Erhalt der ehemaligen Weingärtenschule, des heutigen Künstlerhauses in Halle am Böllberger Weg 188. Gefordert wird eine verkehrs- und stadtplanerische Lösung für die Erneuerung der Straßenbahntrasse und dem Straßenausbau des Böllberger Weges ( im Abschnitt zwischen der Glauchaer Straße und der Straße Vor dem Hamstertor ) zu entwickeln, die den Erhalt des denkmalgeschützten Schulgebäudes vorsieht und planungsrechtlich sichert.

Reden

Das gebäude der ehmaligen Weingärtenschule im Stadtteil Glaucha wird vom Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt als Baudenkmal im Verzeichnis der Kulturdenkmale des Landes Sachsen-Anhalt geführt.

Das straßen- und stadtbildprägende Bauwerk mit der rückseitig angeordneten Turnhalle, das äußerlich un im Inneren weitgehend unverändert das Erscheinungsbild aus dem Entstehungsjahr 1892/93 wiederspiegelt, markiert mit seinem monumentalen Bauvolumen, der funktionalen Fassadenstruktur und der aufwendigen Gestaltung mit Klinkern die fortschreitende südliche Stadterweiterung Halles am Ende des 19. Jahrhunderts und ist zugleich ein wichtiges Zeugnis des Schul- und Bildungswesens dieser Zeit. Neben der Glauchakriche St. Georgen und der 1880 errichteten Glaucha Schule gehört die Weingärtenschule zu den wenigen öffentlichen Bauten Glauchas, zu mal von der älteren Bebauung der ehemaligen Amtsstadt nur ein einziges Haus erhalten geblieben ist (abgesehen von den zu den Franckeschen Stiftungen gehörigen Häusern )

Wir wehren uns gegen die Absicht, zur Inanspruchnahme öffentlicher Fördermittel für die Straßenbahn- und Straßenbaumaßnahmen Böllberger Weg ein Kulturdenkmal zu opfern, dessen Erhalt von primären öffentlichen Interesse ist.

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Discussie

pro

Das Gebäude Böllberger Weg 188 ist architektonisch prägend für Glaucha. Nicht zufällig hat die 120 Jahre alte Weingartenschule Denkmalstatus. Es darf nicht sein, dass Halle hier ein weiteres Stück seiner Geschichte opfert. Und das nur, weil Förderrichtlinien starr interpretiert werden. Mit anderen verkehrstechnischen Lösungen an dieser Engstelle ist der Erhalt des Baudenkmals möglich. Moritz Götze meint, sein Abriss wäre ein "nicht wieder gut zumachender Verlust". Recht hat er. Denn was weg ist, ist weg.

contra

Nicht jedes Haus in der Innenstadt ist unbedingt erhaltenswert. Natürlich muss im Einzelfall abgewogen werden. Aber muss der gegenwärtige Zustand mit ausgerechnet diesem Haus zementiert werden? Ist es nicht denkbar, am Böllberger Weg mit seiner Naturnähe neue und frische Konzepte zuzulassen? Mittlerweile wird jeder Abriss bejammert. Schauen wir uns doch lieber kritisch das Konzept an, was anstelle des Hauses gebaut werden soll!