Economy

Für den Erhalt der Arbeitsplätze und des Standortes bei der pva in Landau!

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Medien Union GmbH, Ludwigshafen
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Wir, die Beschäftigten der pva in Landau wollen unsere Arbeitsplätze behalten. Wir verzichten seit Jahrzehnten auf Lohnbestandteile und tragen zum Erhalt des Standortes bei. Die Auftragsbücher der Firma pva sind voll und wir arbeiten in Vier-Schichten rund um die Uhr. Die pva Landau steht wirtschaftlich grundsätzlich auf gesunden Füßen. Das Problem ist, dass das Unternehmen seit Jahren in die notwendigen Instandhaltungsmaßnahmen, insbesondere in das Gebäude, nicht ausreichend investiert hat.

Wir fordern das Unternehmen auf, seiner sozialen Verantwortung gegenüber 130 Familien nachzukommen und den Standort und Arbeitsplätze nicht wegzurationalisieren und die Produktion nicht zu verlagern.

Wir fordern den Erhalt des Standortes und aller Arbeitsplätze.

Wir fordern den Hauptgesellschafter (die Medien Union GmbH) auf, seiner sozialpolitischen Verantwortung gerecht zu werden.

Wir bitten daher, mittelbar oder unmittelbar Betroffene, solidarische Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, deren Angehörige, unsere Kunden, alle politischen Instanzen um die Unterstützung unseres Anliegens.

Betriebsrat der Firma pva, Druck und Medien-Dienstleistungen GmbH betriebsrat@pva.de

Beschäftigte der pva, Druck und Medien-Dienstleistungen GmbH

Unterstützt von ver.di und der DGB-Region Vorder- und Südpfalz

Reason

Wir wurden alle am 16.01.2020 völlig überraschend auf einer Beschäftigtenversammlung durch die Geschäftsführung informiert, dass die Produktion am Standort Landau nach Braunschweig verlagert werden soll. Dies geschah ohne Vorankündigung und ohne rechtzeitige und umfassende Informationen des Betriebsrates, obwohl der Arbeitgeber dazu gesetzlich verpflichtet ist. Schon im Mai sollen nach dem Wunsch des Arbeitgebers erste Kündigungen ausgesprochen werden und bis Ende September sollten keine weiteren Druckaktivitäten an Standort Landau mehr stattfinden.

Betroffen von dieser Maßnahme sind ca. 130 Beschäftigte und ihre Familienmitglieder. Auch die Zukunft von vielen lokalen und regionalen Geschäftspartnern und dadurch auch weitere Arbeitsplätze sind gefährdet.

Nach ersten Informationen, die der Betriebsrat mittlerweile von unserem Arbeitgeber erhalten hat, kam der vom Betriebsrat beauftragte betriebswirtschaftliche Sachverständige zu dem Ergebnis, dass die Schließung unseres auftragsstarken Standortes durchaus vermeidbar ist. Die arbeitgeberseitige Argumentation der fehlenden Zukunftsperspektiven für den Betrieb in der bestehenden Immobilie erscheint angesichts der Zugehörigkeit des Eigentümers zur Medien Union Gruppe als fragwürdig. Bei entsprechendem Willen kann sicherlich die Medien Union Gruppe mit ihrem Sitz in Ludwigshafen mit dem Betriebsrat und Gewerkschaft ver.di tragfähige Zukunftskonzepte entwickeln.

Die pva stellt Kataloge, Zeitschriften und Broschuren im Rollenoffset und Bogenoffset her.

Die pva, Druck- und Mediendienstleistung GmbH ist eine Tochtergesellschaft der Westermann Gruppe in Braunschweig, die wiederum eine Tochtergesellschaft der Medien Union GmbH in Ludwigshafen ist.

Stand: 22.03.2018:

Mittlerweile wurden die von Betriebsrat und seinem Sachverständigen ausgearbeiteten Alternativvorschläge zur Erhaltung des Standortes Landau mit dem Arbeitgeber besprochen. Die Vorschläge des Betriebsrates wurden zwar durchaus für gut befunden, hätten aber nach Aussage des Arbeitgebers nur zu einer kurzfristigen Lösung geführt. Daher werde der Arbeitgeber bei dem Gesellschafterbeschluss bleiben und den Produktionsstandort Landau schließen. Der Betriebsrat bleibt bei seinem Eindruck, dass es sich hier um eine „Luxusschließung“ handelt, die bei einer Umsetzung der vorgeschlagenen Konzepte des Betriebsrates immer noch vermeidbar wäre. Denn selbst der überwiegende Teil der Mitarbeiter war bereit, noch einmal finanzielle Opfer zu leisten um die Arbeitsplätze zu erhalten, was der Betriebsrat auch als mögliche Alternative vorgeschlagen hatte. Daher ist der Betriebsrat ab dem 16.03. in Verhandlungen mit dem Arbeitgeber über einen Interessensausgleich und Sozialplan. Der Arbeitgeber hat dem BR einen Sozialplanentwurf mit Abfindungsregelungen vorgelegt, der in seiner Form weit weg davon ist, die wirtschaftlichen Nachteile für den Arbeitsplatzverlust der Beschäftigten einigermaßen abzumildern. Eine im Entwurf vorgeschlagene Abfindungsregelung mit einem Berechnungsfaktor zwischen 0,1 und 0,5 Monatsgehältern ist für die Beschäftigten nicht akzeptabel. Aufgrund der momentanen wirtschaftlichen Entwicklung, die vom Corona-Virus sehr stark beeinflusst werden wird, gehen wir davon aus, dass sich die Situation unserer Kollegen/innen auf dem Arbeitsmarkt nicht gerade verbessert. Umso mehr ist unser Arbeitgeber in einer noch größeren sozialen Verantwortung auch uns gegenüber. Der Arbeitgeber hat zwischenzeitlich die Verhandlungen mit Ver.di über einen Sozialtarifvertrag abgelehnt, obwohl mehr als die Hälfte der betroffenen Arbeitnehmer Gewerkschaftlich organisiert sind. Für uns ist es wichtig die Öffentlichkeit darüber zu informieren und auch darum bitten wir weiter um Ihre Unterstützung, gerade wenn es darum geht einen vernünftigen Sozialplan mit dem Arbeitgeber auszuhandeln.

News

  • Corona bremst auch leider uns aus…

    Am 16.03.20 Tag fanden leider keine Verhandlungen über den Interessenausgleich bzw. Sozialplan statt. Geschäftsführung und Betriebsrat sind übereingekommen die weiteren Verhandlungsvorschläge und entsprechende Gegenvorschläge sich gegenseitig nur in elektr. Form mitzuteilen und sich darüber auszutauschen.

    Beide Parteien verzichten in den nächsten Wochen auf einen persönlichen Kontakt. Der nächste geplante Verhandlungstermin am 26.03.20 wird gecancelt und der darauffolgende Verhandlungstermin am 03.04.20 wird in Form einer Video- oder Telefonkonferenz stattfinden.

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No CONTRA argument yet.

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