Datacenter unter Strom: Runter mit den Strompreisen, rauf mit direkter und mehrfacher Energienutzung

Petent/in nicht öffentlich
Petition richtet sich an
Deutscher Bundestag Petitionsausschuss

1 Unterschriften

Petent hat die Petition nicht eingereicht/übergeben.

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Petent hat die Petition nicht eingereicht/übergeben.

  1. Gestartet 2017
  2. Sammlung beendet
  3. Eingereicht
  4. Dialog
  5. Gescheitert

Petition richtet sich an: Deutscher Bundestag Petitionsausschuss

Diese Petition fordert eine umfassende neue Orientierung bei der Energiepolitilk: Deutschland braucht Rechenzentren. Die Rechenzentren brauchen geringere Stromkosten, um wettbewerbsfähig zu sein, und ein Umdenken von Politik, Verwaltung und Wirtschaft in der effektiveren Nutzung alternativer Energie. Wir wollen, dass der Bundestag dieses zur Kenntnis nimmt, diskutiert, das Ungleichgewicht der Standortbedingungen in Europa und global abschafft, Leuchtturmprojekte anstößt und entsprechende Maßnahmen beschließt.

Und das geht alle an: Denn die Gesellschaft, jeder von uns, trägt die Kosten der Energieverschwendung, des Outsourcing von Arbeitsplätzen und der vergebenen Chancen einer prosperierenden und zukunftssichernden Branche.Wir bieten: Idden zur Gegenfinanzierung und Umweltschutz.

Begründung

Wer Digitalisierung will, braucht Rechenzentren – und zwar vor Ort, nicht nahe am Polarkreis. Rechenzentren beschäftigen in Deutschland rund 220.000 Menschen. Die Menschen brauchen hierzulande Arbeit, nicht in Island, Norwegen, Irland und Schweden.

Und der Bedarf an Rechenzentrumsleistungen wächst: Riesige Mengen an Daten, das Öl der Digitalen Gesellschaft, Künstliche Intelligenz, smarte Maschinen, Fabriken und Organisationen, Informationen immer und überall, vernetzte Geräte und Industrien, autonome Prozesse und lernende Systeme sorgen dafür. Mega-Datacenter und Hyperscaler entstehen. Doch nicht hier. Der Strompreis ist ein Standortnachteil und verzerrt den Wettbewerb. Und die Datacenter-Betreiber haben die Wahl.

Doch wozu taugen Rechenzentren? Sie sorgen für die Verfügbarkeit von Daten und Rechenleistung sowie Sicherheit und stellen den Zugang zu diesen sicher durch Strom, Platz und Zugang zu Datenleitungen her. Ohne Strom funktionieren Rechenzentren nicht und sie brauchen viel davon.

Beispielsweise ist der jüngste Rechenzentrumsblock von Betreiber Interxion, der noch 2017 in Betrieb gehen soll, für 10 bis 12 Megawatt konzipiert. Insgesamt stieg der Strombedarf von den Rechenzentren in Deutschland im Jahr 2015 um 3 Prozent auf 12 Milliarden Kilowattstunden, wie das Berliner Borderstep Institut ermittelt hat. Setzen sich die aktuellen Trends in der IT-Nutzung fort, wird der Energiebedarf der deutschen Rechenzentren noch zunehmen und 2020 auf über 14 Milliarden Kilowattstunden klettern. Schon heute brauchen die Frankfurter Rechenzentren mehr Strom als der dortige Flughafen.

Doch Strom kostet- hierzulande viel. Rechenzentren sind nicht wie andere Industrien von der EEG-Umlage befreit. Beispielsweise ist Strom nur in zwei europäischen Ländern noch teurer als in Deutschland: in Dänemark und in Zypern. Während hierzulande die EEG-Umlagen steigen, hat Schweden die Stromsteuer für Rechenzentren über 500 Kilowatt um rund 97 Prozent auf umgerechnet rund 0,0005 Euro, oder 0,05 Eurocent pro Kilowattstunde, gesenkt. Seit dem 1. Januar dieses Jahres ist die Gesetzesänderung gültig. Außerdem entstehen dort „Data Parks“, die nicht nur für Kühlungs-, Daten- und Stromleitungsinfrastruktur, sondern auch für eine Nutzung der Abwärme in Fernwärmenetzen sorgen.

Man kann also folgern, dass Schweden etwas tut für die Ansiedlung von Rechenzentren, die Digitalisierung und für Arbeitsplätze in einer zukunftsweisenden Branche. Dagegen hält etwa Wirtschaftsministerin Brigitte Zypries die Ansiedlung außerhalb Deutschlands, im nordischen Ausland für „umweltverträglich und nachhaltig“, komme der Strom nämlich dort hauptsächlich aus Wasserkraft und der Verbrauch in den Rechenzentren sei ohnehin geringer, da die geringen Temperaturen weniger Kühlung erforderten. Deutschland will doch die Energiewende! Und Kühlung mit Frischluft funktioniert auch hierzulande mit Ausnahme weniger Tage.

Deutschland aber kann es sich nicht leisten, auf Rechenzentren zu verzichten. Denn sie sind das Herz der Digitalisierung, von Industrie 4.0 und einer Wissensgesellschaft. Aber insbesondere kleinen und mittelgroßen Rechenzentren macht der hohe Strompreis zu schaffen. Denn während die großen Betreiber in immer kürzeren Abständen durch Austausch der Technik für einen immer effizienteren Betrieb sorgen können und damit die Standortnachteile durch den Strompreis zum Teil kompensieren, funktioniert das bei kleineren Rechenzentren nicht, zumal in jedem Rechenzentrum der Strombedarf steigt - durch die höhere Kapazität der Rechner, obwohl die einzelnen Komponenten, vom Lüfter bis zum Prozessor effizienter werden.

An dem höheren Strombedarf lässt sich nichts ändern, wohl aber am Strompreis und an der Art und Weise, wie Strom konsumiert wird. 1. Es gibt nur wenige Rechenzentren, die direkt Strom aus alternativen Energiequellen nutzen. Dabei beweisen Studien längst, dass es funktionieren kann, Datacenter ausschließlich damit zu betreiben. 2. Der Strom wird von den Computern fast zu 100 Prozent in Wärme verwandelt. Wird das zum Beheizen verwendet? Ja, aber sehr selten. Es fehlt an Interesse sowie Unterstützung durch Politik und Verwaltung. So entwickeln sich nahe der ESZ in Frankfurt, wo viele Rechenzentren angesiedelt sind, bereits eine Wärmeglocke. Das Herauspusten der in Wärme umgewandelten Energie wird auch nicht besser, wenn das an den Polarkreis verlegt wird, zumal dort kaum weniger Strom verbraucht wird. Das ist angesichts der Klimaerwärmung schlichtweg ein Unding. 3. Auch ließe sich die Wärme erneut in Strom umwandeln. Aber selbst das gibt es nur in Einzelfällen. 4. Rechenzentren verfügen durch Notstromvorrichtungen über Reserven, die zum einen das Stromnetz stabilisieren und zum anderen ergänzen könnten. Überlegungen dazu gibt es viele, doch das Risiko eines Rechenzentrumsausfalls, wenn die eigene Sicherung anderweitig gebraucht wird, tragen ausschließlich die Datacenter-Betreiber. Dazu kommen Vorschriften, wie die, dass der Notstrombetrieb ist in

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 17.03.2017
Sammlung endet: 16.09.2017
Region: Deutschland
Kategorie: Energie

Neuigkeiten

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