Die halbjährliche Uhrumstellung

motive

Energiebedarf Eine der offiziellen Begründungen für die Einführung der Sommerzeit war die Einsparung von Energie, sie ist allerdings bis heute umstritten. Was die Einsparung in den Haushalten betrifft, so wurde beispielsweise 2008 durch Vergleich des Stromverbrauchs von knapp 224.000 Haushalten in Teilen von Indiana, wo die Sommerzeit teilweise erst 2006 eingeführt wurde, festgestellt, dass der Stromverbrauch nach der Umstellung auf die Sommerzeit um ungefähr 1 Prozent anstieg. Das ursprünglich verfolgte Ziel der Energieeinsparung konnte also nicht erreicht werden, vielmehr fiel die Energiebilanz sogar ungünstig aus, da „geringfügige Einsparungen im Frühjahr einem umso stärkeren Stromverbrauch im Spätsommer und Herbst“ entgegenstanden. Insbesondere ein erhöhter Heizbedarf in den frühen Morgenstunden und eine stärkere Nutzung von Klimaanlagen an den längeren Nachmittagen und warmen Sommerabenden erhöhten insgesamt den Energieverbrauch, wofür die Einwohner der untersuchten Teile Indianas rund 8,6 Millionen US-Dollar pro Jahr mehr zahlten. Die Verfasser berechneten zudem die Kosten der stärkeren Umweltverschmutzung für die Gesellschaft auf jährlich 1,6 bis 5,3 Millionen Dollar.

Technischer Aufwand Alle Uhren müssen zweimal im Jahr umgestellt werden. Immer mehr Uhren werden heute über ein Funksignal (Funkuhr) automatisch gestellt, viele müssen aber insbesondere in Privathaushalten nach wie vor manuell umgestellt werden. Computeruhren können ebenfalls automatisch über eine Funktion des Betriebssystems gestellt werden. Allerdings gibt es Rechnerprogramme mit Echtzeitfunktion, die die Betriebssystemfunktion zur Sommerzeitumstellung nicht nutzen und manuell umkonfiguriert werden müssen. Das gleiche Problem gibt es auch bei Schaltsekunden. Bei der Umstellung zunächst vergessene Uhren, zum Beispiel in Fotokameras, können später für Verwirrung sorgen. Problematisch können die Ereignisaufzeichnungen von solchen Uhren sein, die von einem autorisierten Personenkreis betreut werden, wenn die Umstellung erst einige Tage später vorgenommen wird und die gespeicherten Zeiten und darauf basierende Auswertungen somit falsch sind. Psychologen und Mediziner haben negative Auswirkungen der Zeitumstellung festgestellt, da sich die Anpassung des chronobiologischen Rhythmus des Organismus als problematisch herausgestellt hat. Besonders Menschen mit Schlafstörungen oder organischen Erkrankungen haben hier offenbar größere Schwierigkeiten. Fazit: Geld konnte nicht eingespart werden, und die Uhrumstellung ist mit zum Teil erheblichen Nachteilen verbunden!

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Wie die Zeitumstellung die Gesundheit schädigt Münchner Forscher werteten die Daten von 55.000 Menschen aus. Siehe da: Die Auswirkungen der Zeitumstellung auf den menschlichen Organismus sind größer als bislang bekannt. Die Aktion stört die natürlich Zeitanpassung des Menschen empfindlich. Die Auswirkungen der Zeitumstellung auf den menschlichen Organismus sind einer Studie zufolge größer als bislang bekannt. Zu diesem Schluss kommen Forscher um den Chronobiologen Till Roenneberg von der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität. "Das Argument, bei der Zeitumstellung handele es sich nur um ein

contra

Ich würde auch sofort eine Petition gegen die Zeitumstellung unterstützen, aber für die beibehaltung der Sommerzeit, damit es im Winter wenigstens eine Stunde mehr Licht nach Feierabend gibt! Es gibt keine "echte" und f"falsche" Uhrzeit, das sind alles Konventionen.