Die Kolibri-Grundschule in Hellersdorf ist eine Schule, in der ein Miteinander, Vielfalt und Toleranz gelebt werden. Eine Schule, in die unsere Kinder gerne gehen. Eine Schule, die überdurchschnittliche Ergebnisse, einzig durch das unermüdliche Engagement des Kollegiums bis an die Belastungsgrenze, erzielt. Eine Schule, in der Lehrer/innen, Erzieher/innen, Sozialarbeiter/innen und Eltern für unsere Kinder Hand in Hand zusammenarbeiten, um gravierende Probleme der schulischen Infrastruktur auszugleichen. Die außerunterrichtlichen und außerschulischen Aktivitäten suchen ihresgleichen im Bezirk. Kurz, diese Schule mit all ihren kleinen und großen Kolibris ist einfach toll.

Sie, Herr Regierender Bürgermeister, sind angetreten, auf die Menschen zuzugehen, ihnen zuzuhören. Tun Sie dieses, denn diese Probleme machen diese Schule kaputt!

  1. Sicherheit: Mit Beginn des Schuljahres 2018/19 werden ca. 800 Kinder die Schule besuchen. Im Klartext bedeutet das, dass mit Beginn des neuen Schuljahres 450 Kinder der Schulanfangsphase (1.-3.Klasse) im Gebäude ‚herumwuseln‘. Das beherrscht kein Team. Die Schulleitung hat schon des Öfteren auf diese eklatante, die Sicherheit unserer Kinder gefährdende, Situation hingewiesen. Im Extremfall, der eine vollständige Evakuierung aller Kinder und Lehrkräfte erfordert, ist die Sicherheit dieser nicht mehr gewährleistet.

  2. Kapazität: Die Schule hat sich von der Anzahl der Schülerinnen und Schüler sowie Pädagoginnen und Pädagogen in den vergangenen vier Jahren mehr als verdoppelt. Von ehemals 350 Schülerinnen und Schülern wird sich die Kapazität der Schule mit der Einschulung 2018/19 auf knapp 800 Schüler/innen und 90 Pädagog/inn/en erhöhen. Sie ist damit die größte Grundschule in Marzahn-Hellersdorf. Die Schule hat bereits 2016 die Kapazitätsgrenze überschritten, es erfolgte eine Auslagerung (Filialbetrieb) in die Sabine Ball Schule. Bereits das vierte Mal in Folge muss diese Schule auch in diesem Jahr, sechszügig (6 erste Klassen) einschulen. Dazu werden die letzten verbliebenen Fachräume zu Klassenzimmern umgebaut. Jede/r siebente Schüler/in der Kolibri-Grundschule hat unterschiedliche Defizite, aber es gibt keine Rückzugsmöglichkeiten mehr für diese Kinder, die einer besonderen Fürsorge und Zuwendung bedürfen. Die sanitären Anlagen sind nicht auf 800, sondern 350 Kinder ausgelegt. 250 Kinder in der 3. Etage teilen sich sechs Toilettenbecken. Unvorstellbare Zustände.

  3. Zustand: Der Schulhof ist in einem katastrophalen Zustand, eine Brache, mit nur wenigen nutzbaren Bereichen, aber dafür mit vielen gefährlichen Stellen. GEV, Schulleitung, eFöB, kämpfen seit 2015 darum, dass dieser Schulhof saniert wird. Wir hatten die Zusage, dass 2018 mit der Sanierung (ca. 800.000 €) begonnen wird. Der derzeitige Stand: Baubeginn 2. Quartal 2019. Das Geld steht bereit, aber die Planungen sind noch nicht einmal abgeschlossen, ja noch nicht einmal in der Fertigstellungsphase. Diese Information erreichte die Schule in der vergangenen Woche. Das heißt, eine sach- und fachgerechte Betreuung der Kinder während und nach dem Unterricht ist auch weiterhin nicht gegeben.

