Schon zum 1. August soll in Niedersachsen ein neues Schulgesetz in Kraft treten, das für unsere Schulen und damit auch für Eltern und Schüler große Veränderungen bringt, die wegen ihrer einschneidenden Folgen niemanden gleichgültig lassen können.

Deshalb müssen wir alle jetzt handeln! Bitte unterstützen Sie unsere Petition und fordern auch Sie, dass unser leistungsfähiges und vielfältiges Schulwesen sowie das demokratische Recht der Eltern auf Wahl der für ihr Kind passenden und geeigneten Schule erhalten bleiben.

Αιτιολόγηση

Insbesondere wenden wir uns gegen diese neuen Vorschriften und ihre Folgen:

• Die Integrierte Gesamtschule (IGS) wird zu einer Schulform, die alle anderen Schulformen „ersetzen“ kann. Damit erhalten die Schulträger das Recht, jede Haupt-/Realschule, jede Oberschule und jede Kooperative Gesamtschule (KGS) zu schließen und durch eine IGS zu ersetzen. Eltern haben dann keine Möglichkeit mehr, die für ihre Kinder geeignete und gewünschte Schulform zu wählen.

• Die Schulträger können auch Gymnasien schließen und durch eine IGS „ersetzen“. Nicht einmal in jeder kreisfreien Stadt oder in jedem Landkreis muss ein Gymnasium bestehen bleiben. So ist die Existenz von Gymnasien nicht nur im ländlichen Raum, sondern auch in Städten gefährdet. Die sog. „Bestandsgarantie“ bedeutet nur, dass ein Gymnasium innerhalb von zweieinhalb Stunden Fahrtzeit täglich erreichbar sein soll - für Eltern und Schüler völlig unzumutbar.

• Die Förderschulen Sprache und Lernen werden im neuen Schulgesetz nicht mehr aufgeführt und damit abgeschafft. Nur aufgrund massiver Elternproteste können bestehende Förderschulen Sprache noch fortgeführt werden. Trotz ebenso massiver Proteste bleibt es aber bei dem jahrgangsweisen Auslaufen der Förderschulen Lernen, und schon bald sollen die anderen Förderschulformen folgen. Damit wird das Recht der Eltern auf freie Schulwahl für Kinder mit Unterstützungsbedarf abgeschafft.

Wir sagen ein klares Nein zu all diesen Veränderungen, die keinerlei Verbesserungen für Eltern und Kinder bringen.

Deshalb fordern wir die Kultusministerin und den niedersächsischen Landtag auf:

• Lassen Sie davon ab, alle heutigen Schulen durch eine einzige Schulform zu ersetzen. • Erhalten Sie unsere vielfältige niedersächsische Schullandschaft und das Recht der Eltern auf freie Wahl der Schule für ihre Kinder. • Sichern Sie damit auch den Bestand der Gymnasien, ohne unzumutbar lange Wege und Fahrtzeiten. • Erhalten Sie die Förderschulen.

Wir bitten alle, die auch weiterhin ein leistungsfähiges und vielfältiges Schulwesen in Niedersachsen erhalten wissen wollen: Unterstützen Sie unsere Petition. Jede Stimme zählt!

Die erfolgreiche Petition gegen die Schließung der Förderschulen Sprache hat gezeigt, dass man gemeinsam viel bewegen kann.

Nutzen Sie auch Mails, Links und soziale Netzwerke sowie Unterschriftenlisten und andere Möglichkeiten, die openPetition anbietet, damit auch Freunde und Bekannte von dieser Petition erfahren und mitmachen.

Petra Wiedenroth, Verband der Elternräte der Gymnasien Niedersachsens Kirsten Radtke, Elternvertreterin Förderschule Lernen Helga Olejnik, Philologenverband Niedersachsen

Vielen Dank für Ihre Unterstützung

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  • Der Empfang der Petition wurde bestätigt

    στον/-ην/-ο 12.05.2016

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    vor fast einem Jahr haben wir dem Landtagspräsidenten unsere Petition zum Erhalt der schulischen Vielfalt und des Elternrechts auf freie Schulwahl überreicht, die von fast 33.000 Menschen unterschrieben worden war – ein beeindruckendes Votum, zu dem auch Sie beigetragen haben. Doch der Kultusausschuss und die Landesregierung haben diese und 40 weitere Petitionen dieser Art mit zusammen fast 100.000 Unterzeichnern bedenkenlos abgeschmettert und damit berechtigte Sorgen und gute Argumente der Bürgerinnen und Bürger einfach beiseite gewischt.

