Region: Germany

E-Rechnung soll kostenfrei bleiben

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Deutscher Bundesrat, Bundesministerium der Finanzen, Finanzausschuss des Bundestages

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  1. Launched December 2025
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Petition addressed to: Deutscher Bundesrat, Bundesministerium der Finanzen, Finanzausschuss des Bundestages

Nach der E-Rechnungs-Lese- (seit dem 01.01.2025) und der -Schreibpflicht (zum 01.01.2027 beziehungsweise 01.01.2028) ist eine verpflichtende Übermittlung von elektronischen Rechnungen ans Finanzamt (zwischen innerdeutschen Unternehmen ab 250€) geplant [1][2]. Ähnliche, ebenfalls mit der europäischen Vat-in-the-digital-Age-Richtline [3] in Verbindung zu bringende Pläne in Frankreich erfordern dafür verpflichtend Dienstleister, die sich kostenpflichtig gegenüber dem Staat und anderen Stellen zertifizieren, und die diese Kosten an die Kunden=Rechnungssteller, weiter geben [4]. Diese Dienstleister arbeiten mit teils aggressivem Marketing und es bilden sich erste Gegeninitiativen [5].

Ähnliche, auch in Deutschland bereits bestehende EDI-Dienstleister wie Peppol sind vor allem für KMUs oft uninteressant und legen Kosten für direkte (wie für das Peppol-Zertifikat) und indirekte Zertifikatsfolgekosten (wie für die für Peppol notwendige ISO27001-Zertifizierung) auf Nutzer um.

Mit den dem Bundesrat vorzulegenden näheren Bestimmungen [1] droht grundlos eine Frankreich-ähnliche Verpflichtung für deutsche Unternehmen, Dienstleister für die Übermittlung ans kommende USt-Meldesystem zu nutzen.

Diese Petition fordert direkte Schnittstellen statt indirekter Dienstleister: Dienstleister sind weiter optional zu halten und Zertifikate auf ein absolutes, kostenloses Minimum zu begrenzen: Die Übermittlung soll durch offene (und kostenlos zu nutzende) Standards möglich sein, sodass Rechnungsversand auch digital weiter kostenlos, ohne Abos, monatliche oder Einzelkosten (in etwa vergleichbar mit einem e-Rechnungsporto) möglich ist. Alternativen (wie [6]) ohne Zertifizierungszwang oder mit kostenlosen Zertifikaten sind zu erweitern oder zu entwickeln beziehungsweise aufzubauen.

Reason

Eine vergesetzlichte Dienstleisterpflicht begünstigt grundlos große kommerzielle Anbieter, führt zu einer Mehrbelastung der Wirtschaft, die durch die E-Rechnungspflicht sowohl explizit [7] als auch implizit ohnehin gerade große organisatorische und finanzielle Aufwendungen in kürzester Zeit zu treffen hat. Sie führt absehbar zu einem Rückbau gerade erst eingeführter Anforderungen, wie der Verpflichtung zum Empfang von elektronischen Rechnungen per E-Mail und unterdrückt Open-Source und offenen Standards durch eine zusätzliche, unnötige Vermittlerschicht.

Ich persönlich bin Einzelgewerbe und versende und empfange elektronische Rechnungen und habe E-Rechnungs-Open-Source beigetragen [8].

[1] Wachstumschancengesetz im Bundesgesetzblatt 108/2024 Art 23 S. 24
[2] Matrix-Darstellung in inoffizieller FAQ
[3] Vida Richtlinien (EU) 2025/516-518
[4] Liste der französischen APs und deren Reseller
[5] PDPlibre
[6] ehem. Elster-Schnittstelle
[7] Stellungnahme der acht Spitzenverbände der Deutschen Wirtschaft zum Referentenentwurf des WCG, S.39
[8] Mustang und Quba

Thank you so much for your support, Jochen Stärk, Frankfurt
Question to the initiator

Petition details

Petition started: 12/28/2025
Collection ends: 06/27/2026
Region: Germany
Topic: Economy

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Why people sign

Grundlegende für den Wirtschaftsbetrieb notwendige Schnittstellen müssen technisch sauber, transparent und offen betrieben werden.

Warum soll man für eine verpflichtende Meldung nicht zum Beispiel auch ELSTER nutzen können.
Hier geht es nur darum lückenlos alle Rechnungen zu sehen, steuerlich verarbeiten und um eine dauerhafte Finanzkontrolle zu erlangen

Unternehmen müssen entlastet werden! Unsere Wettbewerbsfähigkeit muss wieder hergestellt werden. Ohne Unternehem (insbesondere KMU) gibt es kaum wirtschaftliche Zukunft!

Wenn schon staatlich verordnetes Pflichtreporting, dann sollte der Staat auch die entsprechenden Wege dafür bereitstellen. Kostenlos!

Ich sehe wie Bürokratismus zu Kosten führt, die keiner tragen möchte und bei den Unternehmern hängen bleiben.

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