Region: Germany
Economy

EU-Richtlinie zur Nachhaltigkeitsberichterstattung droht ein zahnloser Tiger zu werden!

Petition is directed to
Deutsche Bundesregierung
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  1. Launched August 2022
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EU-Richtlinie zur Nachhaltigkeitsberichterstattung droht ein zahnloser Tiger zu werden!
 
Wir fordern die Bundesregierung auf, sich bei der Umsetzung in nationales Recht an der Gemeinwohl-Bilanz zu orientieren.
Im Rahmen des sogenannten Green Deals hat sich die EU im Sommer auf eine überarbeitete Richtlinie zur Nachhaltigkeitsberichterstattung geeinigt, die Unternehmen ab 250 Mitarbeitenden, mit mehr als 40 Millionen Euro Umsatz oder börsennotierte Unternehmen verpflichtet, offenzulegen, wie sich ihr Wirtschaften auf Mensch und Natur auswirkt. Das vornehmliche Ziel dabei ist es, die Nachhaltigkeitsperformance von Unternehmen, die erstmals anhand gesetzlicher Standards überprüft wird, zum Maßstab ihres Markterfolgs zu machen. Voraussichtlich ab Dezember 2022 müssen die Vorgaben der EU dann innerhalb von 18 Monaten in nationales Recht umgesetzt werden. Diese Richtlinie droht jedoch in weiten Teilen ein zahnloser Tiger zu werden.
Was wir fordern:
Wir fordern die Bundesregierung ­ und dabei im Speziellen das für die nationale Umsetzung zuständige Bundesministerium für Justiz unter Dr. Marco Buschmann (FDP) ­ auf, sich bei der Umsetzung der CSR-Richtlinie in deutsches Recht an der Methodik der Gemeinwohl-Bilanz der Gemeinwohl-Ökonomie zu orientieren. Denn um eine Nachhaltigkeitsbilanz zu einem wirklich effektiven Instrument der Transformation zu machen, bedarf es aus unserer Sicht unbedingt der Möglichkeit der quantitativen Bewertung, der Vergleichbarkeit und Sichtbarkeit der Ergebnisse sowie einer Verknüpfung mit Anreizen für nachhaltiges Wirtschaften. Sonst wird dieses potenziell sehr effektive Instrument der sozialökologischen Transformation nicht die nötige Wirkung für Gesellschaft, Klima und Biodiversität entwickeln.
1. Quantitative Bewertung: Die Inhalte der Nachhaltigkeitsberichte – einschließlich der Indikatoren - müssen im externen Audit mittels eines objektiven und verständlichen Punktesystems bewertet werden, damit die Öffentlichkeit die Berichtsinhalte einordnen kann. Ohne einheitliche Bewertung wird Greenwashing Tür und Tor geöffnet.
2. Vergleichbarkeit und Sichtbarkeit: Die quantifizierten Ergebnisse der Nachhaltigkeitsberichte müssen den Vergleich von Unternehmen ermöglichen, damit Konsument*innen und Investor*innen eine verlässliche Informationsgrundlage für ihre Kauf- oder Investitionsentscheidungen vorfinden. Das Ergebnis des Nachhaltigkeitsberichts soll über ein Label öffentlich gut sichtbar sein.
3. Verknüpfung mit Anreizen: Die Ergebnisse der Nachhaltigkeitsberichte müssen konkrete Konsequenzen zur Folge haben. Nachhaltiges Wirtschaften muss – zum Beispiel durch Steuererleichterungen – belohnt werden. Wirtschaften, das Umwelt und/oder Gesellschaft belastet, muss mit Negativanreizen relativ verteuert werden. Erst wenn externalisierte Kosten auf diese Weise internalisiert werden und die Preise die Wahrheit sagen, wird das Wirtschaftssystem nachhaltig sein.

