Genug ist Genug! Außerordentliche Mitgliederversammlung zur Bewertung der Amtsführung von C. Fritz

Petition richtet sich an:
Mitgliederversammlung des Sportverein Werder Bremen e.V.

7.806 Unterschriften

Sammlung beendet

7.806 Unterschriften

Sammlung beendet

  1. Gestartet Januar 2026
  2. Sammlung beendet
  3. Einreichung vorbereiten
  4. Dialog mit Empfänger
  5. Entscheidung

Petition richtet sich an: Mitgliederversammlung des Sportverein Werder Bremen e.V.

Antrag auf Einberufung einer außerordentlichen Mitgliederversammlung gemäß § 37 BGB i.V.m. der Satzung des SV Werder Bremen e.V.

Die unterzeichnenden Mitglieder des SV Werder Bremen e.V. beantragen hiermit die unverzügliche Einberufung einer außerordentlichen Mitgliederversammlung.

Gegenstand dieser außerordentlichen Mitgliederversammlung sollen insbesondere sein:

  • die sportliche und strukturelle Führung des Profifußballs beim SV Werder Bremen
  • insbesondere die Tätigkeit und Amtsführung des Geschäftsführers Fußball der SV Werder Bremen GmbH & Co. KGaA, Herrn Clemens Fritz
  • die Wahrnehmung der Kontroll- und Steuerungsfunktion durch die Organe des SV Werder Bremen e.V.
  • sowie die Beratung und Beschlussfassung über daraus abzuleitende Konsequenzen und Handlungsaufträge an die Vereinsorgane.

Die Antragsteller machen von ihrem satzungsmäßigen Minderheitenrecht Gebrauch, da sie eine offene, transparente und mitgliedergetragene Diskussion über die aktuelle sportliche Führung des Profifußballs für zwingend erforderlich halten.

Begründung

Viele Mitglieder beobachten die aktuelle Entwicklung im Profifußball des SV Werder Bremen mit wachsender Sorge. Die sportliche Führung ist für den Erfolg und die Zukunft des Vereins von zentraler Bedeutung. Entscheidungen über Kader, Strategie und Trainerführung betreffen nicht nur die Ergebnisse auf dem Platz, sondern die Identität, Glaubwürdigkeit und wirtschaftliche Stabilität unseres Vereins.

In den vergangenen Monaten haben zahlreiche Entscheidungen der sportlichen Führung zu anhaltendem sportlichem Misserfolg, strategischen Fehlentscheidungen und nachvollziehbarer Mitgliederkritik geführt. Diese Entwicklungen sind nicht nur Gegenstand der Fan‑ und Fachpresse, sondern spiegeln sich auch im sportlichen Abschneiden der Mannschaft wider.

Zu den wiederholt in der Öffentlichkeit und in Medien kritisierten Punkten zählen unter anderem:

  • der ablösefreie Verlust von Eigengewächs Nick Woltemade, der nur ein Jahr nach seinem Weggang für eine Rekordsumme ins Ausland wechselte und damit eine deutliche sportliche und wirtschaftliche Wertschöpfung für den Verein verpasst wurde
  • die Trennung von Trainer Ole Werner, der nach erfolgreicher Rückkehr in die Bundesliga und konstantem Punkteschnitt sehr kurzfristig freigestellt wurde, was für Unsicherheit und Kritik an der strategischen Linie gesorgt hat
  • der Verkauf von Top‑Scorer Marvin Ducksch ohne erkennbaren gleichwertigen Ersatz und die anschließende öffentliche Kritik des Spielers am Umgang mit seinem Abschied
  • wiederholt fehlende klare sportliche Linie in Transfers, Kaderplanung und Kommunikation mit der Öffentlichkeit, was sich in Frustration bei Fans und Beobachtern niederschlägt
  • trotz anhaltender sportlicher Schwankungen und kritischer Phase der Mannschaft ein Festhalten an Entscheidungen ohne erkennbare Kurskorrektur, was viele Mitglieder als für den Profifußball unangemessen empfinden.

Diese Entscheidungen haben nicht nur sportliche Folgen, sondern auch weitreichende Auswirkungen auf den Verein insgesamt:

  • Fans verlieren Vertrauen in eine klare sportliche Vision,
  • die externe Wahrnehmung des Vereins verschlechtert sich,
  • und die Frage, ob strategische Entscheidungen im Profifußball die Vereinswerte ernst nehmen, steht offen.

Als Mitglieder haben Sie das Recht und die Verantwortung, diese Entwicklungen zu überprüfen und die Organe des Vereins zur Rechenschaft zu ziehen. Ihre Unterstützung ist entscheidend, um eine außerordentliche Mitgliederversammlung zu ermöglichen, in der diese Themen offen, transparent und mit dem gebotenen Ernst diskutiert werden können.

Jede Unterschrift stärkt die Stimme der Mitglieder und zeigt:
Wir übernehmen Verantwortung für unseren Verein – und wir werden die Zukunft des SV Werder Bremen nicht dem Zufall überlassen!

