Petition addressed to:
Zweckverband Unterbacher See
Wir fordern den Zweckverband Unterbacher See auf, die jüngste Erhöhung der Parkgebühren auf 4,00 Euro rückgängig zu machen und ein faires, gestaffeltes Gebührenmodell einzuführen.
Wir fordern daher:
Eine Ausweitung der kostenfreien Parkzeit auf mindestens 90-120 Minuten.
Die Einführung eines Staffeltarifs (z. B. 2,00 Euro für bis zu 3 Stunden).
Bezahlbare Saisontickets für regelmäßige Besucher.
Reason
Der Unterbacher See ist eines der wichtigsten Naherholungsgebiete für die Menschen aus Düsseldorf, Hilden, Erkrath und der gesamten Region. Ob zum Joggen, für einen Spaziergang um den See, für den Besuch der Gastronomie oder für Sportaktivitäten wie Schwimmen, Segeln, Stand-up-Paddling und Klettern – der See ist ein Ort der Begegnung und der Gesundheit.
Die drastische Erhöhung der Parkgebühren auf 4,00 Euro (sobald die erste Stunde überschritten wird) ist aus folgenden Gründen falsch und muss korrigiert werden:
1. Bestrafung von Kurzbesuchern und Sportlern Wer den See in normalem Tempo umrundet, benötigt etwa 75 bis 90 Minuten. Durch die knappe Gratis-Zeit von nur 60 Minuten wird fast jeder Spaziergänger, Jogger oder Kaffeetrinker gezwungen, den vollen Tagessatz von 4 Euro zu zahlen. Das ist unverhältnismäßig für einen kurzen Aufenthalt an der frischen Luft.
2. Soziale Ungerechtigkeit Naherholung darf kein Luxusgut werden. Besonders für Familien, Rentner und Menschen mit geringem Einkommen, die den See regelmäßig zur Erholung oder für den Sport nutzen, bedeutet eine Verdopplung der Kosten eine erhebliche Belastung. Naherholung muss für alle Bürger erschwinglich bleiben.
3. Belastung der Anwohner durch Ausweichverkehr Wir befürchten, dass viele Besucher versuchen werden, die 4,00 Euro zu umgehen, indem sie in den angrenzenden Wohngebieten von Unterbach und Vennhausen parken. Dies führt zu einem massiven Parkdruck, blockierten Einfahrten und unnötigem Suchverkehr in reinen Wohnstraßen und nicht zuletzt zu erheblichem Unmut der Anwohner.
4. Schwächung der lokalen Infrastruktur Die Gastronomie, die Segelschule, die Schwimmbäder, der Kletterpark und die Surfstation leben von Besuchern. Wenn ein kurzer Besuch durch hohe Parkkosten künstlich verteuert wird, bleiben Gäste weg. Das schadet dem attraktiven Freizeitangebot am See.
Fazit: Wir fordern eine Rückkehr zu fairen Tarifen! Eine Ausweitung der kostenfreien Parkzeit auf mindestens 90-120 Minuten und ein Staffeltarif wäre die gerechtere Lösung für alle Beteiligten.
Thank you so much for your support, Claudia Warken, Düsseldorf
In der NRZ äußerte sich der Geschäftsführer des Zweckverbandes, Christoph Schlupkothen, zur Kritik an den gestiegenen Parkgebühren. Die wesentlichen Punkte seiner Argumentation sind:
Die Gratis-Stunde: Herr Schlupkothen betont, dass die erste Stunde Parken weiterhin kostenlos bleibt. Er begründet dies damit, dass man Besuchern entgegenkommen wolle, die nur „kurz etwas zu erledigen“ haben, für eine "kurze Gassi Runde mit dem Hund" oder „jemanden bringen oder abholen möchte". Wer länger bleibe, solle über den Tagessatz die Infrastruktur mitfinanzieren.
Mit im Fokus das Strandbad: Laut Verband sei der Tagessatz für alle ab der ersten Stunde von 4,00 Euro ein „solidarischer Akt“, um u.a. eine Kostenerhöhung für das Parken der Badegäste zu vermeiden. „Wenn jeder seinen Teil beiträgt, so wie das überall im Leben ist, dann können wir diesen schönen Ort für uns alle zukunftsfähig machen,“ so Herr Schlupkothen.
Wirtschaftlicher Druck: Aufgrund massiv gestiegener Kosten für Energie, Personal und Material sei der alte Tarif von 2,00 Euro nicht mehr haltbar, um den See „zukunftsfähig“ zu betreiben. Es gehe hierbei nicht um Luxus, sondern um die reine Existenzsicherung des Betriebs.
Der See ist kein Drive-in, sondern Lebensqualität!
Den See als einen Ort für „Kurze Erledigungen" abzutun, zeigt, wie wenig man die Bedürfnisse der Menschen vor Ort im Blick hat.
Der See ist kein Parkplatz für Erledigungen: Die vom Verband so hervorgehobene Gratis-Stunde mag zum Abholen oder Bringen reichen – vielleicht auch für eine kurze Gassi-Runde mit dem Hund - aber der Unterbacher See ist ein Erholungsgebiet, kein Supermarkt. Wer sich dort bewegt, spazieren geht oder joggt, „erledigt“ nichts in 60 Minuten. Eine bewusste Auszeit in der Natur braucht Zeit.
Die „75-Minuten-Falle“: Eine See-Umrundung dauert im Schnitt 75 bis 90 Minuten. Damit schnappt die Falle für fast jeden Alltags-Besucher und Erholungssuchenden sofort zu. Wir werden gezwungen, den vollen Tagessatz zu zahlen, nur weil wir uns an der frischen Luft bewegen wollen.
