Wir plädieren für den Erhalt und die Stärkung des Studiengangs Wirtschaftspädagogik an der Universität Leipzig.

Reason

Derzeit werden ergebnisoffene Gespräche über die Zukunft der Wirtschaftspädagogik am Standort Leipzig geführt, die auch eine Abwertung und sogar die Streichung der einzigen Professur beabsichtigen.

Dies hätte für die Studierenden bereits ab dem Sommersemester 2019 dramatische Folgen, da der Lehrbetrieb am ältesten Institut für Wirtschaftspädagogik Deutschlands (1923 gegründet) unter diesen Umständen möglicherweise nicht gesichert werden könnte. Eingeschriebene Studierende im Bachelorstudium könnten in dem Fall eventuell nicht das für den Eintritt ins Referendariat verpflichtende Masterstudium antreten.

Aktuell sind 209 engagierte Studentinnen und Studenten mit überdurchschnittlichem Frauenanteil im Bachelor- bzw. Masterstudiengang Wirtschaftspädagogik eingeschrieben. Die Studiengänge sind hoch nachgefragt (vgl. LVZ 17.10.2018) und die Absolventen werden sowohl in den berufsbildenden Schulen, als auch in Unternehmen dringend benötigt. Insofern stellen die Leipziger Studiengänge ein Erfolgsmodell dar, denn ein zentrales Qualitätsmerkmal ist deren Polyvalenz – d.h. die Studierenden werden auf Aus- und Weiterbildungs- sowie Managementtätigkeiten in Unternehmen, Verwaltungsorganisationen und auf den Einsatz als Lehrer an den berufsbildenden Schulen vorbereitet.

Aufgrund der bildungspolitischen Großwetterlage (vgl. Bertelsmann Stiftung 2018) muss die Leipziger Wirtschaftspädagogik dringend gestärkt werden, da insbesondere an den berufsbildenden Schulen die Personalkapazitäten bei weitem nicht ausreichen und sich die Situation in den kommenden Jahren noch deutlich verschärfen wird.

Im Wirtschaftsausschuss des sächsischen Landtages wird aktuell die Aufstockung des Etats für Wissenschaft und Kunst im Doppelhaushalt 2019/2020 diskutiert. Im Rahmen dieser Diskussion wird insbesondere thematisiert, an der TU Chemnitz die Ausbildung von Berufsschullehrern neu aufzubauen (vgl. LVZ 22.11.2018).

Wir fordern den Wirtschaftsausschuss auf, die Ausbildung der Berufsschullehrer für den kaufmännischen Bereich nicht außer Acht zu lassen. Die Leipziger Wirtschaftspädagogik muss nicht nur erhalten bleiben, sondern ist zu stärken. Wir verlangen bessere Studienbedingungen durch personelle Aufstockung und damit die Qualitätssicherung der hoch nachgefragten wirtschaftspädagogischen Studiengänge (Bachelor & Master) an der Universität Leipzig. Das vernetzte, inter- und transdisziplinär aufgestellte Institut bildet eine fundierte Infrastruktur für einen weiteren Ausbau, um den zukünftigen Bedarf an qualifizierten Absolventen – sowohl für die Wirtschaft als auch für den Schuldienst – zu decken.

Nach dem plötzlichen Tod des einzigen Lehrstuhlinhabers für Berufs- und Wirtschaftspädagogik an der Universität Leipzig im Januar 2018 wird die Professur zurzeit vertreten. Unter großen Anstrengungen gelingt es dem kleinen Team des Instituts für Wirtschaftspädagogik das Lehrangebot mit deutlich zu wenigen Ressourcen für die Studierenden aufrechtzuerhalten und eine attraktive Ausbildung anzubieten (vgl. LVZ, 17.10.2018).

Unterschreiben Sie bitte die Petition, damit in Leipzig auch weiterhin hochqualifiziertes kaufmännisches Bildungspersonal ausgebildet werden kann.

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