    Doch wir setzen uns weiterhin unbeirrt für eine leistungsfähige und gute Schule ein und lassen in diesem Bestreben nicht mehr locker. Denn die Probleme sind nicht geringer geworden – im Gegenteil: Durch die Abschaffung der Förderschule Lernen ist den betroffenen Eltern die freie Wahl der Schule für ihre Kinder genommen worden, und in der Regelschule ist, wie wir wissen, eine spezifische Unterstützung für diese Kinder kaum möglich. Hinzu kommt: Die Lehrer an allen Schulformen sind angesichts der zahlreichen neuen und schwierigen Aufgaben hoch belastet, und die Unterrichtsversorgung verschlechtert sich zusehends.

    Angesichts dieser Besorgnis erregenden Situation ist unsere Petition beispielgebend für zwei neue Initiativen, die sich für eine optimale Förderung aller Kinder in unseren Schulen und für die Schaffung der dafür erforderlichen Voraussetzungen einsetzen und somit unsere Positionen verstärken.

    Da ist zum einen die Volksinitiative „Bessere Schule“, die sich für eine gesicherte Unterrichtsversorgung und insbesondere für das freie Wahlrecht der Eltern hinsichtlich der geeigneten Schulform vor Ort, für den Erhalt der Gymnasien sowie für die Wiedereinführung der Förderschule Lernen unermüdlich einsetzt. Genauere Informationen dazu und Unterschriftenlisten erhalten Sie unter www.volksinitiative-niedersachsen.de.

    Und da ist zum anderen eine Online-Petition, die für Lehrer aller Schulformen bessere Arbeitsbedingungen und eine bessere Arbeitszeit fordert und damit für mehr Zeit für die bestmögliche schulische Förderung und Betreuung eintritt, um damit auch bessere Lern- und Arbeitsbedingungen für unserer Schülerinnen und Schüler zu schaffen. Diese Petition können Sie direkt unter www.openpetition.de/petition/online/wir-fordern-40-stunden-woche-auch-fuer-lehrer unterzeichnen.

    Wir bitten Sie sehr herzlich: Unterstützen Sie diese "neuen“ Petitionen und damit unsere Forderungen. Unterzeichnen Sie beide Initiativen – für eine bessere Schule für unsere Kinder, in der sie gern und erfolgreich lernen können.

    Ihr Petitionsteam

  • Die Petition wurde eingereicht

    στον/-ην/-ο 02.06.2015

    Nach der Überreichung unserer Petition mit über 33.000 Unterschriften an den Landtagspräsidenten haben wir als Petitionsteam in Schreiben an die Abgeordneten sowie den Ministerpräsidenten und in einer Pressemitteilung nochmals an die Abgeordneten appelliert, die -zigtausendfach geäußerten Bedenken und weit verbreiteten Sorgen der Bürger um die Zukunft unseres Schulwesens ernst zu nehmen und den Bürgerwillen zu berücksichtigen, wie ihnen das ihr Amt als „Volksvertreter“ gebietet. Ein bloßes „Vom Tisch-Wischen“ der Petitionen würde, so haben wir betont, bei den Bürgern einmal mehr den Eindruck hinterlassen, „dass die da oben nur machen, was sie wollen“.

