Wir lehnen den Vorschlag der Verwaltung, mit der Umstellung auf Frischküche erst in 2020 zu beginnen, ab.

Wir fordern stattdessen eine stufenweise Einführung von Frischküchen in allen Speyerer KiTas, beginnend mit dem Haushalt 2018.

Begründung

Der Vorschlag der Verwaltung, für die Speyerer KiTas einen Caterer bzw. das Cook&Freeze Konzept bei zu behalten bzw. darauf umzustellen und damit alles beim Alten zu belassen, ist seit September 2017 vom Tisch.

Eine frische und gesunde Ernährung stellt niemand aus der Politik in Abrede. Allen ist die Bedeutung einer ausgewogenen und frisch zubereiteten Mahlzeit klar.

Ebenso hat der Stadtrat die ernährungspsychologische UND pädagogische Bedeutung einer frisch zubereiteten Mahlzeit erkannt und spricht sich dafür aus, mehr Frischküchen in Speyer einzurichten. Denn insbesondere für Kinder gilt: „Essen ist mehr als Ernährung“. Bei der Nahrungsaufnahme geht es nicht nur darum, dass das Essen in Bezug auf Energie und Nährstoffe, Vitamine und Mineralstoffe bedarfsgerecht ist. Jede Mahlzeit, jeder Snack und jeder Imbiss ist auch eine soziale Situation, die insbesondere in Bildungseinrichtungen mit anderen Kindern und ErzieherInnen und/oder LehrerInnen gemeinsam eingenommen wird. Die Kinder erleben eine Tischgemeinschaft, die im optimalen Falle als positiv empfunden wird. Das Erleben und Dabeisein bei der Zubereiten von Speisen, das Mitwirken bei der Auswahl und erfahren der Vielfältigkeit sind Erlebnisse, die für Grundlagen für eine später selbstgestaltete, gesunde Ernährung sind.

Doch die Umsetzung auf die von der Politik im Stadtrat bereits im Februar geforderte Hinwendung zur Frischküche stockt. Die Verwaltung hat im Jugendhilfeausschuss mit pauschalierten Zahlen und ohne Detailprüfungen einzelner KiTas die Kosten unserer Ansicht nach abschreckend zu hoch berechnet. Nun sollen zu dem alle Investitionen bzw. Umstellungen erst im Haushalt 2020 berücksichtigt werden. Damit wird das Projekt Frischküche von der Verwaltung definitiv „auf Eis“ gelegt obwohl der Jugendhilfeausschuss sich klar dazu bekannt hat und eine Umsetzung fordert.

Damit bleibt der Status Quo erhalten und sogar die in Planung befindlichen KiTas sollen mit Tiefkühlverpflegung bzw. Essen aus Altenheimen versorgt werden.

Das darf nicht passieren. Wir fordern den Stadtrat auf, sein klares Bekenntnis zur Frischküche durchzusetzen und die Einrichtung von Frischküchen in den KiTas stufenweise umzusetzen.

Dabei sollten KiTas mit bereits vorhandener bzw. teilweise vorhandener Infrastruktur direkt befähigt werden, frisch zu kochen. Die Kosten für dann noch ausstehenden KiTas sollten präzise noch in 2017 ermittelt werden und die Kosten der Umsetzung auf die Haushalte 2018 und 2019 verteilt und umgesetzt werden. Dabei ist jede KiTa zu prüfen, keine soll Aufgrund ihrer geringen Kinderanzahl benachteiligt werden.

Die Stadt Speyer soll mit den Einrichtungen in ihrer Trägerschaft als Vorbild für andere dienen und Maßstäbe setzen.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Stadtelternausschuss der KiTas aus Speyer
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