• Von: Yasmin Jura mehr
  • An: Deutscher Bundestag, Petitionsausschuss
  • Region: Deutschland
    Kategorie: Familie mehr
  • Status: Die Petition ist bereit zur Übergabe
  • Zeichnung beendet
  • 36 Unterstützer
    Sammlung abgeschlossen

Deutschland braucht ein generelles Pornographie-Verbot nach dem Isländischen Modell

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Die aktuelle Edathy-Affäre zeigt, wie sehr selbst "seriöse" Politiker in den Verschmutzungssumpf der Pornoindustrie gelangen können.

Ich möchte nicht die aktuelle Regierungskrise, die durch den bisherigen SPD-Vorzeigepolitker Sebastian Edathy ausgelöst wurde, kommentieren (zum Beispiel der daraus folgende Rücktritt des Bundeslandwirtschaftsministers und eh. Innenministers Hans-Peter Friedrich etc.). Ebensowenig möchte ich den Zeigefinger gegen Herrn Sebastian Edathy erheben, oder ihn vor Abschluss der Ermittlungen vorverurteilen.

So gelte für Herrn Edathy selbstverständlich bis zum Beweis des Gegenteils die Unschuldsvermutung!

Ich möchte allerdings die aktuelle "Edathy-Affäre" nur als Anlass nehmen, dass von Seiten des Bundestages wie auch der Bundesregierung darüber nachgedacht wird, ob die Gesetzänderung hinsichtlich des § 184 StGB aus dem Jahre 2008 ausreichend ist: nämlich das Grundproblem in unserer Gesellschaft zu lösen, dass v.a. Männer durch die Pornographie zu menschenunwürdigen Vorstellungen über die Frau und ihren Körper "erzogen" werden.

Meine These lautet: Der Konsum von Pornographie führt zur fatalen Umerziehung des Mannes (dem Hauptkonsumenten), vor allem wenn es sich um heterosexuelle Pornographie handelt, bei der der Mann der "Eindringer" und die Frau die "Erduldende" zu spielen hat.

Frauenpolitisch gibt es einigen Grund zum Optimismus: Die jetzige Bundesregierung hat die Verschärfung v. Quotenregulierungen für Frauen in der Wirtschaft angekündigt, die u.a. dazu beitragen sollen, dass der flächendeckenden Diskriminierung der Frau durch falsche maskuline Wahrnehmung gegengesteuert wird. Ebenso soll es zur allgemeinen Kriminalisierung von Freiern kommen, wenn sie die Dienste von Prostituierten annehmen, wenn diese sich dabei in einer "Zwangslage" befinden (welcher Art auch immer). Feministinnen begrüßen diesen wichtigen Schritt der Kriminalisierung von Freiern, da nämlich davon auszugehen ist, dass eine Zwangslage *grundsätzlich* vorliegt, wenn Frauen ihren Körper (und damit auch ihre Seele) als Ware verkaufen. Alice Schwarzer hat Recht, wenn sie sagt, dass *keine* Frau so etwas freiwillig tut.

Es passt nicht in ein aufgeklärtes Land wie Deutschland, welches stolz auf die Beachtung und Durchsetzung von Demokratie und Menschenrechte ist, wenn weiterhin kommerziell Frauen allgemein und grundsätzlich in ihrer Würde verletzt werden, indem Männer sie mit staatlicher Unterstützung als "Ware" betrachten dürfen.

Die Tatsache, dass in Deutschland Millionen von Männern Pornographie von Frauen als Sexobjekte konsumieren, diskriminiert die Frauenschaft im Allgemeinen. Diese verbreitete Unsitte widerspricht der Menschenwürde und damit dem Artikel 1 GG.

Dass mit dem § 184 StGB nun nicht nur der Besitz, Konsum oder die Verbreitung von Kinderpornographie bestraft wird, sondern nun auch der Besitz von zum Beispiel Bildern mit nackten Jugendlichen (in der einschlägigen Branche "Teens" genannt) in freizügigen Posen mit bis zu 3 Jahren Freiheitsstrafe geahndet wird, sehe ich als großen Fortschritt an.

Dieses Gesetz wurde unter der Altjustizministerin Brigitte Zypries verabschiedet und stellt einen Meilenstein der Arbeit der letzten Großen Koalition dar. In diesem Sinne erhoffe ich mir, dass die jetzige Große Koalition den § 184 StGB sich noch einmal genau unter die Lupe nimmt, und das Pornographieverbot nicht nur auf Frauen unter 18 Jahren als Darstellerinnen beschränkt (oder solchen, die zwar älter sind, aber wie "unter 18" aussehen, sog. "Scheinminderjährige"), sondern auf Frauen generell (d.h. jeden Alters).

