Die Stadt Passau möge alle Anstrengungen unternehmen, um eine Lösung zu finden, bei der ein Abriss des Hauses in der Linzer Straße 2 in Passau vermieden und der Erhalt ermöglicht wird. Hierfür bedarf es, in enger und rascher Abstimmung mit dem Eigentümer, eines Aufschubs (Moratorium), damit mit einem plötzlichen Abriss keine vollendeten Tatsachen geschaffen werden und Zeit gewonnen wird, einen Investor zu finden, der bereit ist, das denkmalgeschützte Haus trotz der massiven Schäden zu sanieren.

Begründung

Das Haus in der Linzer Straße 2 ist von hoher ästhetischer Qualität. Es ist ein unverzichtbarer Bestandteil des gesamten baulichen Ensembles und nicht ohne Grund ein gern gewähltes Postkarten- und Fotomotiv. Der Abriss wäre ein herber Verlust für Passau und das architektonische Erbe unserer Heimatstadt. Viel zu oft schon wurden in Passau Gebäude, die eine lange Historie hatten und stadtbildprägend waren, abgerissen und damit ein für allemal der Nachwelt entzogen (z.B. der Gasthof „Apfelkoch“ in der Innstraße). Es ist unverantwortlich, Gebäude sehenden Auges dem Verfall preiszugeben, um irgendwann einmal, scheinbar überrascht, festzustellen, dass es gerade wegen des fortgeschrittenen Verfalls nicht mehr erhalten werden kann. Wir appellieren – über den jetzigen konkreten Fall hinaus – generell an die Stadt Passau, Denkmalschutz ernst zu nehmen und vorausschauend tätig zu werden, um gemeinsam mit Eigentümern möglichst einvernehmliche Lösungen für den Erhalt von Gebäuden zu suchen, die das Stadtbild von Passau prägen und das einzigartige Flair ausmachen.

Friedrich Brunner (1. Vorsitzender Forum Passau), Matthias Koopmann (Stadtrat und Fraktionsmitglied der Passauer Liste), Karl Synek (Stadtrat und Fraktionsvorsitzender Bündnis 90/Die Grünen), Prof. Dr. Holm Putzke (CSU-Kreisvorsitzender Passau-Stadt), Prof. Dr. Gerhard Waschler (Stadtrat [CSU] und Mitglied des Bayerischen Landtags)

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Prof. Dr. Holm Putzke aus Passau
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Neuigkeiten

Pro

Das Denkmal Linzer Straße 2 besitzt neben der historischen Bedeutung aufgrund seiner Lage eine erhebliche städtebauliche Bedeutung. Das Anwesen ist Teil einer aus vier Einzeldenkmälern bestehenden eindrucksvollen Denkmälergruppe, welche der Passauer Hofmaler Wolf Huber bereits vor 500 Jahren in einer Zeichnung festgehalten hat. Linzer Strasse 2 ist kein Einzelfall. Weitere Denkmäler in Passau stehen leer und sind gefährdet, z. B. Schmiedgasse 18 und Neuburger Str. 115 (Schloss Haidenhof). Hat die Stadt Passau als zuständige Denkmalschutzbehörde Konzepte?

Contra

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