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Pro

Warum ist die Petition unterstützenswert?

    Mehr Geld für die Bildung!
Inklusion funktioniert nur in kleinen Klassen mit ausreichend Personal! Sowohl die Förder- als auch die Grundschullehrer sind mit der derzeitigen Situation überfordert: Die Fö.lehrer können mit den wenigen Stunden an Grundschulen nur Flickarbeit leisten, Die GSlehrer müssen fast ausschließlich alleine mit "schwierigen" Schülern klarkommen - in viel zu großen Klassen. Eine reine Sparmaßnahme! Die Eltern unserer Förderschüler sind dankbar, dass ihre Kinder wieder gerne zur Schule gehen und auch mal Erfolge haben, nachdem sie an der Grundschule so viele negative Erfahrungen gemacht haben.
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    ersetzende Schulform, Schliessung Gymnasium
Im Contra-Bereich: "Gymnasien sind nicht gefährdet, solange sie genügend angewählt werden." Genau das ist falsch, wenn man den Gesetzentwurf genauer betrachtet. § 106: Mit Gründung einer Gesamtschule, kann der Schulträger auf das Führen eines Gymnasiums verzichten, wenn diese unter zumutbaren Bedingungen(75 Minuten Fahrzeit) erreichbar bleiben." Die Ministerin führt in ihren Reden auf Nachfrage als Erstes an, dass der Elternwille über unerfüllte Gesamtschulwünsche erfasst wird. Nirgends steht, dass ein Gymnasium nur geschlossen wird, wenn ihm die Schüler fehlen.
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    Ideologisches Wunschdenken
Aus eigener Erfahrung war ich zu Beginn meiner Lehrtätigkeit ein glühender Befürworter der Gesamtschulidee: keine zu frühe Festlegung, Chancengleichheit usw.. Schon nach wenigen Berufsjahren an verschiedenen Schulformen und in drei Bundesländern hat mich die Realität eines besseren belehrt. Ein gegliedertes Schulsystem - eventuell mit noch etwas besserer Durchlässigkeit - wird der unterschiedlichen Leistungsfähigkeit der Schüler am besten gerecht. Es ist ideologisches Wunschdenken, bei gemeinsamen Unterricht alle Schüler ausreichend fordern und fördern zu können.
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    Beziehungssysteme erhalten
Schaut man auf die Wahlbeteiligung der Elternschaft einer Brennpunkt- oder Förderschule Lernen, dann wird rasch klar, dass die Elternschaft der Förderschule Lernen mit die niedrigste Wahlbeteiligung aufweist. Daher sehen die Entscheidungstragenden bei ihnen die am wenigsten zu berücksichtigende Gruppe Erziehungsberechtigter - und sie werden mit einigen wenigen Brosamen abgespeist. Erhaltet die Förderschule Lernen - denn sie ist ein wichtiger Baustein der Beziehungslandschaft in Niedersachsen: Wenige Lehrerwechsel, belastbare Beziehungsangebote, die Kultur des "Sich Kümmern" bis ins Elternhaus
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    Gesamtschulklassen mit 30 Kindern
Jeder im Bildungsbereich Tätige weiß, dass eine leistungshomogene Klasse bessere Lernfortschritte macht als eine leistungsheterogene. Der Verweis auf erfolgreiche Gesamtschulen z.B. in Skandinavien ist unzulässig, da dort völlig andere Rahmenbedingungen, insbesondere viel kleinere Klassen, vorherrschen. In allen Bundesländern mit hohem Gesamtschulanteil (etwa Bremen) ist das Experiment Gesamtschule zu den hiesigen Bedingungen hoffnungslos gescheitert.
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    Fuer den Erhalt der schulischen Vielfalt
Aus der Sicht einer im Ausland unterrichtenden Lehrerin an einer GS, ist die schulische Vielfalt die beste Garantie auf eine leistungsstarke und -gerechte Ausbildung. Die Besten werden nie voll gefordert, die Schwaechsten sind als ewige Schlusslichter oft frustriert. Mein Handbuchbestand und Lehrmaterial, das ich zur Vorbereitung benoetige, fuellt mehrere Raeume (ich unterrichte Begabte in der selben Klasse wie Kinder, die mit Muehe lesen koennen, autistische und bebinderte Kinder, Muttersprachler und absolute Anfaenger- alle zusammen in einem Standardklassenzimmer! Nicht nacheifernswert!
