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Hallo zusammen,
ich wollte mich heute noch mal direkt bei euch melden – diesmal weniger mit einem klassischen Update, sondern mit ein paar persönlichen Gedanken.
Am vergangenen Wochenende war ich beim Auswärtsspiel in Köln. Ein Unterstützer unserer Initiative hatte mich eingeladen, das Spiel gemeinsam mit ihm im Business-Bereich des 1. FC Köln zu verfolgen. Tatsächlich war das das erste Mal, dass ich eine solche Einladung auch angenommen habe, da ich eigentlich nicht persönlich aus der Situation oder meiner Position profitieren wollte.
Neben dem Fußballspiel waren vor allem die Gespräche die ich führen konnte sehr spannend. Ich bin mit einigen Menschen in Kontakt gekommen und habe dabei auch gemerkt, dass vieles rund um die Initiative außerhalb von Instagram gar nicht so präsent ist, wie ich manchmal denke und hoffe.Vielleicht war ich auch in den vergangenen Monaten mit diesen Mails sogar etwas zu zurückhaltend. Mir war immer wichtig, euch nicht mit ständigen Updates zu nerven. Gleichzeitig haben über 7.000 Menschen die Petition unterstützt – und vielleicht möchten einige davon doch etwas regelmäßiger erfahren, was eigentlich gerade passiert und aktiver teilhaben.
Deshalb ganz ausdrücklich nochmal das Angebot: Wenn ihr Fragen, Hinweise, Ideen oder auch Kritik habt, antwortet einfach auf diese Mail. Ich lese jede Antworten selbst und freue mich über den Austausch.
Ein Thema beschäftigt mich aktuell weiterhin: Trotz der doch enormen Unterstützung über GoFundMe sind von den bislang entstandenen Kosten derzeit vermutlich noch immer rund 9.000 Euro ungedeckt, die ich persönlich tragen muss.
Gleichzeitig ist vor einigen Tagen ein Steuerberater auf mich zugekommen, der die Initiative verfolgt und angeboten hat, uns bei steuerlichen Fragen unentgeltlich zu unterstützen. Daraus ist gerade eine neue Überlegung entstanden:
Wäre es vielleicht sinnvoll, einen unabhängigen Verein zur Stärkung von Mitgliederrechten und Vereinsdemokratie zu gründen?
Wir prüfen nun, ob sich eine solche Struktur gemeinnützig gestalten ließe und damit perspektivisch auch steuerbegünstigte Spenden möglich wären. Denn solche Probleme mit der Vereinsdemokratie sind deutschlandweit in sehr vielen Vereinen weit verbreitet. Das Ganze ist bisher nicht mehr als eine Idee – aber ich finde den Gedanken zunehmend spannend.
Mich würde deshalb interessieren, was ihr von dieser Idee haltet und ob Ihr daran interessiert wärt.Und genauso: Habt ihr vielleicht ganz andere Ideen, wie ich mit den noch offenen rund 9.000 Euro umgehen könnte, ohne einfach immer wieder denselben Spendenaufruf zu wiederholen und damit zu "nerven"?
Schreibt mir einfach zurück.
Viele Grüße
Pascal -
Nach meiner erneuten Bitte um Befassung hat mir der Ehrenrat gestern mitgeteilt, dass er sich mit dem Thema nochmals inhaltlich befassen und mein Anliegen sorgfältig prüfen wird.
Das begrüße ich ausdrücklich. Nach den bislang erfolglosen Gesprächen über eine einvernehmliche Lösung hoffe ich weiterhin, dass eine weitere gerichtliche Auseinandersetzung vermieden werden kann.
Gleichzeitig sind die finanziellen Belastungen inzwischen erheblich. Eine weitere vorliegende Anwaltsrechnung allein für einen Teil des Berufungsverfahrens beträgt 6.461,22 €. Insgesamt liegen die Kosten inzwischen deutlich im fünfstelligen Bereich.
Ich habe deshalb auf GoFundMe ein neues Transparenz-Update veröffentlicht und die Rechnung dort ebenfalls dokumentiert.
Wer die rechtliche Klärung der Mitgliederrechte weiterhin unterstützen möchte, kann sich dort an den entstandenen Kosten beteiligen. Jede Unterstützung hilft – und selbstverständlich ist sie freiwillig.
Vielen Dank an alle, die das Verfahren bislang unterstützt und damit überhaupt ermöglicht haben.
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Moin zusammen,
die Gespräche mit Werder Bremen über eine einvernehmliche Lösung sind inzwischen ohne Ergebnis beendet worden.