Ebenso, wie beim Entwurf des Antiprostitutionsgesetz, erhoffe ich mir, dass wieder nicht die Frauen, die in der Zwangslage sind, sich pornographisch präsentieren zu müssen, bestraft werden, sondern die "Zuhälter" der Pornoindustrie und die "Freier" der Pornoindustrie. Mit letzteren meine ich all diejenigen v.a. Männer, die Pornographie besitzen, konsumieren, oder gar sich dadurch sexuell betätigen.

Zurück zum Beispielfall Edathy: Sollten sich hier die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft bestätigen, so müsste Herr Edathy *zu Recht* verurteilt werden, und (da es sich bei ihm nicht nur um einfach Pornographie oder Jungendpornographie handelt, sondern gar Verdacht auf Kinderpornographie) mit einer Freiheitsstrafe bis zu 5 Jahren rechnen.

Immer wieder ärgere ich mich, dass unser Staat mit Sexualverbrechern wie Frauenvergewaltigern oder Kinderschändern viel zu mitleidig umgeht. Diese Perversen müssen eingesperrt werden. Dazu muss das Strafrecht geändert werden, dass dafür gesorgt wird, dass Männer nicht zu diesen Perversionen erzogen werden, in dem sie frauenverachtende Pornographie konsumieren.

Begründung:

Island hat in dieser Entwicklung wieder Vorbildfunktion (siehe www.katholisches.info/2013/06/19/island-will-online-pornographie-verbieten-erstes-pornofreies-land/). Warum nicht auch in Deutschland?

Was würde ein generelles Pornographieverbot bringen? Männer hätten wieder mehr Zeit für ihre Ehefrauen und ihre Familien. Es gäbe weniger Vergewaltigungen, weniger Gewaltverbrachen, weniger Ungerechtigkeiten, weniger Diskriminierungen gegenüber Minderheiten.

Der männliche, vor allem Frauen diskriminierende heterosexuelle Trieb muss staatlicherseits kontrolliert werden (bei Kinder diskriminierender Pädophilie ist diese Kontrolle ja bereits durch § 184 b StGB vorhanden), so dass er vor allem den Familien nutzt (im Sinne von Fortpflanzung oder wahrer Liebe der Frau gegenüber), und auf gar keinen Fall außer Kontrolle geraten kann. Das Leid vieler sexuell misshandelter Frauen und Kinder spricht dafür Bände.

Ich möchte hier auf keinen Fall missverstanden werden, irgend eine Schelte gegen Männer durchzuführen. Frauen und Männer sind von Natur aus gleich. Erst unsere Gesellschaft und ebenso falsche Politik hat dazu geführt, dass vor allem Männer zu Gewaltverbrechern und Sexualstraftätern geworden sind. Schuld daran ist auch die allgemein akzeptierte Pornographie.

Pornographie muss daher wieder geächtet werden, ebenso jeglicher Konsum von ihr. Dies lässt sich nur durch eine Gesetzesänderung im Sinne einer Erweiterung des § 184 StGB bewerkstelligen, die *grundsätzlich den Besitz* von pornographischem Material jeglicher Art unter Androhung einer Freiheitsstrafe verbietet.

Männer, die Pornographie konsumieren, vergreifen sich an Frauen: erst virtuell und dann auch reell -- es ist immer eine Frage der Zeit. Millionen Opfer sexueller Gewalt, deren Täter vorher in Pornographie ein menschenverachtendes Frauenbild antrainiert wurden, sprechen eine klare Sprache.

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Osnabrück, 14.02.2014 (aktiv bis 13.08.2014)


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PRO: Das was Beate Uhse geschafft hat ist kein Erfolg, sondern eine Rückentwicklung der Menschheit. Die Handlungen in Pornos sind menschenunwürdig. Der legale Konsum von Pornographie bringt der Gesellschaft nur Nachteile mit sich. Konsumierer haben oft hohe ...

PRO: Pornografie trägt garantiert nicht zur Gleichberechtigung und Gleichstellung der Menschen in Deutschland bei. Bei allen rechtlichen Problemen, die ein Verbot mit sich bringt, und hier wäre eine genaue Debatte nötig - wir brauchen generelles Problembewusstsein ...

CONTRA: Mit Vollgas zurück in die 50-er Jahre. Das was Beate Uhse geschafft hat, dass Pornos legal konsumiert werden können, wollen Sie abschaffen ? Mit welchem Recht. Ich sehe in Pornos nun wirklich keine Diskriminierung von Frauen. Die Emanzpation der Frauen ...

CONTRA: Verbote statt Aufklärung und Sensibilisierung! Unterdrückung statt offenen Umgang mit dem Thema! Das wird helfen, sehen wir ja überall.

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