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    ich habs geschafft
Als ich in derr 4. Klasse war, haben meine Lehrer gemeint, ich wäre unbelehrbar und würde niemals das Gymnasium schaffen. Als ich in der 6. Klasse war, hat ein Psychologe von mir behauptet, ich wäre ein Unerziehbares Kind und müsste ins Kinderheim. Mit 19 Jahren habe ich mein Abitur abgeschlossen. Wenn die Lehrer hätten entscheiden können, hätte ich heute nur einen Haupt oder Realschul Abschluss! Deshalb sage ich, bitte stimmt ab bei dieser Petition, sodass Kinder die Chance haben den Abschluss zu machen, den sie wollen!
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    Schulreform- nein danke
In unserem Land ( glaubt man der Politik und der Wirtschaft) fehlen qualifizierte Fachkräfte . Wir haben in Deutschland genug Potential. 1000de unserer Kinder und Jugendlichen finden keinen Ausbildungsplatz, fallen durchs Raster bei Einstellungstests. Haben unsere Kinder weniger Gehirnzellen als die aus dem Libanon oder Indien? Wohl kaum! Wir sparen unser Bildungssystem zusammen. Lehrer sind überfordert:hoher Ausländeranteil, ADHS und Inklusion, alles in einer Klasse. Das Land der Dichter und Denker? Schubladendenken wie einst in der DDR. Das ist wahre Diktatur.
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    Differenzierung im Unterricht unzufriedenstellend
Vielfalt an Schulen muss erhalten bleiben. Ich unterrichte an einer Gesamtschule in Australien, wo dieses Model die Norm ist. Es dauert Jahre bis man in der Lage ist, der gesamten Bandbreite an Lernstilen, Kenntnissen, Beduerfnissen und Motivation annaehernd gerecht zu werden. Obwohl ich mit zwei bis drei unterschlichen Plaenen in den Unterricht gehe und (Haus-)Aufgaben stark graduiere, bin ich mit der individuellen Foerderung selten zufrieden. Aus Schuelersicht: "Ich kann machen was ich will, aber ich bin ja sowieso immer im unteren VIertel meiner Klasse. Frustrierend! Fuer mich auch...
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    Für ein starkes Gymnasium
Der Plan, die IGS als ersetzende Schulform festzuschreiben ist ideologisches Denken. Die vielfältige Schullandschaft hat sich bewehrt. Wir brauchen diese Vielfalt, um alle Schülern/innen gezielt fördern zu können. Ein Schulweg von 75 Minuten ist nicht hinnehmbar. Wann sollen die Kinder den Unterricht nacharbeiten, oder sich auf schriftliche Leistungsprüfungen vorbereiten? Der Schultag der Kinder umfasst mit Fahrzeit und Schulaufgaben schon mehr als 8 Stunden. Da würde jeder gewerkschaftlich organisierte Arbeiter/Angestellte streiken. Bereits heute sind viele Kinder überfordert! Auch di
Quelle: Quellenangabe (max. 250 Zeichen)
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Die Schulbildung zu verbessern wird meiner Meinung nach nur mit mehr Personal gehen. Egal wie man die Schüler auf welche Schulform auch umverteilt. Und mehr personal traue ich den Schulbehörden nicht zu. Insbesondere, wenn man durch eine Umverteilung ja deutlich zeigt, dass man bereits aktiv gehandelt hat hat.
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    FUER die schulische Vielfalt
Deutschland eifert der (Gesamt-) Schullandschaft im englischsprachigen Raum sehr nach. Diese ist aber vielfaeltiger als man denkt- Beispiel Australien:35% aller Schueler besuchen eine nicht-staatliche Schule (hauptsaechlich Privatschulen), Tendenz steigend, und die verbleibenden 65% bieten den begabtesten Schuelern die staatliche "Selektive Highschool" an. Akademisch vielversprechende Kinder besuchen eine leistundgfoerdernde Schule, die aber grundsaetlich teuer bezahlt wird. "Australians are increasingly likely to pay for something that they value."
