Im Sommer 2015 hatten wir völlig unerwartet das Glück, zwei afrikanische Jugendliche in unsere Klasse aufzunehmen – Emmanuel und Abdel! Wir waren tief betroffen, als wir erfahren haben, dass es sich bei den beiden um Flüchtlinge aus Ghana handelt, die in ihrem Leben viele schreckliche Dinge durchgemacht haben. Gewalt, Tod und Ausweglosigkeit haben die damals 14- und 15-Jährigen gezwungen, allein ihr Heimatland zu verlassen und sich auf den langen, schweren und gefährlichen Weg nach Deutschland zu machen. Durch viele gemeinsame Aktivitäten in der Schule und außerhalb haben wir es zusammen geschafft, Emmanuel und Abdel wirklich zu integrieren. Beide leben nun in einer eigenen Wohnung, sprechen mittlerweile gutes Deutsch, arbeiten an ihrem Schulabschluss und visieren eine Ausbildung an. Sie passen sich an unsere Lebensweise an, sind immer da, wenn Hilfe gebraucht wird und haben uns schon so viel Lachen gebracht! Emmanuel und Abdel sind dabei, sich hier bei uns ein eigenes Leben aufzubauen, sie haben Freunde gefunden und gehören inzwischen zu unserer Familie!

Begründung

Wir alle sind schockiert, seit Mitte Januar 2017 der Abschiebe-Bescheid für Emmanuel eingegangen ist und wir haben Angst, dass auch Abdel diesen Bescheid erhalten wird! Die Argumentation, dass Ghana inzwischen als sicheres Herkunftsland eingestuft wurde und es deshalb bei Aktensichtung durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge zum Abschiebe-Bescheid kommt, können wir verstehen, aber im Fall von Emmanuel und Abdel nicht nachvollziehen! Wir kennen die Menschen hinter der Akte und prangern an, dass nicht im Einzelfall entschieden wird! Wir verstehen nicht, warum wir Menschen integrieren und sie dann offensichtlich rücksichtslos abschieben!

Wir kämpfen gegen die Abschiebung unserer Mitschüler und Freunde und fordern ein dauerhaftes Bleiberecht für Emmanuel Agyeman und Abdel Mola in Deutschland!

Bitte helfen Sie uns dabei und unterzeichnen auch Sie diese Petition! (Die Daten werden streng vertraulich behandelt, eine Unterschrift führt zu keinerlei Verbindlichkeiten, es wird kein Vertrag o.ä eingegangen, die Daten werden nicht zur weiteren Kontaktaufnahme o.ä. verwendet!)

Vielen Dank! Die Schülerinnen und Schüler der Aktion „Kein Mensch ist illegal“ der Europaschule Hagenow

Vielen Dank für Ihre Unterstützung

Diese Petition wurde bereits in folgende Sprachen übersetzt

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Neuigkeiten

  • Liebe Unterstützer,

    wir können einen großen Erfolg verbuchen! Emmanuel und Abdel haben heute erfahren, dass sie eine Ausbildungsduldung erhalten- beide freuen sich sehr und sind erleichtert!

    Wir danken Ihnen allen ganz, ganz herzlich für Ihre Unterstützung!!!

  • Liebe Unterstützer,

    leider fühlt sich das BAMF nicht für die Annahme der Petition zuständig und hat sie völlig ziellos hin- und hergeschickt, nach 6 Wochen kam sie nun wieder bei mir an.
    Aber selbst das irritiert uns nicht: heute wurde die Petition nun erneut verschickt und man hat mir zugesichert, dass sie als eilig eingestuft und umgehend nach Eingang bearbeitet wird.

  • Liebe Unterstützer/innen,

    heute haben wir die Petition nun endlich eingereicht und hoffen auf eine positive Wirkung - bitte drücken Sie alle die Daumen!

    Vielen Dank für Ihre Hilfe!

Pro

Duldung zur Ausbildung (§§ 60 Abs.2 Satz 4, 18a Abs.1a AufenthG) – eine durchweg positive neue Regelung im Sinne der Integration ist, dass nun geduldete Menschen eine Duldung für die gesamte Dauer einer Berufsausbildung erhalten. Dies ist eine Sicherheit für die Personen, aber auch die Arbeitgeber*innen. Bisher musste oft die Duldung alle paar Monate oder gar Wochen verlängert werden. Sollte die Ausbildung frühzeitig abgebrochen werden, erhält die betroffene Person einmalig eine Duldung für sechs Monate, um eine neue Ausbildungsstelle zu suchen. Bei Abschluss eines Arbeitsvertrags nach der Aus

Contra

Ghana ist ein sicheres Herkunftsland. Hier geht es aber auch nicht um Asyl laut GG sondern um ehemals nichtabschiebbare minderjährige Flüchtlinge. Den Status haben sie mit der Volljährigkeit nicht mehr. Aber Ausbildungsduldung für die beiden jungen Männer ist eine gute Lösung. Ghana braucht gut ausgebildete Fachkräfte. Und danach die Chancen im eigenen Land nutzen!