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Pascal T., Bedburg
Frage an den Initiator

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 25.01.2026
Sammlung endet: 24.07.2026
Region: Freie Hansestadt Bremen
Kategorie: Sport

Neuigkeiten

  • Hallo zusammen,

    ich wollte mich heute noch mal direkt bei euch melden – diesmal weniger mit einem klassischen Update, sondern mit ein paar persönlichen Gedanken.

    Am vergangenen Wochenende war ich beim Auswärtsspiel in Köln. Ein Unterstützer unserer Initiative hatte mich eingeladen, das Spiel gemeinsam mit ihm im Business-Bereich des 1. FC Köln zu verfolgen. Tatsächlich war das das erste Mal, dass ich eine solche Einladung auch angenommen habe, da ich eigentlich nicht persönlich aus der Situation oder meiner Position profitieren wollte.
    Neben dem Fußballspiel waren vor allem die Gespräche die ich führen konnte sehr spannend. Ich bin mit einigen Menschen in Kontakt gekommen und habe dabei auch gemerkt, dass vieles rund um die Initiative außerhalb von Instagram gar nicht so präsent ist, wie ich manchmal denke und hoffe.

    Vielleicht war ich auch in den vergangenen Monaten mit diesen Mails sogar etwas zu zurückhaltend. Mir war immer wichtig, euch nicht mit ständigen Updates zu nerven. Gleichzeitig haben über 7.000 Menschen die Petition unterstützt – und vielleicht möchten einige davon doch etwas regelmäßiger erfahren, was eigentlich gerade passiert und aktiver teilhaben.

    Deshalb ganz ausdrücklich nochmal das Angebot: Wenn ihr Fragen, Hinweise, Ideen oder auch Kritik habt, antwortet einfach auf diese Mail. Ich lese jede Antworten selbst und freue mich über den Austausch.

    Ein Thema beschäftigt mich aktuell weiterhin: Trotz der doch enormen Unterstützung über GoFundMe sind von den bislang entstandenen Kosten derzeit vermutlich noch immer rund 9.000 Euro ungedeckt, die ich persönlich tragen muss.

    Gleichzeitig ist vor einigen Tagen ein Steuerberater auf mich zugekommen, der die Initiative verfolgt und angeboten hat, uns bei steuerlichen Fragen unentgeltlich zu unterstützen. Daraus ist gerade eine neue Überlegung entstanden:

    Wäre es vielleicht sinnvoll, einen unabhängigen Verein zur Stärkung von Mitgliederrechten und Vereinsdemokratie zu gründen?

    Wir prüfen nun, ob sich eine solche Struktur gemeinnützig gestalten ließe und damit perspektivisch auch steuerbegünstigte Spenden möglich wären. Denn solche Probleme mit der Vereinsdemokratie sind deutschlandweit in sehr vielen Vereinen weit verbreitet. Das Ganze ist bisher nicht mehr als eine Idee – aber ich finde den Gedanken zunehmend spannend.

    Mich würde deshalb interessieren, was ihr von dieser Idee haltet und ob Ihr daran interessiert wärt.Und genauso: Habt ihr vielleicht ganz andere Ideen, wie ich mit den noch offenen rund 9.000 Euro umgehen könnte, ohne einfach immer wieder denselben Spendenaufruf zu wiederholen und damit zu "nerven"? 

    Schreibt mir einfach zurück.

    Viele Grüße
    Pascal

  • Nach meiner erneuten Bitte um Befassung hat mir der Ehrenrat gestern mitgeteilt, dass er sich mit dem Thema nochmals inhaltlich befassen und mein Anliegen sorgfältig prüfen wird.

    Das begrüße ich ausdrücklich. Nach den bislang erfolglosen Gesprächen über eine einvernehmliche Lösung hoffe ich weiterhin, dass eine weitere gerichtliche Auseinandersetzung vermieden werden kann.

    Gleichzeitig sind die finanziellen Belastungen inzwischen erheblich. Eine weitere vorliegende Anwaltsrechnung allein für einen Teil des Berufungsverfahrens beträgt 6.461,22 €. Insgesamt liegen die Kosten inzwischen deutlich im fünfstelligen Bereich.

    Ich habe deshalb auf GoFundMe ein neues Transparenz-Update veröffentlicht und die Rechnung dort ebenfalls dokumentiert.

    Wer die rechtliche Klärung der Mitgliederrechte weiterhin unterstützen möchte, kann sich dort an den entstandenen Kosten beteiligen. Jede Unterstützung hilft – und selbstverständlich ist sie freiwillig.

    https://gofund.me/383c1712d

    Vielen Dank an alle, die das Verfahren bislang unterstützt und damit überhaupt ermöglicht haben.

  • Moin zusammen,

    die Gespräche mit Werder Bremen über eine einvernehmliche Lösung sind inzwischen ohne Ergebnis beendet worden.

    Ich habe mich in den vergangenen Wochen bewusst nicht zum Urteil des Landgerichts und zu den laufenden Gesprächen geäußert, weil ich einer gemeinsamen Lösung eine faire Chance geben wollte. Diese Chance habe ich bis zuletzt gesehen und dafür an mehreren Stellen erhebliche Zugeständnisse angeboten.