Quelle: McGrindle: "A Snapshot of Schools in Australia 2013"
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    FUER die schulische VIelfalt
Australien hat Gesamtschulen. Meine Erfahrung hier ist: 55% meines Einkommens geht auf die Schulgebuehren meiner 3 Soehne, die ich auf eine Privatschule schicke, um die Gesamtschulen zu vermeiden. Ich selbst unterrichte an einer STAATLICHEN GESAMTSCHULE und moechte meinen Kindern eine gute, akademische Ausbildung ermoeglichen. Mein Lehrergehalt wuerde die SChulkosten kaum decken, wenn ich nicht Einnahmen aus Vermietungen haette. Von Chancengleichheit und Vertrauen in das staatliche Model kann hier keine Rede sein. Lesenswert ist die McCrindle Studie "A Snapshot of Schools in Australia 2013".
Quelle: McCrindle Studie "A Snapshot of Schools in Australia 2013".
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Contra

Was spricht gegen diese Petition?

    Wohl des Kindes
Nach § 4 Abs. 1 Satz 2 des NSchulG haben Eltern ein Wahlrecht hinsichtlich der Schulform. Laut UN-Behindertenrechtskonventionen gilt es die inklusive Gesellschaft zu fördern, ohne die Bedürfnisse der Kinder zu übersehen! Schule muss sich am Wohl des betreffenden Kindes orientieren.
Quelle: Cornelia Bosse
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Interessant ist außerdem, dass bei Ländern, die hauptsächlich eine integrierte Schulform habe (z.B. Finnland), die Bildungschancen deutlich weniger von dem Einkommen der Eltern abhängt. Eines der Hauptprobleme der heutigen Zeit ist meiner Meinung nach die größer werdende Schere zwischen Arm und Reich, mit der verbundenen Perspektivlosigkeit großer Bevölkerungsteile. Dem entgegen zu wirken ist eines der Hauptanliegen dieser Schulreform.
Quelle: Jakob
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    IGS ist flexibler.
1. Die Idee mit der freien Schulwahl ist ja prinzipiell richtig. Aber wenn vor Ort keine IGS ist, wie können sich dann Eltern dafür entscheiden? 2. Das Gymnasium ist nicht gefährdert, solange Menschen vor Ort diese Schulform wollen und es genügend Schüler gibt. 3. Angenommen, es gibt zu wenig Schüler_innen für ein Gymansium und es muss eingestellt werden: In diesem Falle verliert der Schulträger die Möglichkeit, das Abitur wohnortnah anzubieten - ein gravierender Standortnachteil. Eine IGS ist fast immer möglich, auch bei geringer werdenden Schülerzahlen.
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"Eine Wiederholung von Klassen ist für die Schüler normalerweise nicht notwendig, sie wechseln meist in einen leichteren Kurs. Die Schüler haben an einer integrierten Gesamtschule die Möglichkeit, den ihren Kursen entsprechenden Schulabschluss vom Hauptschulabschluss bis hin zur allgemeinen Hochschulreife (Abitur) zu erlangen." Hört sich immer noch gut an.
Quelle: Wikipedia
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    Gute IGS werden für eine faire Gesellschaft gebraucht
Hier in Oldenburg sind die drei IGS mehr nachgefragt als sie aufnehmen können, daneben gibt es noch sechs beliebte Gymnasien und mehrere Oberschulen mit einem schlechten Ruf. Der Bedarf ist hier nicht für IGS gedeckt, da Kinder, die dort abgelehnt werden sich für eine Schulform entscheiden müssen, die sie gar nicht wollen. Wenn wir allen Kindern quer durch die Gesellschaft faire Chancen bieten möchten, muss die IGS stärker etabliert werden. Starke Schüler bleiben auch an einer IGS stark, das ist keine Frage, denke ich. Die deutsche Gesellschaft darf nicht noch mehr auseinander driften.
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"Ziel der integrierten Gesamtschule ist, dass die Schüler das gemeinsame Lernen und den sozialen Umgang miteinander erleben und gleichzeitig auch entsprechend ihrem individuellen Leistungsvermögen unterrichtet und vor allem gefördert werden. Eine der individuellen Leistungsfähigkeit entsprechende Differenzierung findet in einer Reihe von Fächern durch sogenannte Förder-, Grund- und Erweiterungskurse statt. Beispielsweise kann ein Schüler im Erweiterungskurs in Chemie zu den Besten gehören, aber wegen schlechter Englisch-Kenntnisse in diesem Fach den Förderkurs besuchen." Hört sich doch gut an.
