Am 13.12.2017 findet in München die Vollversammlung des Stadtrats statt und damit die Entscheidung, ob das Projekt Arnulfsteg beschlossen wird.

Wir fordern den Münchner Stadtrat eindringlich auf, im Sinne der Münchner Bevölkerung und im Sinne seiner eigenen gesetzten Ziele, den Bau des Arnulfstegs so schnell wie möglich und trotz Kostensteigerung erneut zu beschließen und dann zu veranlassen.

München kann es sich nicht leisten, auf dieses Projekt zu verzichten!

Begründung

Die Einwohnerzahl und der Verkehr sind in den letzten Jahren in München spürbar angestiegen. Dieser Trend wird sich absehbar nicht ändern.

Auch der Münchner Stadtrat hat erkannt, dass der motorisierte Individualverkehr an seine Grenzen gestoßen ist, Alternativen dazu geschaffen werden müssen. Er beschloß, den Anteil des Rad- und Fußgängerverkehrs zu steigern und dies auch monitär zu fördern ( u.a. mit der Nahmobilitätspauschale). Damit die selbstbestimmte Mobilität in der Stadt für alle Münchner Bürger erhalten bleibt, müssen attraktive Verkehrswege für den Rad- und Fußgängerverkehr neu geschaffen und bestehende ausgebaut werden. Der Arnulfsteg ist ein elementarer Mosaikstein in diesem Zusammenhang.

Der Steg soll die Stadtviertel Schwanthalerhöhe und Maxvorstadt verbinden. Für Fahrradfahrer und Fußgänger wird er eine enorme Erleichterung darstellen. Für Kinder und Erwachsene ist es gefährlich, auf der Hackerbrücke zu fahren und auch die viel befahrene Donnersberger Brücke ist für Radfahrer und Fußgänger unzumutbar.

Schon 1999 wurde der Bau der Brücke vorgeschlagen. Mit Kosten von 18 Mio Euro hatte der Stadtrat ihre Errichtung endlich 2015 beschlossen. Aufgrund von Problemen bei der Fertigung von Brückenteilen konnte die beauftragte Baufirma den Bau nicht umsetzen- es erfolgte ein kurzfristiger Baustopp. Seitdem hat sich die Baumaßnahme verteuert und die Realisierung ist ungewiß.

Zur Finanzierung der Querung muss Folgendes bedacht werden: Die vorgestellten Baukosten von nun ca. 26 Mio Euro sind sehr gut investiert und zwar für die Münchner Bevölkerung. Dieser Beitrag ist darüber hinaus nur ein Bruchteil der über 1.000 Mio. Euro für die ebenfalls vom Stadtrat angestoßenen neuen Straßentunnelprojekte (Landshuter-Allee-Tunnel, Schleißheimertunnel, Tunnel durch den Englischen Garten, etc.) Die resultierenden Folgekosten für die Instandhaltung und den Betrieb der Tunnel von vielen Millionen Euro im Jahr sind enorm- die Folgekosten eines Steges im Vergleich nicht nennenswert!

Darüber hinaus löst eine attraktive Verkehrsinfrastruktur für den Rad- und Fußgängerverkehr nachweislich innerstädtische Verkehrsprobleme, während zusätzliche Straßen und Tunnel nachweislich Autos anziehen und das Verkehrsproblem sogar noch verstärken (beispielsweise 22% mehr Verkehr von der Garmischer Autobahn seit Eröffnung des Luise-Kiesselbach-Tunnels)

München- die lebenswerte Stadt mit umweltfreundlicher Politik- muß sich entscheiden.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Maria Schmidbauer aus München
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Pro

Über 12 Millionen Zuschüsse würde die Stadt bekommen von Bauträgern und vom Land Über 10 Jahre Planungsaufwand würden in den Sand gesetzt, Sowohl Hacker- als auch Donnersbergerbrücke bieten keine Alternative. Auf der Donnersbergerbrücke eine Kfz-Belastung > 140.000 Kfz/24 h bei gefahrenen Geschwindigkeiten von > 50 km/h Die denkmalgeschützte Hackerbrücke bietet nur die Mindestanforderungen an Gehwegbreiten und ist heute schon überlastet. Das Baureferat geht 2020 von täglich 38.000 Nutzern aus Städtebauliche Infrastrukturmaßnahmen des Radkonzepts München

Contra

Der Steg hätte den falschen Standort. Vorgesehen war er etwa in der Mitte zwischen Hacker- und Donnersbergerbrücke, wo er meines Erachtens auch hingehört, um die Wohngebiete und Stadtteile miteinander zu verbinden. Dennoch gehört er auf jeden Fall installiert.