    Nun ist der Zeitpunkt gekommen, das Urteil offen einzuordnen.

    Ja: Werder Bremen hat das einstweilige Verfügungsverfahren gewonnen.

    Aber: Das Landgericht hat gleichzeitig ausdrücklich bestätigt, dass mein materieller Anspruch auf Herausgabe der E-Mail-Adressen der stimmberechtigten Mitglieder besteht. Gescheitert ist mein Antrag ausschließlich daran, dass die Kammer die besonderen Voraussetzungen für eine vorwegnehmende Leistungsverfügung im Eilverfahren nicht als erfüllt ansieht.

    Ob es mit dem Gebot effektiven Rechtsschutzes vereinbar ist, einen solchen ausdrücklich bestätigten und zeitgebundenen Anspruch im Eilverfahren nicht durchzusetzen, wird derzeit noch verfassungsrechtlich geprüft.

    Auch wesentliche Argumente Werders sind nicht durchgedrungen. Das Gericht stellt unter anderem fest, dass die Größe des Vereins dem Anspruch nicht entgegensteht, dass Presse und Social Media kein gleichwertiger Ersatz für vereinsinterne Kommunikation sind, dass ich mich nicht auf einen Treuhänder verweisen lassen muss und dass auch die DSGVO der Herausgabe nicht entgegensteht.
    Besonders bemerkenswert: Das Gericht begründet die fehlende Eilbedürftigkeit unter anderem damit, dass unter Verletzung meiner Mitgliedschaftsrechte zustande gekommene Beschlüsse „angreifbar nichtig sein dürften“.

    Werder hat damit zwar das Eilverfahren gewonnen – aber keine abschließende Rechtssicherheit für die kommende Mitgliederversammlung.

    Genau diese Rechtssicherheit wollte ich mit einer Einigung herstellen.

    Ich war bereit, auf die Herausgabe der Daten für die Mitgliederversammlung zu verzichten, kein Hauptsacheverfahren zu führen und aus der bislang streitgegenständlichen Kommunikationsfrage später keine Angriffe gegen die Beschlüsse der Mitgliederversammlung herzuleiten.

    Im Gegenzug habe ich eine angemessene Kommunikationsmöglichkeit, eine gemeinsame öffentliche Befriedung des Konflikts und eine faire Beteiligung an den inzwischen erheblichen Kosten erwartet.

    Am Ende lagen unsere Vorstellungen insbesondere bei der Kostenfrage aber zu weit auseinander.

    Das enttäuscht mich auch deshalb, weil die zuletzt diskutierte Lösung in ihrer Grundidee weitgehend dem entspricht, was ich Werder bereits zu Beginn angeboten hatte: Die Daten bleiben beim Verein, Werder übernimmt stattdessen die Kommunikation mit den Mitgliedern. Wäre dieser Weg damals ernsthaft aufgegriffen worden, wäre ein erheblicher Teil der inzwischen entstandenen Kosten vermutlich vermeidbar gewesen.

    Ich habe bis zuletzt versucht, eine Eskalation zu vermeiden – zuletzt auch mit einem persönlichen Schreiben an das geschäftsführende Präsidium und dem Angebot, die Sache noch einmal unmittelbar miteinander zu klären. Über die anwaltliche Vertretung wurde anschließend mitgeteilt, dass Werder an seinem bisherigen Angebot festhält.

    Damit muss ich nun entscheiden, wie der weitere Weg aussieht.

    Die bisherigen Gerichts- und Anwaltskosten liegen inzwischen im fünfstelligen Bereich. Umso dankbarer bin ich für die Unterstützung der vergangenen Tage: Es sind zahlreiche kleinere und auch einige sehr große Spenden eingegangen. Jeder einzelne Beitrag hilft dabei, die finanzielle Belastung auf mehrere Schultern zu verteilen.

    Wer diesen Weg ebenfalls unterstützen möchte, kann sich weiterhin an der Spendenaktion beteiligen:

    https://gofund.me/62c5d41e7

    Wie bisher gilt selbstverständlich: Über die Verwendung der Mittel werde ich transparent informieren.

    Danke an alle, die mich und die Mitgliederinitiative bis hierhin unterstützt haben.

    Viele Grüße
    Pascal

Wie viele Mitarbeiter hat Werder? Ach Moment, muss nur die Kontra-Argumente unten zählen... Ein Vorstand, der genauso stur wie sein Trainer agiert, essentielle Entscheidungen verbockt und wegen seines guten Herzens anstatt seiner Fachkompetenz eingestellt wurde, muss von Fans kritisert werden dürfen, aber an Seriösität mangelt es dem Verein mindestens so sehr wie an Geld, also sollte mal ein anderer Kurs her - Leihspieler lassen sich schwerlich verkaufen.

Die Petition hat das Potential, Werder ernsthaften Schaden zuzufügen... Grade zu einem solchen Zeitpunkt.

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