Führerscheineignungstests für Autofahrer ab 75 Jahren

Petent/in nicht öffentlich
Petition richtet sich an
Deutscher Bundestag Petitionsausschuss

2 Unterschriften

Petent hat die Petition nicht eingereicht/übergeben.

2 Unterschriften

Petent hat die Petition nicht eingereicht/übergeben.

  1. Gestartet 2019
  2. Sammlung beendet
  3. Eingereicht
  4. Dialog
  5. Gescheitert

Petition richtet sich an: Deutscher Bundestag Petitionsausschuss

Sehr geehrte Bundesbürger/-innen,

es ergab sich bereits im Jahr 2017 die Frage, ob es bald eine verpflichtende medizinischen Eignungsprüfung für Autofahrer im hohen Alter geben soll und schon seit einer deutlich längeren Zeit steht dieses Thema kritisch zur Debatte, weshalb hierbei allerdings keine rechtlichen Änderungen eintreten, ist einem großen Teil der deutschen Bevölkerung nicht verständlich. Denn das vermehrte Aufkommen von Verkehrsunfällen von Autofahrern älterer Altersgruppen stellt lange schon keine Neuigkeit mehr dar.

Bereits zahlreiche Petenten unternahmen vergeblich den Versuch dem Gemeinwohl der deutschen Bevölkerung, mit dem Starten einer solchen Petition, zu helfen und auch viele deutsche Wissenschaftler und Anwälte meldeten sich diesbezüglich schon zu Wort. So unter anderem der Fachanwalt der Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht des Deutschen Anwaltvereins (DAV) Christian Funk, welcher eine Untersuchung ab dem 75. Lebensjahr für notwendig hält. (o. A., 24.01.2017): Nach vermehrten Unfällen: Müssen autofahrende Senioren bald regelmäßig zum Test?

https://www.focus.de/panorama/welt/nach-vermehrten-unfaellen-muessen-autofahrende-senioren-bald-regelmaessig-zum-test_id_6540622.html (Zugriff am 17.05.2019)

Aufgrund letzter Ereignisse in der Niedersächsischen Kreisstadt Nordhorn, fordere ich nun zum wiederholten Male, dass der deutsche Bundestag sich mit einem verpflichtenden Eignungstest für Autofahrer der Altersklasse ab 75 Jahren auseinandersetzt.

In der genannten 50.000 Einwohner Stadt ist es am vergangenen Mittwoch, dem 15.05.2019 an einem Kreisverkehr zu einem schweren Unfall zwischen einer 18-jährigen Fahrradfahrerin und einem 83-jährigen Autofahrer gekommen, welcher für die bevorrechtigte junge Frau lebensbedrohlich geendet ist. (Hille, Henrik,15.05.2019): 18-Jährige bei Unfall in Nordhorn lebensgefährlich verletzt. https://www.gn-online.de/nordhorn/schwerer-verkehrsunfall-auf-der-blanke-297246.html (Zugriff am 17.05.2019)}

Begründung

Der 83-jährige Fahrer steht hierbei symbolisch für die mittlerweile unzähligen Unfallverursacher im höheren Erwachsenenalter, deren Anteil in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen ist. Dies läge daran, dass die älteren Menschen beschämt über ihre motorischen und kognitiven Defizite seien. Der Gerontopsychologe Dr. Jürgen Howe begründet dies außerdem allgemein mit ihrem mangelnden Seh- und Hörvermögen, ihrer verlangsamten Reaktionszeit und dem schlechteren Erfassen von komplexen Situationen, was dazu führe, dass sich diese im öffentlichen Straßenverkehr überfordert fühlen und sich demnach die Fahrfehler häufen.