    Doch den rot-grünen Abgeordneten war dies egal: Im Kultusausschuss haben sie die insgesamt 48 Petitionen zum Erhalt der schulischen Vielfalt und des Elternrechts auf freie Schulwahl, darunter unsere Petition mit über 33.000 Unterschriften, einfach abgeschmettert. Nicht einmal eine Anhörung der Petenten fand statt – obwohl in ihren Stellungnahmen auf der Petitionsseite auch einige Abgeordnete der SPD und der Grünen behauptet hatten, für eine Anhörung zu sein. Doch davon wollten sie in der Sitzung des Kultusausschusses nichts mehr wissen. Wir finden es empörend, wie hier der Öffentlichkeit Sand in die Augen gestreut und mit berechtigten Anliegen der Bevölkerung umgegangen wird.

    Enttäuschend – aber auch bezeichnend - sind auch die Stellungnahmen der rot-grünen Abgeordneten auf der Petitionsseite. Von Seiten der SPD wurde ein langes Musterschreiben verfasst, das nun die Abgeordneten der SPD als „ihre“ Stellungnahme verwenden – eine individuelle und konkrete Auseinandersetzung mit unserem Anliegen und mit unseren Argumenten erfolgt dabei überhaupt nicht. Warum die Förderschule Lernen trotz des massiven Protests auch der betroffenen Eltern abgeschafft und damit die Bildungschancen von 14.000 Kindern mit Unterstützungsbedarf verringert werden sollen, warum unsere schulische Vielfalt und das Elternrecht auf freie Schulwahl nicht erhalten bleiben sollen, warum Regelungen zum Nachteil des Gymnasiums und seiner Schüler getroffen werden sollen und Fahrtzeiten von mehr als 2 Stunden am Tag für „zumutbar“ erklärt werden – auf all diese Fragen erhalten wir weiterhin keine Antwort.

    Jetzt wird der Landtag am Mittwoch, 3. Juni entscheiden – um 11.00 Uhr beginnt die entsprechende Landtagsdebatte. Leider besteht kein Zweifel daran, dass sich SPD und Grüne unseren Sorgen und Argumenten weiterhin verweigern und sie das Schulgesetz einfach durchziehen wollen – denn schon in der Mittagspause der Sitzung will die SPD ihren „Sieg“ feiern und rote Luftballons aufsteigen lassen – eine Aktion, die überall Befremden und Empörung auslöst und als Provokation auch gegen all diejenigen verstanden werden muss, die sich als engagierte Bürger nachdrücklich für den Erhalt unserer schulischen Vielfalt und gegen die Abschaffung der Förderschule Lernen eingesetzt haben. Gegen diese Provokation, so viel ist jetzt schon bekannt, wird es Proteste unterschiedlichster Art geben, u.a. am Mittwoch, 3. Juni, um 12.30 Uhr an der Marktkirche Hannover.


  • openPetition hat heute eine Erinnerung an die gewählten Vertreter von Niedersächsischer Landtag Niedersachsen geschickt, die noch keine persönliche Stellungnahme abgegeben haben.


    Bisher haben 33 Parlamentarier eine Stellungnahme abgegeben.


    Die Stellungnahmen veröffentlichen wir hier:
    www.openpetition.de/petition/stellungnahme/frau-ministerin-erhalten-sie-unsere-schulische-vielfalt-und-das-elternrecht-auf-freie-schulwahl

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Υπέρ

Inklusion funktioniert nur in kleinen Klassen mit ausreichend Personal! Sowohl die Förder- als auch die Grundschullehrer sind mit der derzeitigen Situation überfordert: Die Fö.lehrer können mit den wenigen Stunden an Grundschulen nur Flickarbeit leisten, Die GSlehrer müssen fast ausschließlich alleine mit "schwierigen" Schülern klarkommen - in viel zu großen Klassen. Eine reine Sparmaßnahme! Die Eltern unserer Förderschüler sind dankbar, dass ihre Kinder wieder gerne zur Schule gehen und auch mal Erfolge haben, nachdem sie an der Grundschule so viele negative Erfahrungen gemacht haben.

Κατά

Nach § 4 Abs. 1 Satz 2 des NSchulG haben Eltern ein Wahlrecht hinsichtlich der Schulform. Laut UN-Behindertenrechtskonventionen gilt es die inklusive Gesellschaft zu fördern, ohne die Bedürfnisse der Kinder zu übersehen! Schule muss sich am Wohl des betreffenden Kindes orientieren.