Petition richtet sich an:
Deutscher Bundestag
Seit es Streaming-Dienste gibt werden hunderte Millionen Euro von Majorlabels (Warner, Sony, Universal) und Streaming-Anbietern umgesetzt, wohingegen bei einem Künstler, dessen Songs zum Beispiel 30 Millionen mal gestreamt worden sind, nur etwa 2.000 Euro ankommen. Wenn Musiker durch das Veröffentlichen populärer Musik kaum noch Geld verdienen können, hat das fatale Auswirkungen für die Musikkultur des gesamten Landes. Die breite deutsche Musiklandschaft ist eine zu schützende Kultur. Allerdings hat es die Bundesregierung bisher versäumt, unserer Musikkultur entsprechenden Schutz zu gewährleisten. Buchautoren sind in Deutschland durch die Buchpreisbindung unterstützt, weil Bücher nicht nur als ökonomisches Gut sondern auch als gesellschaftlich relevantes Kulturgut gesehen werden. Unsere Regierung muss hier ansetzten und Musik mit einer Musikpreisbindung vor Ramschpreisen schützen. Dass Streamingdienste gesetzliche Grauzonen ausnutzen und Millionen damit umsetzen, dass sie Musik zu Ramschpreisen anbieten, ist eine Ohrfeige für alle Künstler. Zudem werden die Verträge über Streamingrechte geheim gehalten, was den Geldfluss undurchsichtig macht und die ungerechte Verteilung leider erleichtert.
Begründung
Nur mit einer Musikpreisbindung können wir die deutsche Musiklandschaft retten!
Die Regierung der Bundesrepublik Deutschland wird hiermit aufgerufen, deutschen Künstlern ihre folgenden Rechte zu geben:
Künstler bei deutschen Labels müssen pro Stream eines ihrer Songs einen Mindestbetrag von 0,10 Euro erhalten (der momentane Betrag liegt bei etwa einem zehntel Cent)
Deutsche Künstler müssen das Recht erhalten, rückwirkend in Verträge zum Vertrieb ihrer Musik Klauseln über die Vermarktung in Streamingplattformen zu ergänzen
Veträge zwischen Streaming-Anbietern und Majorlabels müssen offengelegt werden, damit der Geldfluss nachvollzogen werden kann