Ich habe mich in den vergangenen Wochen bewusst nicht zum Urteil des Landgerichts und zu den laufenden Gesprächen geäußert, weil ich einer gemeinsamen Lösung eine faire Chance geben wollte. Diese Chance habe ich bis zuletzt gesehen und dafür an mehreren Stellen erhebliche Zugeständnisse angeboten.
Nun ist der Zeitpunkt gekommen, das Urteil offen einzuordnen.
Ja: Werder Bremen hat das einstweilige Verfügungsverfahren gewonnen.
Aber: Das Landgericht hat gleichzeitig ausdrücklich bestätigt, dass mein materieller Anspruch auf Herausgabe der E-Mail-Adressen der stimmberechtigten Mitglieder besteht. Gescheitert ist mein Antrag ausschließlich daran, dass die Kammer die besonderen Voraussetzungen für eine vorwegnehmende Leistungsverfügung im Eilverfahren nicht als erfüllt ansieht.
Ob es mit dem Gebot effektiven Rechtsschutzes vereinbar ist, einen solchen ausdrücklich bestätigten und zeitgebundenen Anspruch im Eilverfahren nicht durchzusetzen, wird derzeit noch verfassungsrechtlich geprüft.
Auch wesentliche Argumente Werders sind nicht durchgedrungen. Das Gericht stellt unter anderem fest, dass die Größe des Vereins dem Anspruch nicht entgegensteht, dass Presse und Social Media kein gleichwertiger Ersatz für vereinsinterne Kommunikation sind, dass ich mich nicht auf einen Treuhänder verweisen lassen muss und dass auch die DSGVO der Herausgabe nicht entgegensteht.
Besonders bemerkenswert: Das Gericht begründet die fehlende Eilbedürftigkeit unter anderem damit, dass unter Verletzung meiner Mitgliedschaftsrechte zustande gekommene Beschlüsse „angreifbar nichtig sein dürften“.Werder hat damit zwar das Eilverfahren gewonnen – aber keine abschließende Rechtssicherheit für die kommende Mitgliederversammlung.
Genau diese Rechtssicherheit wollte ich mit einer Einigung herstellen.
Ich war bereit, auf die Herausgabe der Daten für die Mitgliederversammlung zu verzichten, kein Hauptsacheverfahren zu führen und aus der bislang streitgegenständlichen Kommunikationsfrage später keine Angriffe gegen die Beschlüsse der Mitgliederversammlung herzuleiten.
Im Gegenzug habe ich eine angemessene Kommunikationsmöglichkeit, eine gemeinsame öffentliche Befriedung des Konflikts und eine faire Beteiligung an den inzwischen erheblichen Kosten erwartet.
Am Ende lagen unsere Vorstellungen insbesondere bei der Kostenfrage aber zu weit auseinander.
Das enttäuscht mich auch deshalb, weil die zuletzt diskutierte Lösung in ihrer Grundidee weitgehend dem entspricht, was ich Werder bereits zu Beginn angeboten hatte: Die Daten bleiben beim Verein, Werder übernimmt stattdessen die Kommunikation mit den Mitgliedern. Wäre dieser Weg damals ernsthaft aufgegriffen worden, wäre ein erheblicher Teil der inzwischen entstandenen Kosten vermutlich vermeidbar gewesen.
Ich habe bis zuletzt versucht, eine Eskalation zu vermeiden – zuletzt auch mit einem persönlichen Schreiben an das geschäftsführende Präsidium und dem Angebot, die Sache noch einmal unmittelbar miteinander zu klären. Über die anwaltliche Vertretung wurde anschließend mitgeteilt, dass Werder an seinem bisherigen Angebot festhält.
Damit muss ich nun entscheiden, wie der weitere Weg aussieht.
Die bisherigen Gerichts- und Anwaltskosten liegen inzwischen im fünfstelligen Bereich. Umso dankbarer bin ich für die Unterstützung der vergangenen Tage: Es sind zahlreiche kleinere und auch einige sehr große Spenden eingegangen. Jeder einzelne Beitrag hilft dabei, die finanzielle Belastung auf mehrere Schultern zu verteilen.
Wer diesen Weg ebenfalls unterstützen möchte, kann sich weiterhin an der Spendenaktion beteiligen:
Wie bisher gilt selbstverständlich: Über die Verwendung der Mittel werde ich transparent informieren.
Danke an alle, die mich und die Mitgliederinitiative bis hierhin unterstützt haben.
Viele Grüße
Pascal