Quelle: Wikipedia
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Ein Problem, das ich mit der "Schulischen Vielfalt" sehe, ist, dass es auch zu Chancenungleichheit führt. So ist das jetzige System für Gymnasiasten vielleicht wunderbar, für Schüler anderer Schulformen, besonders der Hauptschule, jedoch nicht. Das kann man schon an der Bezahlung der Lehrer sehen. Diese ist für Gymnasiallehrer knapp 400€ höher als für Hauptschullehrer (Quelle: www.lehrerfreund.de/schule/1s/lehrer-gehalt/erfreund.de/schule/1s/lehrer-gehalt/" rel="nofollow">www.lehrerfreund.de/schule/1s/lehrer-gehalt/).
Quelle: Jakob
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Meine Freundin schaffte mit Abschluß der Grundschule nicht den Notendurchschnitt für das Gymnasium. Diese psychischen Qualen, schon in einem so zarten Alter als ungeeignet "aussortiert" zu werden, hat mir tief in der Seele weh getan. Sie kämpfte sich erfolgreich durch das diskriminierende Schulsystem bis zum Abitur, was gerade in der ländlichen Gegend durch die Entfernungen eine Zumutung ist! Anschließend studierte sie BWL und arbeitet heute erfolgreich in einem großen Unternehmen. Aber das wäre auch möglich gewesen, ohne ihr durch ein Zweiklassen-System Steine in den Weg zu werfen. Für IGS!
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    Stichwort
Deutschland wird -berechtigt- immer wieder z.B. durch die OECD aufgefordert, das Schulsystem zu reformieren. Dies hat einerseits mit der (viel) zu frühen Selektion und andererseits mit der Chancengleichheit zu tun. Frühe Selektion sorgt dafür, dass Kinder in Rollen gepresst werden, die sie nur schwer wieder los werden. Auch wenn ein Wechsel theoretisch immer möglich ist, so sind doch Dinge wie -Überforderung bedingt durch falschen elterlichen Ehrgeiz, - Gesichtsverlust beim Wechsel zur "weniger wertigen" Schule, - Aber auch beim "höherwertigen" Wechsel Probleme in der Akzeptanz durch Le
Quelle: Quellenangabe (max. 250 Zeichen)
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Hier schreibt eine ehemalige gymnasiale Spitzenabiturientin: Durch eine chronische Immunschwäche mußte ich in der Unterstufe sehr oft fehlen. Die gymnasiale Struktur gab mir keinerlei Möglichkeit, das Wissen flexibel nachzuholen. Es war einfach die Hölle! Durch die fatale Situation wurde ich sehr schnell überdies zur Zielscheibe von Lehrern (!) und Mitschülern. Am Ende habe ich es trotzdem allen gezeigt und als eine der Besten mit Anspruch auf Begabtenförderung abgeschlossen, aber eine solche Hölle kann man keinem Kind zumuten! Deshalb bin ich für IGS!
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Jo jetzt kommen die CDU Wähler wieder hinter ihrem Sofa vorgesprungen und versuchen alles Schlecht zu Reden was Sie selber Jahre lang versaut haben, ich finde es sehr gut das endlich mal eine Richtung vorgegeben wird, wo allen Kinder die Gleichen Möglichkeiten bitte. Es ist im Gesetzentwurf nirgends die Rede davon das ein Gymnasium geschlossen werden soll. Also Regt euch nicht so auf. Mein eigenes Kind ist in einer IGS Integrations Klasse und es Funktioniert super , alle sind Glücklich.
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Es gibt noch eine 2. ähnliche Petition www.openpetition.de/petition/online/ueberarbeitung-zur-novelle-des-niedersaechsischen-schulgesetzes-2015://www.openpetition.de/petition/online/ueberarbeitung-zur-novelle-des-niedersaechsischen-schulgesetzes-2015" rel="nofollow">www.openpetition.de/petition/online/ueberarbeitung-zur-novelle-des-niedersaechsischen-schulgesetzes-2015
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    Elternwille muss ganz oben stehen.
Ja, es ist gut, dass mit der vorgelegten Änderung der Elternwille endlich zur Geltung kommt. Jahrelang würden wir von einem veralteten dreigliedrigen Schulsystem unterdrückt. Die Eltern wollen in den KGS / IGSen ein wirklich leistungsgerechte Durchlässigkeit. Das wollen gewisse Gesellschaftsschichten immer noch nicht. Auch wo in der Fläche sichere zweistufige Oberstufen von Eltern unterstützt werden, sollte der Elternwill schnellstmöglich umgesetzt werden. Das steht dann für eine ehrliche bürgerfreundliche Politik.
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