrie hat trotz der momentanen Krise insgesamt Zukunft. Der Markt für die Photovoltaik wird global weiter anwachsen. Damit entstehen neue Absatz- und Beschäftigungsperspektiven.

Bosch ist bisher als ein Unternehmen mit hoher sozialer Verantwortung gegenüber ihren Mitarbeitern und der Region aufgetreten. Wir sehen deshalb den Bosch - Konzern in der Verantwortung, den Produktionsstandort Arnstadt zu erhalten.

Mit der Entscheidung, ob der Standort Arnstadt weiterhin ein Standort zur Fertigung im Bereich der Photovoltaik bleibt oder nicht wird sich auch die Frage entscheiden, ob die deutsche Solarindustrie im internationalen Wettbewerb künftig eine wichtige Rolle einnimmt.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung

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Pro

Es geht nicht NUR um BOSCH, es geht nicht NUR um ARNSTADT oder die REGION, es geht um unsere HEIMAT und unsere ZUKUNFT. Unsere Regierung hat es zugelassen, das mehr als eine halbe Million Menschen in der Solarindustrie (in Deutschland) einen Job finden und nun wieder verlieren und nun wollen Sie das letzte Deutsche Werk auch noch an die Chinesen verkaufen. Guten Appetit

Contra

Euren Kampf um Arbeitsplätze und hohe Abfindungen - wenn er denn nicht gewonnen werden kann - unterstütze ich natürlich. Eure Petition gefällt mir dennoch nicht. Wenn die Kapitalisten keine Aussicht auf Profite mehr sehen dann wird gefeuert oder ganz dicht gemacht. Ich arbeite in der Druckmaschinenindustrie. Da haben wir das leidvoll erlebt und sind noch nicht am Ende. Sollen wir dann aber um weitere Ausbeutung, am Ende noch zu schlechteren Bedingungen betteln? Oder sollen wir nicht die zum Teufel jagen die nur nach dem Profit schielen und dann selbst entscheiden, wie wir unsere Energie erzeug