Deutschland sollte keine Nationalmannschaften mehr zu Großveranstaltungen schicken oder die Teilnahme fördern, wenn die Steuerzahler die Veranstaltung nicht zu vernünftigen (d.h. maximal kostendeckenden) Bedingungen im öffentlichen Fernsehen verfolgen können.

Begründung

Sport wird in Deutschland in erheblichem Umfang durch Steuergelder gefördert. Die Teilnahme repräsentiert nicht nur einen Verband oder ein Team, sondern die Bürger Deutschlands. Die zunehmende Vermarktung durch freie Vermarkter führt immer öfter dazu, daß deutsche Bürger die Veranstaltungen nur noch im Bezahlfernsehen oder gar nicht verfolgen können. Aktuelles Beispiel ist die Handball - WM. Die Teilnahme wird durch deutsche Sportverbände organisiert, aber - zum Glück - öffentlich gefördert. Es kann daher unter diesen Umständen nicht allein Sache der Verbände und erst recht nicht der Vermarkter sein, aus diesen Teilnahmen Kapital zu erwirtschaften. Wenn Sport zur Ware wird, sollte die "Wertsteigerung" dieser Veranstaltungen auch denen zugute kommen, die sie finanzieren, den Steuerzahlern. Dies gilt mindestens für EM, WM und Olympische Spiele. Anderenfalls sollte die öffentliche Sportförderung für diese Verbände gestrichen werden. Die deutschen Steuerzahler haben ein Recht darauf, ihre "Investitionen" im öffentlichen Fernsehen verfolgen zu können.

Die Handball-WM in Frankreich ist ein wiederholtes Beispiel für den aktuellen Zustand. Der deutsche Staat hängt am Haken von Sportvermarktern, die sich die Rechte an der Übertragung von Großveranstaltungen sichern. Das mag im Profisport in Ordnung sein. Sobald eine deutsche Nationalmannschaft aufläuft, ist es das nicht mehr. Deutsche Steuerzahler zahlen über einen Zwangsbeitrag in ein System des öffentlichen Rundfunks, das nicht dazu in der Lage ist, die immensen Übertragungskosten aufzubringen, für eine "Ware", die aus deutschen Steuergeldern gefördert und bezuschusst wird. Das schwächt das öffentliche Fernsehen und ist ein Mißbrauch von Steuergeldern, weil damit final private Vermarkter gefördert werden. Eine Änderung der aktuellen Verhältnisse würde eine stärkere Teilhabe der deutschen Bevölkerung an Auftritten der Nationalmannschaften fördern und die teilweise absurden Geldforderungen normalisieren. Deutsche Steuergelder sollten nicht privat vermarktet werden.

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  • Liebe Unterstützer meiner Petition,

    Leider war die eingereichte Petition nicht so erfolgreich, wie gedacht. Vielleicht war der Antrag nicht geeignet formuliert, vielleicht ist auch das Thema für Andere nicht so wichtig, wie es mir und Euch ist, vielleicht ist aber auch das Mittel Petition nicht wirklich erfolgreich.

    Im letzten Jahr wurden durch den Petitionsausschuß des Bundestages von ca 50000 eingereichten Anträgen gerade 78 auch nur zur Diskussion veröffentlicht. Unsere Regierung ist sehr stolz auf diese Quote von 0,00156%. Demokratie erfordert Mitsprache. In Deutschland wird das aus meiner Sicht eher verhindert. Nicht jeder will sich gleich in Parteien organisieren. Demokratie ist wie vieles in diesem Land eher auf dem Papier existent. Trotzdem ist es wertvoll, sich einzubringen und teilzunehmen. OpenPetition bleibt ein Weg dafür.

    Ich möchte mich für Eure/Ihre Unterstützung bedanken.

    Thomas Wolf

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