Wir möchten die Förderzentren in Erfurt als eigenständige Schulen in ihrer derzeitigen Struktur mit ihren Förderschwerpunkten erhalten. Der Schulnetzplan sieht vor, das Förderzentrum Erfurt Mitte und das Förderzentrum Erfurt Süd in Kompetenz- und Beratungszentren umzuwandeln, was wir Eltern für unsere Kinder keineswegs begrüßen.

Begründung

Der Thüringer Entwicklungsplan Inklusion sieht bis 2020 vor, regionale Förderzentren Lernen, Sprache und emotionale und soziale Entwicklung in Kompetenz- und Beratungszentren "ohne eigene Kinder" umzuwandeln. Diese Zentren haben die Aufgabe, die Schulen im Gemeinsamen Unterricht zu beraten.

Die Regelschule 6 und das FÖZ Mitte soll zu einer Gemeinschaftsschule von Klasse 1 - 12 vierzügig zum Schuljahresbeginn 2014/2015 am derzeitigen Standort der Regelschule umgewandelt werden. Das FÖZ-Mitte wird in ein Kompetenz- und Beratungszentrum umgewandelt und in die Gemeinschaftsschule am derzeitigen Standort des FÖZ Erfurt Mitte ohne Kinder integriert .

Ebenso soll die KGS auf 6Zügigkeit erweitert werden und das FÖZ-Süd als Kompetenz- und Beratungszentrum in die KGS übergeführt werden. Die derzeitigen Klassen sollen auslaufend bestehen bleiben.

Die Eltern wurden in diesen Prozess nicht einbezogen. Unsere Kinder benötigen den geschützten Förderort in kleinen Klassen. Wir befürchten, dass unsere Kinder im Gemeinsamen Unterricht ausgegrenzt werden, weil sie nicht in der Lage sind unter derzeitigen personellen Bedingungen erfolgreich lernen zu können. Die Aufhebung der Förderzentren würde bedeuten, eine erstklassige Förderung gegen eine drittklassige Förderung einzutauschen.

Systematisch wurden in den letzten Jahren Klassen nicht mehr weiter beschult, um die Schülerzahlen künstlich zu drücken. Die Eltern werden nur noch in den Gemeinsamen Unterricht beraten. Da in Thüringen der GU seit Jahren schon strittig ist, werden nun die Kinder zwangsinkludiert. Unsere Kinder sind kein ideologisches Experiment, auch sie haben einen Anspruch auf eine qualitative Förderung. Derzeit haben unsere Kinder 32 Stunden/Woche Förderunterricht. Im GU dürfen wir auf 3 Stunden/Woche Förderung hoffen. Die Eltern wurden hierzu nicht informiert, wie das aussehen kann und soll. Die Entscheidung, wie es mit unseren Kindern weiter gehen soll, wird aber in den nächsten Wochen getroffen. Wir Eltern sehen uns hier entmündigt und haben Zukunftsängste um unsere Kinder, dass sie diese Entscheidungen nachhaltig nicht verkraften werden. Unsere Kinder sind durch das Förderzentrum selbstbewusster geworden und beständig in ihren Leistungen. Sie konnten sich persönlich weiterentwickeln und haben Anerkennung, Akzeptanz und Vertrauen dank ihrer engagierten Sonderpädagogen zu sich selbst gefunden. Wir erwarten von der Stadt Erfurt, dass die Förderzentren in Ihrer derzeitigen Struktur als festen Bestandteil im Schulnetzplan zu erhalten.

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Neuigkeiten

Pro

Gerade die Schwächsten brauchen geschützte Räume, um ihr Potential entfalten zu können. Ich bin selber davon betroffen und wünsche diesen Initiatoren gutes Gelingen für den Erhalt. Diese Kinder und Lehrer brauchen jede Unterstützung, denn sonst wird das erst mit der nächsten Wahl hoffentlich korrigiert werden können.

Contra

Ich habe seit 8 Jahren mein Kind mit starken Lernbeein-trächtigungen im GU und kann sagen, dass es dort ebenfalls Selbstbewusstsein entwickelt hat und große Lernfortschritte gemacht hat. Alle nationalen wie internationalen Studien beweisen, dass Kinder mit Beeinträchtigung im gemeinsamen Unterricht mindestens genauso viel lernen, meist mehr! Und wer denkt an die schwachen Schüler, die an der Regelschule zurückbleiben und dort genauso unter Mobbing leiden würden, wenn sich die Regelschule nicht ändern würde! Die Förderschulen sind keine Lösung! Die Regelschulen müssen inklusiv werden, so dass d