  4. Mensa: Die Mensa ist für ca. 200 Kinder ausgelegt, 650 Kinder nehmen an der Essensversorgung teil. Auch dieses Thema steht seit 2014 ff.. Die Platzkapazität der Mensa beträgt 94 Plätze. Die gesamte Planung der Schule, von den Pausen bis zur Stundenplanung, ist auf das Mittagessen ausgerichtet. Der Umbau der Mensa wurde der Schule für 2018 zugesichert. Das Geld (ca. 750.000 €) sollte aus dem Budget des BU (baulicher Unterhalt) bereitgestellt werden. Das wurde vom Senat abgelehnt und als Investition eingestuft. Die Investition soll in 2020 erfolgen. Als ‚temporäre‘ Zweijahreslösung ist die Nutzung des Mehrzweckraumes im Gespräch und der Planung. Damit wird der Schule der einzige große Raum für schulische (HEUREKA, Rezitatorenwettbewerb, Mathematik-Olympiade, Kängeru-Wettbewerb), kulturelle Veranstaltungen, Wettbewerbe, Bundesweiter Vorlesetag, Dienstberatungen, Feierlichkeiten usw. zweckentfremdet.

  5. Sporthalle: Die Schule verfügt über zwei Sporthallen, eine davon ist derzeitig gesperrt, da der Fußboden dieser Halle vollständig marode ist. Die zweite Sporthalle, steht aus der gleichen Problematik kurz vor dem Exitus, sprich der Sperrung. Mitte März wurde der GEV und dem Fachbereich Sport durch das Bezirksamt zugesichert, dass beide Sporthallen bis zum Ende des Jahres saniert werden. In dieser Woche erhielten wir die Auskunft, dass die Sanierung auf unbestimmte Zeit verschoben wird (Kapazitätsprobleme). Ein erneuter Tiefschlag …

Begründung

Folgen Sie unserer Petition, weil es um unsere Kinder und deren verbrieftes Grundrecht auf Sicherheit und uneingeschränktes Lernen geht. Weil es um unsere Kinder geht, deren Recht auf Sport, Spiel und Erholung kein Senat kleinreden darf. Weil es um unsere Eltern geht, die ihre Kinder entsprechend dem Berliner Schulgesetz betreut und gefördert wissen wollen. Kinder sind die Zukunft und damit auch die Zukunft dieser Stadt.

Wir, die Eltern der Kolibri-Grundschule, fordern sie auf, all Ihren Einfluss geltend zu machen und Kraft Ihres Amtes gegen Ihren eigenen Senat und das Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf vorzugehen, denen die Sicherheit der Schülerinnen und Schüler der Kolibri-Grundschule völlig egal scheint,

gegen den Senat und das Bezirksamt vorzugehen, die die hygienischen Bedingungen an der genannten Grundschule nicht interessieren,

gegen den Senat und das Bezirksamt vorzugehen, welche billigend in Kauf nehmen, dass unsere Kinder in der Kolibri-Grundschule ihr Mittagessen unter unwürdigen Bedingungen und extremen Zeitdruck hinunterschlingen müssen,

gegen den Senat und das Bezirksamt vorzugehen, der, obwohl die finanziellen Mittel bereitstehen, wissentlich mit Kenntnis der Situation, die Sanierung des Schulhofes und den Umbau der Mensa ständig ‚torpedieren‘ und Jahr für Jahr zurückstellen.

gegen den Senat und das Bezirksamt vorzugehen, die im vollen Wissen diese Schule ‚abwirtschaften‘.

Unsere Kinder, die Mädchen und Jungen der Kolibri-Grundschule, haben keinen Platz zum Lernen, Spielen, Essen, können bald auch keinen Sport mehr treiben und können nicht angemessen ihre Notdurft verrichten …

Sie, Herr Bürgermeister, haben es in der Hand, ständige Verstöße gegen das Berliner Schulgesetz durch verschiedene Fachbereiche des Senates zu beenden.

Sie, Herr Bürgermeister, haben es in der Hand, Zeichen zu setzen, welche von den Menschen verstanden und akzeptiert werden, um ständige Kompetenzstreitigkeiten auf dem Rücken unserer Kinder zwischen den Fachbereichen des Senates und dem Bezirksamt zu unterbinden.

Sie, Herr Bürgermeister, haben es in der Hand, dieser Schule Hilfe und Unterstützung zu geben.

Sie, Herr Bürgermeister, haben es in der Hand, etwas Vertrauen bei den Kindern, Eltern, Lehrer/inne/n und Erzieher/inne/n in die Politik des Senates zurückzugewinnen.