Ganzjahres-Besucher sind kein saisonales Anhängsel: Die ansässigen Betriebe leben das ganze Jahr über von den Gästen, die für einen gezielten Besuch kommen. Wenn der Kaffee, der Spaziergang oder die Runde Sport durch 4,00 Euro Parkkosten künstlich verteuert wird, schadet das genau der Infrastruktur, die der Verband schützen will. Die Bäder sind nur saisonal offen – Sportler, Spaziergänger und die Gäste der Betriebe sind das ganze Jahr über da. Sie sind das Rückgrat des Sees und werden nun am härtesten bestraft.
Faire Staffelung statt Pauschal-Abkasse: Sollen hier Badegäste und Alltags-Besucher/Erholungssuchende gegeneinander "aufgerechnet" werden? "Entweder wir erhöhen das Parken für alle oder wir müssen das Parken für Badegäste teurer machen?" (Der Preis für die Schwimmbäder ist mit 5,50 € übrigens auch erhöht worden).
Wir fordern keine Geschenke, sondern ein gerechtes Staffelmodell! Für einen ganzen Tag sind 4 Euro Parkgebühren vielleicht verhältnismäßig – aber dass eine Parkdauer von 61 Minuten exakt genauso viel kostet wie ein Aufenthalt von 10 Stunden, lässt sich kaum mit realen nutzungsabhängigen Kosten rechtfertigen. Das trifft vor allem diejenigen, die den See als täglichen Erholungsraum nutzen, unverhältnismäßig hart. Wer für seine tägliche Dosis Bewegung kommt oder die Betriebe nutzt, sollte nicht mit dem gleichen Betrag belastet werden.
Fazit: Naherholung muss für alle bezahlbar bleiben und darf nicht durch starre Pauschalpreise zur sozialen Hürde werden.
Da die Argumente der Verwaltung aus meiner Sicht die sozialen Folgen unserer Kritik nicht ausreichend berücksichtigen, habe ich dazu folgendes Statement verfasst:
Die Reaktion des Zweckverbandes zeigt leider, dass die Sorgen der Bürger nicht ernst genommen werden. Der Verweis auf eine angeblich 'marktübliche Preisstruktur' geht an der Realität vorbei: Es geht uns nicht um den Preis für ein Tagesticket beim Strandbadbesuch o.ä., sondern um die unverhältnismäßige Belastung der Menschen, die den See (u.a. regelmäßig) als kurze Auszeit besuchen.
Wer nur 1,5 oder 2 Stunden spazieren geht, joggt, den Hund ausführt oder die Gastronomie besucht, zahlt nun den vollen Tagessatz. Eine moderate Staffelung der Gebühren fehlt völlig. Der Verweis auf bestehende Vergünstigungen greift zudem viel zu kurz: Er ignoriert die Geringverdiener, Familien, Alleinerziehende und Rentner, die keine staatliche Unterstützung erhalten, für die 4 Euro pro Besuch aber eine echte finanzielle Hürde darstellt. Wir fordern eine faire Lösung, die den See als Naherholungsgebiet für ALLE erhält.
Ein weiterer kritischer Punkt ist der Parkdruck in den umliegenden Stadtteilen: Bei der bisherigen Gebühr von 2 Euro blieb die Belastung der Wohngebiete überschaubar. Mit der Verdopplung auf 4 Euro riskiert man aber nun massiv, dass Besucher in die angrenzenden Straßen ausweichen.
Auch die Nutzerzahlen aus dem Januar 2026 als Erfolg zu werten, ist irreführend. Viele Besucher wurden am Automaten kalt erwischt. Sie wussten schlichtweg nichts von der Erhöhung, bis sie am Automaten standen. Wer die Fahrt auf sich genommen hat, zahlt zähneknirschend - kommt aber vielleicht nie wieder. Erst die Sommersaison wird zeigen, wie viele Stammgäste dem See den Rücken kehren, weil die Verhältnismäßigkeit fehlt.
Zudem war der Januar 2026 wetterbedingt sehr attraktiv für Ausflüge. Diesen Wettereffekt als Akzeptanz für die Preiserhöhung umzudeuten, ist eine sehr gewagte Interpretation.
Ich bleibe für euch an dem Thema dran und habe dieses Statement auch bereits an die Lokalredaktion der Rheinischen Post gesendet, die sich zeitnah dem Thema annehmen wird.
Bitte teilt die Petition weiterhin fleißig!
ich habe fantastische Neuigkeiten, die ich sofort mit euch teilen möchte: Antenne Düsseldorf ist auf uns aufmerksam geworden und hat unsere Petition gepostet!
Ein riesiges Dankeschön an jeden von euch, der bereits unterschrieben und mitgefiebert hat. Ohne eure ersten Stimmen hätte die Redaktion sicher nicht so schnell reagiert.
Die Gebühren sind reine autofahrerschikane und abzocke. Grüne Politik eben, wie auch an anderen Orten in Düsseldorf. Die Parkplätze sind riesig, es ist keine Bewirtschaftung notwendig.
Naherholung ist wichtig in Zeiten immer knapper werdener Grünflächen! Diese Preiserhöhung ist unsozial und unfair gestaltet! Warum kann man diesen Tarif nicht stündlich berechnen?
Ich finde es wichtig das Parkplätze von Naherholungsgebieten fair bezahlbar für alle bleiben und das mit der Gesundheit der Bürger kein Geld gemacht wird!
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Parkgebühren unverhältnismäßig keinerlei Nutzung der bisherigen Einnahmen erkennbar.