Die Zurverfügungstellung von freiwilligen Beratungs- und Trainingsangeboten reiche hierbei allerdings nicht aus, da sich einige ältere Menschen ihrer kognitiven und körperlichen Einschränkungen zwar durchaus bewusst seien und diese ihre Fahrerlaubnis dementsprechend auch freiwillig abgäben. Andere neigen hingegen dazu, zumeist aufgrund von Selbstüberschätzung und mangelnder Selbstreflexion, entsprechende Maßnahmen nicht in Erwägung zu ziehen. (Fritz, Dagmar, 08.01.2018): Führerschein: Erhöhte Unfallgefahr im Alter? https://www.senioren-ratgeber.de/Freizeit/Fuehrerschein-Erhoehte-Unfallgefahr-im-Alter-546433.html (Zugriff am 17.05.2019)

"Grundsätzlich steht es in der Eigenverantwortung eines jeden Einzelnen, für sich selber festzustellen, ob man in der Lage ist, ein Fahrzeug sicher zu führen, ohne sich oder andere zu gefährden oder sogar zu schädigen“, erklärt Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD). Nun wurde gerade allerdings die These aufgestellt, dass die subjektive Einschätzung und Beurteilung der Eigenverantwortung bei älteren Menschen möglicherweise fehlerhaft sein kann und diese wird in Anbetracht der steigenden Unfallzahlen auch eindeutig bestätigt. Fehlende verpflichtende Untersuchungen führen so nicht nur zur Gefährdung potenzieller Unfallopfer, sondern auch die unfallverursachenden älteren Menschen unterziehen sich beim Fahren eines Fahrzeugs einem hohen Risiko.

Aus diesem Grund wäre es bezogen auf die Sicherheit im Straßenverkehr angebracht, wenn den Autofahrern, die eine besagte Eignungsprüfung nicht bestehen, tatsächlich der Entzug der Fahrerlaubnis bevorsteht. Da der Besitz eines Führerscheins für viele ältere Menschen allerdings Selbstständigkeit und mobile Unabhängigkeit bedeutet, sollte gewährleistet werden, dass den Fahrern eine Ausgleichsmaßnahme zuteil wird. Diese könnte beispielsweise die kostenfreie Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln sein.

Zum Abschluss stellen sich demnach folgende Fragen:

  • Weshalb sind (hinsichtlich der deutlich zu erkennenden Risiken und absoluten Unfallzahlen) in einem so fortgeschrittenen Schwellenland wie Deutschland, in der beispielsweise ebenfalls die Automobilindustrie und die Produktion von Fahrzeugen eine große historische Bedeutung haben, noch keine entsprechenden rechtlichen Regelungen hinsichtlich einer Steigerung der Sicherheit des Straßenverkehrs festgelegt worden?

  • Weshalb wird die einfache Überarbeitung, der bereits gesetzlich vorgeschriebenen Prüfung der Fahrtüchtigkeit bei Lastwagen- und Busfahrern für regelmäßige Eignungstests der älteren Bevölkerungsgruppe, vehement abgelehnt?

Europäische Vorbilder gibt es genügend. Norwegen, Schweden, aber auch die benachbarten Niederlanden haben entsprechende ärztliche Untersuchungen ab einem Alter von 70 Jahren bereits verpflichtet.

In Deutschland besitzen rund zwei Millionen Menschen im Alter zwischen 75 und 84 Jahren ein Auto und aufgrund der demographischen Entwicklung, hinsichtlich eines steigenden Durchschnittsalters, ist mit einem ständigen Wachstum dieser Zahl zu rechnen. Hinsichtlich dessen sollte der Deutsche Bundestag unverzüglich zu einem Umdenken angeregt werden, damit schnellstmöglich Änderungen eintreten und weitere schwere oder sogar tödliche Unfälle vermieden werden.

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 17.05.2019
Sammlung endet: 16.05.2020
Region: Deutschland
Kategorie: Sicherheit

Neuigkeiten

  • Liebe Unterstützende,
    der Petent oder die Petentin hat innerhalb der letzten 12 Monate nach Ende der Unterschriftensammlung keine Neuigkeiten erstellt und den Status nicht geändert. openPetition geht davon aus, dass die Petition nicht eingereicht oder übergeben wurde.

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