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Bild zur Petition mit dem Thema: Der WDR muss die geplanten Kürzungen der muttersprachlichen Sendungen zurückzunehmen Der WDR muss die geplanten Kürzungen der muttersprachlichen Sendungen zurückzunehmen
  • Von: Nicht öffentlich
  • An: WDR Rundfunkrat
  • Region: Nordrhein-Westfalen mehr
    Kategorie: Medien mehr
  • Status: Die Petition wurde vom Petenten zurückgezogen bzw. wird nicht weiter verfolgt
    Sprache: Deutsch
  • Gescheitert
  • 282 Unterstützende
    244 in Nordrhein-Westfalen
    Sammlung abgeschlossen

Der WDR muss die geplanten Kürzungen der muttersprachlichen Sendungen zurückzunehmen

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Der WDR will die herkunftsprachlichen Sendungen der Radiowelle Funkhaus Europa radikal kürzen. Programme in Türkisch, Russisch, Italienisch und anderen Sprachen der Migranten in Nordrhein-Westfalen sollen auf eine halbe Stunde am Tag reduziert werden. Besonders schwerwiegend wird die Reform das türkischsprachige Angebot treffen, welches von 8 auf 2,5 Stunden wöchentlich gekürzt werden soll. Das bedeutet eine Missachtung der gesellschaftlichen Realität und des WDR-Auftrags, das friedliche und gleichberechtigte Miteinander der Menschen unterschiedlicher Kulturen und Sprachen im Land zu fördern.

Die Reform des Programmangebots von Funkhaus Europa ist zutiefst enttäuschend und schockierend. Die herkunftsprachlichen Sendungen in WDR Funkhaus Europa stellen ein wichtiges Angebot für die Einwohnerinnen und Einwohner mit Migrationshintergrund dar und sollten der demographischen Entwicklung entsprechend aus- und nicht abgebaut werden.

Begründung:

In Nordrhein-Westfalen leben über vier Millionen Menschen mit Migrationshintergrund – das ist ein Viertel aller Einwohnerinnen und Einwohner in unserem Bundesland und die Zahl wird in den nächsten Jahren und Jahrzehnten weiter steigen. Die Migrantinnen und Migranten sind Gebührenzahler wie alle anderen Einwohnerinnen und Einwohner auch, deswegen müssen ihre Interessen, ihre Lebensrealitäten und Kulturen im WDR-Programm Berücksichtigung finden.

Eine Vereinheitlichung des Rundfunkangebots zugunsten deutschsprachiger Sendungen ist eindeutig die falsche Antwort auf die Bedürfnisse unserer Einwanderungsgesellschaft. Die Landesregierung hat mit der Verabschiedung des neuen WDR-Gesetzes am 27.01.2016 den klaren Auftrag zur Vielfaltssicherung gegeben. Im Gesetz heißt es: „Im Programm soll der regionalen Gliederung, der kulturellen Vielfalt des Sendegebiets, dem Prozess der europäischen Integration und den Belangen der Bevölkerung einschließlich der im Sendegebiet lebenden Menschen mit Migrationshintergrund Rechnung getragen werden“ (§ 4 Abs. 3). Die Funkhaus Europa-Reform steuert in die entgegengesetzte Richtung. Das ist ein fatales Signal an die Migrantinnen und Migranten und an alle, die ein vielfältiges, kultur- und sprachsensibles Programmangebot schätzen.

Die Lebensrealität der Migrantinnen und Migranten in NRW darf nicht ignoriert werden. Wir fordern einen Stopp der geplanten Reform und den Ausbau herkunftssprachlicher Angebote im WDR.

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Düsseldorf, 29.02.2016 (aktiv bis 27.03.2016)


Neuigkeiten

Sehr geehrte Unterstützerinnen und Unterstützer, wie Sie sicherlich aus den Medien erfahren haben, hat der WDR trotz massiven Protests seine Radiowelle WDR Funkhaus Europa reformiert und die muttersprachlichen Sendungen reduziert. Der Landesintegrationsrat ...

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Debatte zur Petition

PRO: Die Sendungen helfen, die Sprache nicht zu verlieren!

CONTRA: Sollen heim fahren zum Radio hören bzw. Internetradio von der Heimat oder Satschüssel richtig ausrichten! Will kein Kauderwelsch im Radio!

CONTRA: Sprache ist integrationund diese Sendung begünstigt die eigene Abgrenzung. Im übrigen waren die Kosten der Sprecher 21 Fach!!!! Höher als die normaler Sprecher. Damit spart der WDR endlich mal und verschwendet nicht die GEZ-Steuer!!!!

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