Region: Peine
Habitation

Der Carl-von-Ossietzky-Platz darf nicht sterben!

Petition is directed to
Rat der Stadt Peine, Bürgermeister Klaus Saemann, erster Stadtrat Hans-Jürgen Tarrey.
47 Supporters 37 in Peine
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  1. Launched March 2020
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  5. Decision

Wir, die „Interessen-Gemeinschaft um den Carl-von-Ossietzky-Platz Peine“, lehnen das Bebauen und Vernichten des städtischen Platzes mit dem viergeschossigen Baukörper 1 aus geschichtlichen, soziokulturellen und städtebaulichen Gründen ab.

Ebenso das anschließende Beeinträchtigen durch gravierende Lärm- und andere Störungen von Bewohnern und Anliegern.

In Gegenwart des Klimawandels, den wir alle deutlich spüren, den zu ignorieren gefährlicher Unfug ist, soll der Carl-von-Ossietzky-Platz in Peine bebaut und noch mehr versiegelt werden als er ist. Anstatt die Chance zu nutzen, die Fläche zu begrünen, Anstöße für Ähnliches im Privaten und Öffentlichen zu leisten, den ökologischen Aspekt hervorzuheben und den Menschen einen Freiraum zu ermöglichen.

Der Ossietzky-Platz darf daher nicht dem Baukörper 1 geopfert werden. Dieses mächtig große, viergeschossige Wohngebäude ist stattdessen unweit davon an der Platzausfahrt im Westen zu errichten. Und der Platz bliebe frei zum Begrünen.

Den Kauf des – von uns ermittelten und vom Eigentümer angebotenen – Ersatzgrundstücks für den geplanten Baukörper 1 im Norden vom Carl-von-Ossietzky-Platz hat der Investor, die GBI, bedauerlicherweise vereitelt.

Daher droht jetzt weiterhin der Carl-von-Ossietzky-Platz, das Herz der Südstadt, zu verschwinden. Wir hingegen wollen den Platz gerade auch mit Hilfe dieser öffentlichen Petition unbedingt erhalten.

Reason

Wird der Carl-von-Ossietzky-Platz mit dem Baukörper 1 überbaut (und vernichtet), führt das nicht zu mehr Wohnungen. Nicht zu besserer Bau- oder Wohnungsqualität und Preisen. Und nicht zu mehr Lebensqualität für irgendwen.

Jedoch würde dadurch zugleich beschädigt, was wir Menschen Heimat, Wohlbefinden sowie ein liebens- und lebenswertes Zuhause nennen. Denn der Baukörper 1 schafft große Enge und verhindert geradezu, was der Investor selbst als „Ziel und Zweck der Planung“ will und erklärt: Weil „eine zentrale Anlaufstelle im Quartier fehlt, soll das … Projektvorhaben … zur Belebung des Standorts und zur gesteigerten Attraktivität des Carl-von-Ossietzky-Platzes beitragen.“ – Es führt aber allein noch nicht „zur gesteigerten Attraktivität“ des Platzes, wenn hier lediglich viele Menschen verkehren, die keine „Anlaufstelle“ haben. Jedoch geht mit dem Bebauen jede Attraktivität geradewegs verloren!

Unsere Alternative: Erhalt des Platzes und Begrünen beispielsweise mit einer Streuobst- und Wildblumenwiese oder mit einer Heide- und Wacholderwiese.

Zugleich Schaffen eines Ortes von Begegnung, Bewahren und Erinnern an den Pazifisten und Friedensnobelpreisträger Carl von Ossietzky, der für seine freie journalistische Arbeit gegen den aufkeimenden Nationalsozialismus im KZ an den Folgen von Misshandlungen und nationalsozialistischer Willkür litt und starb.

Der hier an einem eigenen Quartier interessierte ambulante Pflegedienst mit einer Tagespflegeeinrichtung findet somit ein qualitativ reichhaltiges Umfeld. Gut und vorteilhaft für den Ossietzky-Platz und für die (Süd-)Stadt!

Die Grünfläche hätte eine klima- und luftverbessernde Funktion durch Ausgleich der hohen sommerlichen Temperaturen und der geringen Luftfeuchtigkeit. Der ökologische Aspekt hätte zugleich einen großen pädagogischen Wert für das Erlernen der Lebensprozesse von Pflanzen und Tieren für die beiden nahe gelegenen Kindergärten und die Grundschule in der Südstadt sowie alle Besucher*innen.

Auch für weniger mobile Anwohner wie Senioren in einer älter werdenden Gesellschaft, die häufig wegen ihrer eingeschränkten Beweglichkeit auf die unmittelbare Wohnumgebung verwiesen sind, wirkt eine Grünfläche vor der Haustür der Isolation und Einsamkeit entgegen. Generationen kommen hier miteinander ins Gespräch und Nachbarschaftshilfe wird angeregt.

Die Zufriedenheit mit Wohnung und Umfeld prägt die Bindung an Stadtteil und Stadt. Ein kleiner Stadtteilpark: durch Eigeninitiative entstehend und die Kommune entlastend. Er schafft den jederzeitigen Zugang von Bevölkerungsgruppen, wichtig bei hoher Bebauungsdichte, wo es kaum eigene Gärten gibt. Und er verbindet die Grünanlage Carl-von-Ossietzky-Platz mit dem Grün vom Hohen Weg.

Thank you for your support, Horst H. Büchle from Peine
Question to the initiator

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