Es geht um die Änderung des Landeshundegesetzes NRW in Bezug auf sogenannte "gefährliche Hunde" und "Hunde bestimmer Rassen".

Oberstes Ziel dieser Petition:

Das Ändern von §3 Abs. 2, LHundG NRW:

In diesem Paragraph wird behauptet Hunde der Rassen Pittbull Terrier, American Staffordshire Terrier, Staffordshire Bullterrier und Bullterrier und deren Kreuzungen seien grundsätzlich gefährlich.

Meine Forderung ist, dass bei allen Hunden dieser Rassen zunächst die "Unschuld"/"Ungefährlichkeit" vermutet werden muss!

Diese Vermutung soll dann per Gesetz, durch einen Wesenstest, nach Vollendung des zweiten Lebensjahres, bestätigt oder eben widerlegt werden müssen. Erst wenn dieser Test nicht bestanden wird, sollen alle weiteren Auflagen und Pflichten des LHundG NRW greifen. (Ausnahme: Die Auflagen, dass ein Hundehalter seine Sachkunde und Zuverlässigkeit nachweisen muss sind sinnvoll und sollen daher unverändert bestehen bleiben.)

Der § 9 Zucht-, Kreuzungs- und Handelsverbot, Unfruchtbarmachung soll entfernt werden.

Gleiches soll natürlich auch für "Hunde bestimmter Rassen" gelten.

Sollte das oben genannte Ziel nicht erreicht werden:

Auch wenn ein sogenannter "Listenhund" in NRW seinen Wesenstest bestanden hat, darf / muss der Halter:

  1. weiterhin die höheren Steuern zahlen
  2. nur einen Listenhund gleichzeitig ausführen (aber theoretisch 5 Schäferhunde)
  3. den Hund nur an Personen zur Aufsicht geben, welche die selben Auflagen wie der Halter erfüllen. (was zum Beispiel schon einen Kurzurlaub schwer gestaltet)

Das muss geändert werden!

Begründung

WARUM SOLLTE DIESES GESETZ GEÄNDERT WERDEN?

  1. Ganz einfach: Es gibt keinerlei wissenschaftliche Hinweise, oder gar Beweiß dafür, dass diese Rassen aggressiver sind als andere.

Dr. Dorit Feddersen-Petersen, Universität Kiel:

Verhaltensbiologisch ist die "gefährliche Rasse" nicht zu benennen, es ist naturwissenschaftlich so unsinnig wie unbewiesen, einer Hunderasse a priori, also ohne Berücksichtigung der feindifferenzierten Verzahnung von genetisch bedingten Handlungsbereitschaften und den obligatorischen Lernvorgängen, eine gesteigerte "Gefährlichkeit" zuzuschreiben.

  1. Die Tiere kommen wegen all der Auflagen und Vorurteile nur schwer aus Tierheimen frei und belasten damit die Kommunen/Tierheime.

  2. Diese Rassen sind wunderbare Familienhunde und es wäre schön wenn einem die Haltung vereinfacht werden könnte.

  3. Es handelt sich einfach um eine Ungerechtigkeit den Tieren und den Haltern gegenüber.

  4. Es sind in den letzten 40 Jahren "nur" 4 Menschen in Deutschland durch Angriffe sogenannter Kampfhunde ums Leben gekommen. Bei dem allseits beliebten und von keiner Auflage betroffenen Deutschen Schäferhund, sind es knapp 30 Tote! Allein das zeigt die Unsinnigkeit der momentan geltenden Rasselisten.

  5. Maulkorb und Leinenzwang führen dazu, dass die Tiere nicht richtig sozialisiert werden können.

ABER DAS SIND DOCH KAMPFHUNDE?

Ja, diese Tiere wurden ursprünglich für Hundekämpfe sehr stark und robust gezüchtet, aber durch die Zuchtgeschichte dieser Rassen weiß man, dass diesen Tieren bewusst eine Beiß-Hemmung gegenüber Menschen angezüchtet wurde, um eben zu verhindern, dass in einem Hundekampf auch die Halter selbst verletzt werden. Außerdem sind Hundekämpfe kein gerade populäres Problem in NRW.

Zum weiteren Ziel:

Es ist doch nur logisch und simpel: wenn ein Hund nachweislich friedlich ist, wieso sollte der Halter dann weiterhin die Auflagen für einen "gefährlichen Hund" erfüllen? Das ergibt einfach keinen Sinn und muss daher umgehend geändert werden!

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Daniel Kemper aus 47058
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Fehler im Titel der Petition. Es muss nicht geändert, sondern verschärft heißen. Bitte ändert das. Seid bitte vorsichtig, sowohl Halter als auch die Tiere können völlig unberechenbar reagieren.

Contra

Noch kein CONTRA Argument.