Reason

Warum ist das wichtig?
Die Nachhaltigkeitsberichte sollen der Öffentlichkeit und speziell Investor*innen transparent machen, wie umweltfreundlich und sozial verantwortlich ein Unternehmen wirklich wirtschaftet. Das sozial- und umweltschädliche Handeln vieler Unternehmen trägt noch immer erheblich zur Klimakatastrophe, der Zerstörung der Biosphäre und des sozialen Zusammenhalts bei, ohne dass es der Öffentlichkeit bekannt wird. Unternehmen, die überdurchschnittlich in Klimastabilität, Erhalt der Biodiversität und faire Beziehungen zu Lieferant*innen und Mitarbeitende investieren, tragen dafür zusätzliche Kosten, was sie im Wettbewerb benachteiligt.
In Zukunft sollten Unternehmen, die nachhaltig wirtschaften, dafür Vorteile erhalten. Unternehmen, die dem Gemeinwohl schaden sollten Nachteile erfahren. Mit der werteorientieren Gemeinwohl-Bilanz existiert ein seit 10 Jahren kontinuierlich optimiertes und in der Praxis bewährtes Berichtsmodell, das dem zahnlosen Tiger der EU Nachhaltigkeitsberichterstattung zu scharfen Zähnen verhelfen würde.
Wer wir sind?
Die internationale Bewegung Gemeinwohl-Ökonomie (GWÖ) ist ein alternatives, ethisches Wirtschaftsmodell, das auf gemeinwohl-fördernden Werten wie Menschenwürde, Solidarität und soziale Gerechtigkeit, ökologische Nachhaltigkeit sowie Transparenz und demokratische Mitbestimmung aufbaut. Sie wurde 2010 in Österreich gegründet und ist mittlerweile weltweit in 35 Ländern aktiv. Unser Ziel ist es, die kapitalistischen, auf Wachstum und Profit ausgerichteten Wirtschaftsweise zu einem ökonomischen Modell, bei dem das Gemeinwohl an erster Stelle steht, zu transformieren. Unternehmerischer Erfolg wird nicht primär an finanziellen Kennzahlen gemessen, sondern anhand der Gemeinwohl-Bilanz, ein seit 10 Jahren kontinuierlich optimiertes und in der Praxis bewährtes Berichtsmodell, welche die Auswirkungen des Wirtschaftens von Unternehmen auf das Gemeinwohl bewertet. Die GWÖ-Bewegung ist auch auf gesellschaftlicher und politischer Ebene aktiv. Erfahren Sie mehr unter www.ecogood.org
An wen richtet sich die Petition?
Unsere Petition richtet sich an die Bundesregierung der Bundesrepublik Deutschland ­ und dabei im Speziellen das für die nationale Umsetzung zuständige Bundesministerium für Justiz unter Dr. Marco Buschmann (FDP) welche die Vorgaben der EU Richtlinie zur Nachhaltigkeitsberichterstattung ab Dezember 2022 innerhalb von 18 Monaten in nationales Recht umsetzen müssen. Die Vorgaben sollen entsprechend unseren Forderungen nachgebessert werden. 

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News

  • Liebe Unterstützende,
    der Petent oder die Petentin hat innerhalb der letzten 12 Monate nach Ende der Unterschriftensammlung keine Neuigkeiten erstellt und den Status nicht geändert. openPetition geht davon aus, dass die Petition nicht eingereicht oder übergeben wurde.

    Wir bedanken uns herzlich für Ihr Engagement und die Unterstützung,
    Ihr openPetition-Team

  • Herzlichen Dank!

    on 23 Dec 2022

    Wir freuen uns, dass unsere Kampagne (www.nogreenwashing.ecogood.org) auf so hohe Resonanz stößt und vor allem freuen wir uns über Eure ermutigenden Kommentare. .

    Ganz, ganz herzlichen Dank auch für Eure großzügigen Spenden!
    Damit helft Ihr uns, eine starke Stimme in der EU zu bekommen und dafür zu sorgen, dass Nachhaltigkeits-Richtlinien keine zahnlosen (Papier-)Tiger bleiben. Eure Spenden helfen zudem, auch den Vereinen und Gruppen vor Ort zusätzliche Mittel für ihre mit hohem ehrenamtlichen Einsatz durchgeführten Aktionen zur Verfügung stellen zu können – und so Eure und unsere gemeinsame Vision von einer menschlichen und nachhaltigen Wirtschaft Wirklichkeit werden zu lassen!

    Wir wünschen Euch und Euren Lieben frohe Weihnachtstage!

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