Die Unterzeichner dieser Petition fordern:

  • Sofortige Untersuchung der genannten Themenkreise und Bestandsaufnahme.

  • Bildung einer Arbeitskommission mit Entscheidern aus den Senatsverwaltungen für Bildung, Jugend und Familie; für Finanzen; für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung sowie für Inneres und Sport, der Schule mit der erweiterten Schulleitung, der Gesamtelternvertretung, der ‚Ergänzenden Förderung und Betreuung‘, dem Bezirksamt, Stadträt/inn/en und Bürgermeisterin.

  • Erstellung eines Planes zur kurzfristigen Hilfe,

  • Erstellung eines neuen schlüssigen Evakuierungsplanes für die Kolibri-Grundschule

  • Schnellste Umsetzung dieser Pläne.

Beschlossen am 17.05.2018 von der Gesamtelternvertretung der Kolibri-Grundschule.

gezeichnet

Harald Lolischkies, Sprecher der GEV, Thoralf Herz, stellv. Sprecher der GEV

Das Sommerfest, welches am Samstag, den 26.05.2018 stattfand, war auch für unsere Petition ein voller Erfolg. Insgesamt unterschrieben vor Ort noch einmal 145 Unterstützer. Dafür danken wir sehr herzlich!

Inzwischen haben wir auch Post von der Senatsverwaltung für Finanzen erhalten, in der uns Herr Staatssekretär Klaus Feiler mitteilt, dass für die Maßnahme "Umbau der Mensa der Kolibri-Grundschule" ausreichend Mittel zur Verfügung stehen. Er habe bereits in einem Schreiben vom 05.03.2018 nach Nr. 31 Abs. 2 HWR 2018 einen Vorgriff auf die Investitionspauschale der Folgejahre erlaubt. Ein sofortiger Planungsbeginn nach Nr. 2.2.2 AV § 24 LHO sei nochmals in einem Schreiben vom 21.03.2018 klargestellt und gestattet worden und die für die Baumaßnahmen erforderlichen außerplanmäßigen Ausgaben können nach Vorliegen der Kostenberechnung bei der Haushaltsabteilung des Senats entsprechend beantragt werden.

Die Elternvertreter haben das vollständige Schreiben per Mail erhalten. Eine Veröffentlichung hier war leider nicht möglich.

Lasst uns trotz dieses Teilerfolges weitermachen, um dafür Sorge zu tragen, dass die Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen Berliner Senat und Bezirksamt endlich vernünftig funktioniert und keinen Platz für Kompetenzgerangel lässt.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Thoralf Herz aus Berlin
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Pro

Ich wollte unterschreiben, bin dann aber in dieses Gebiet gegangen. Dort habe ich kein Gewässer gesehen, daß z.B. bei Überschwemmung die Schule untergehen kann. Oder soll die Überschwemmung aus einer undichten Wasserleitung kommen. Geistig und moralisch (wenn Sie das meinen) ist doch schon lange untergegangen, eine vesiffte , versaute , dreckige Stadt.

Contra

Noch kein CONTRA Argument.

Warum Menschen unterscheiben

  • vor 4 Tagen

    Mein Sohn wird dieses Jahr eingeschult und es ist beängstigend,wenn ichdaran denke,dass er an eine völlig überfüllte Schule kommt, wo es weder genügend Platz für Unterricht, Essenspausen, noch ausreichend Toiletten gibt!!!! Und ich möchte nicht daran denken,was bei einem Brandfall passieren kann. Warum handelt dieses Land immer erst dann,wenn etwas passiert ist?!?!

  • vor 5 Tagen

    Weil es um unsere Kinder geht.

  • vor 5 Tagen

    Weil unsere Kinder unser wichtigstes Gut sind.

  • vor 5 Tagen

    Gebildete Menschen sind unsere Zukunft Jeder hat das Recht auf Bildung auch in Brennpunkt Bezirken

  • vor 5 Tagen

    Weil ich als staatlich anerkannte Sozialarbeiterin die genannten Missstände unhaltbar finde und grundsätzlich der Meinung bin, dass endlich mehr Geld in die Bildung investiert werden muss. Vor allem im Vorschulischem und Grundschulbereich.

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