Der Magistrat hat auf Vorschlag des Verkehrsdezernats beschlossen, alle Gaslaternen verschwinden zu lassen. 500 Frankfurter Straßen sollen für 58 Millionen Euro Steuergelder aufgerissen werden, um die Frankfurter Gaslaternen durch LED-Imitate und Natriumdampfleuchten zu ersetzen. Dies würde den charmanten Charakter der gasbeleuchteten Stadtteile unwiderruflich zerstören und der Stadt erheblichen finanziellen Schaden zufügen.

Noch hat das Stadtparlament der Magistratsvorlage 69 (M 69 2004) nicht zugestimmt. Doch die Abstimmung wird aller Voraussicht nach am 24. Juli in der der Stadtverordnetenversammlung erfolgen (d.h. noch vor der Sommerpause).

Wir appellieren an die Stadtverordneten, die M 69 abzulehnen, denn sie steckt voller Ungereimtheiten.

Vgl. dazu: www.buergerarge-ffm.de/

Begründung

  • Gaslaternen sind ein erhaltenswertes Kulturgut, das es nur noch selten gibt. Andernorts gibt es Denkmalschutz für die Gaslaternen.
  • Es dürfen keine Steuergelder verschwendet werden zur Beseitigung eines Kulturguts.
  • Die Baufälligkeit als Argument ins Feld geführt. Die gasführenden Stahlmasten sind jedoch extrem langlebig.
  • Die M 69 legt keine betriebswirtschaftliche Kostenrechnung vor mit Ansatz aller Kosten der Elektrifizierung.
  • Die M 69 verschweigt Möglichkeiten, die Gaslaternen ohne jeden Tiefbau technisch auf den neuesten Stand zu bringen, mit erheblicher Energie- und Kostenreduktion.
  • Die M 69 verschweigt, dass jedes Kilo Kaffee mehr natürliche Radioaktivität hat als ein Gasglühkörper. Gaslaternen sind im Gegensatz zu Quecksilberdampfleuchten ungefährlich!
  • Die geplanten Quecksilber- und Natriumdampfleuchten werden vom Bundesumweltministerium auf Verbot geprüft.
  • Die M 69 ignoriert, dass es Neuentwicklung von thoriumfreien Gasglühkörpern aus deutscher Produktion gibt, die nur halb so viel kosten wie die derzeit benutzten.
  • Die M 69 unterlässt den Hinweis darauf, dass auch Biogas in die vorhandenen Leitungen eingespeist werden kann.
  • Die M 69 gibt keine Auskunft darüber, warum die Straßenbeleuchtung Rhein-Main 259 Euro pro Laterne pro Jahr an Wartung kassiert, dies aber nur noch „bei Bedarf“ tut. Lässt man die Stahlkandelaber absichtlich rosten? Bei Wartung, die diesen Namen verdient, halten unsere Gaslaternen noch lange!
  • LED-Beleuchtung ist keine Alternative, da sich die LED-Technik noch in der Entwicklung befindet. Außerdem müssten dafür Stromkabel verlegt werden, was den Aufriss der Straßen nötig macht.
Vielen Dank für Ihre Unterstützung

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Neuigkeiten

  • Da die Stadtverordneten noch vor den Sommerferien bedauerlicherweise der M69 zugestimmt haben, gilt es jetzt erst mal abzuwarten, was weiter passiert. Leider kann im Moment nicht viel dagegen getan werden. Vielen Dank für Ihre Unterschriften und Ihre Unterstützung.
    Katja Klenner

  • Petition übergeben

    am 10.08.2014

    Liebe Unterstützer der Gaslaternen-Petition,
    vielen Dank für Ihre Unterschriften und positiven Kommentare. Die Petition wurde am 17.07.14 pressewirksam an den Verkehrsdezernenten der Stadt Frankfurt Herrn Stefan Majer übergeben.
    Am 24.07.14 war die Stadtverordnetenversammlung. Bis auf Grüne und CDU waren alle anderen Parteien zumindest für eine Verschiebung bis in den Herbst. Leider wurde die Magistratsvorlage, wenn auch nach langwieriger Diskussion mit der Mehrheit von CDU und Grünen durchgesetzt. Zumindest haben wir es geschafft, daß die Umrüstungsgebiete erweitert werden, d.h. mehr LED -Beleuchtung mit ähnlich anmutenden Laternen aufgestellt werden wird, als die extrem häßlichen Natriumdampflampen. Ein Erfolg für die Gasbeleuchtung ist das nicht, zumindest aber für die Optik. Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung! Katja Klenner

Pro

Noch kein PRO Argument.

Contra

Noch kein CONTRA Argument.