Ich fordere den Freiburger Gemeinderat auf, an dem Ort an dem Rosa Luxemburg 1914 gegen den drohenden Weltkrieg gesprochen hat, eine Erinnerungstafel anzubringen. Die "Anti-Kriegstafel" soll warnende Worte der Antimilitaristin aus der Freiburger Rede enthalten und die historische Kundgebung vom 7. März 1914 würdigen.

Begründung

In diesem Sommer jährt sich zum 100. Mal der Beginn des Ersten Weltkrieges, der von vielen Historikerinnen und Historikern als die "Urkatastrophe" des 20.Jahrhunderts bezeichnet wird. In der öffentlichen Rezeption des organisierten Massenmordes von 1914 bis 1918 wurde über Generationen vor allem die "Kriegsbegeisterung" infolge des sogenannten "Augusterlebnisses" herausgestrichen. Wenig erfahren wir über jene Menschen , die sich den Kriegsvorbereitungen in Massendemonstrationen und Kundgebungen entgegenstellten. In Freiburg gab es einen beeindruckenden Auftritt der Sozialistin Rosa Luxemburg, die im Stadtgarten vor 4000 Menschen, in eindringlichen Worten vor dem heraufziehenden Weltkrieg warnte und den deutschen Militarismus geißelte. Wenige Meter von der Stelle entfernt, an der Rosa Luxemburg gegen das staatlich verordnete Töten sprach, steht heute eine mit Eichenlaub bekrönte Säule, die weniger an Kriegstote der Weltkriege erinnert, als deren Opfer zu Helden stilisiert. Dem Kriegsdenkmal sollte im Stadtgarten eine Anti-Kriegstafel gegenüber gestellt werden. Kein weiteres Monument, keine aufragende Betonsäule- sondern die prophetischen Worte einer hellsichtigen Kriegsgegnerin. An dieser Stelle soll einmal nicht derer gedacht werden, die sich in ein sinnloses Schlachten führen ließen, sondern derer, die sich dem organisierten Massenmord entgegenstellten und laut "Nein" sagten.

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Neuigkeiten

  • Am Mittwoch 15. Juli 2015 um 19 Uhr in der AWO-Begegnungsstätte mit Birgit Heidtke und Theodor Bergmann.

  • Liebe UnterzeichnerInnen!
    Das neue Jahr beginnt mit einer lokal- und friedenspolitischen Enttäuschung: Wie ich soeben erfahren habe, verweigern die Fraktionen von SPD und Grünen die Unterstützung für eine Anti-Kriegstafel, die im Stadtgarten an die Rede Rosa Luxemburgs von 1914 erinnern sollte. Wahrend es beide Fraktionen jahrzehntelang nicht anstössig fanden, dass es im Stadtbild jede Menge revanchistischer und kriegsverherrlichender Monumente gibt, verweigern sie sich einer kleinen Tafel, die zum Frieden mahnen sollte. Dies natürlich nicht ohne Hintergrund: Wer weltweite Kriegseinsätze wieder zu seinen politischen Optionen zählt, möchte nicht an eine antimilitaristische Rede in Freiburg erinnert werden. Wer deutsche Waffen für einen Exportschlager hält, will nichts von der friedlichen Solidarität der Völker lesen. Hätten Rosa Luxemburgs klare Worte Sozialdemokraten und Grüne zu sehr an den desaströsen Kriegseinsatz in Afghanistan erinnert, dem beide Parteien zugestimmt haben? Die scharfen Anklagen Rosa Luxemburgs in ihrer Freiburger Rede gegen Militarismus und Kriegspropaganda hätten vielleicht manche Grüne, manchen Sozialdemokraten schmerzlich an die eigenen pazifistischen Wurzeln erinnert. Kein Grund deshalb die eigene Geschichte zu entsorgen. Rosa Luxemburgs Freiburger Aufruf gegen den Krieg rief seinerzeits den Stattsanwalt auf den Plan, heute schweigt man die Mahnerin lieber tot. An die schäbige Haltung der beiden Fraktionen zu unserer kleinen Anti-Kriegs-Initiative werden wir uns bei künftigen Wahlen erinnern. Wir müssen uns nun andere Wege überlegen, Rosa Luxemburgs Warnung vor dem Weltkrieg dem drohenden Vergessen zu entreißen.
    Ich wünsche allen UnterzeichnerInnen ein frohes, gesundes und vor allem friedliches 2015
    Rüdiger Binkle

  • Liebe UnterzeichnerInnen der Petition für eine Anti-Kriegstafel
    Das neue Jahr beginnt für uns mit einer lokalpolitischen Enttäuschung. Wie ich soeben erfahren habe, verweigern die Fraktionen von SPD und Grünen die Unterstützung für eine Anti-Kriegstafel, die im Stadtgarten an Rosa Luxemburgs Rede von 1914 erinnern sollte. Während es beide Fraktionen über Jahrzehnte nicht anstößig fanden, dass revanchistische und kriegsverherrlichende Monumente im Stadtbild stehen, verweigern sie sich einer kleinen Erinnerungstafel, die zum Frieden mahnt. Dies sicherlich nicht ohne Grund: Wer weltweite Kriegseinsätze zu seinen politischen Optionen zählt, will offensichtlich auch in Freiburg nicht an die Rede einer Kriegsgegnerin erinnert werden. Wer den Weg für Waffenexporte in alle Welt ebnen möchte, will nichts von der Solidarität der Völker wissen. Wer Politikern applaudiert, die wieder junge Menschen ins Feld ziehen lassen wollen, möchte nichts von Rosa Luxemburgs Aufruf, das Morden zu verweigern hören. Wir müssen uns nun andere Wege überlegen, wie wir Rosa Luxemburgs mutige Worte gegen den Krieg dem drohenden Vergessen entreißen.
    Können wir uns durch Parteien, durch StadträtInnen, die so fahrlässig mit unserer Vergangenheit umgehen politisch vertreten fühlen? Wir werden uns bei künftigen Wahlen an die schäbige Haltung der beiden Fraktionen erinnern.
    Ich wünsche allen UnterzeichnerInnen ein schönes, gesundes und vor allem friedliches 2015
    Rüdiger Binkle

Pro

es ist höXte zeit, den vielen kriegerdenkmälern etwas entgegen zu stellen ! wo sind die aktiven deserteure ?

Contra

Ich bin generell gegen Mahnmale/Tafeln/Denkmäler. Egal, was sie aussagen: Sie werden fast immer so wahrgenommen wie eben diese Helden-Gedenken-Denkmäler, nämlich gar nicht oder mit Ärger. Sie haben etwas Totes. Es gibt so viele Möglichkeiten mit lebendiger Kommunikation auf Menschen zu wirken, dass man solche Dinge nicht braucht.. Ich würde sofort eine Petition unterschreiben, die die Entfernung aller Denkmäler fordert - pflanzt lieber Bäume!