Lieber Bürgermeister, liebe Mitglieder des Stadtrates Bad Neuenahr- Ahrweiler, liebe Verwaltung,

bitte erhalten Sie unser historisches Erbe!

In diesen Tagen geschieht sehr viel rund um die Kuranlagen. Die Stadt möchte den Kurgarten neu gestalten. Dies sowohl aus der Notwendigkeit heraus, dass ohnehin eine Sanierung der Gebäude ansteht, und mit Blick auf die Landes Gartenschau 2022. Im Fokus stehen die Bauten vis a vis des Badehauses, die den Kurgarten zur Kurgartenstraße hin begrenzen:

  • Kolonnaden/ Geschäfte,

  • Konzerthalle,

  • kleine Trinkhalle,

  • heutiger Lesesaal/ früher Ehrenhof,

  • Wandelgang, Kurgartencafe.

Die Bausubstanz ist „in die Jahre gekommen“, Modernisierungen stehen an. Die Räumlichkeiten werden heute anders genutzt, als zur Zeit ihrer Erbauung: Kur hat sich verändert, auch der Park wird heute anders „bespielt“. Die BI sieht die Notwendigkeit der Modernisierung, möchte aber auch Wert der historischen Bausubstanz prüfen und im Zweifel erhalten!

Was möchten wir erreichen?

  • Eine sensible und fachlich fundierte Würdigung der historischen Bausubstanz als baukulturelles Erbe und geschichtliches Zeugnis des Bades.

  • Eine saubere Lösung aus einer selbstbewussten Haltung heraus, die das Alte würdigt und gut in das Neue integriert (und nicht in vorauseilendem Gehorsam einem imaginären Investor gegenüber alles beseitigen).

Die BI stellt sich prinzipiell nicht gegen Neubauten. Sie möchte aber das Erbe gewürdigt und einbezogen wissen: keine Zukunft ohne Herkunft. Sie möchte Neues aus dem Geist der Geschichte heraus gestalten, so dass Kontinuität herrscht und sensibel weiterentwickelt wird (statt Brüche) und ein rundes Ganzes wächst.

Im Rahmen der Neuplanung können wir uns gut vorstellen,

  • dass die Konzerthalle inklusive Konzertmuschel und der Zugang (Gang von heutigem Eingang) erhalten bleiben. Dies umso mehr, da bereits heute, seit die Heilbadgesellschaft die Gebäude betreut, der Konzertsaal zur „Bürgerhalle“ für den Ortsteil Neuenahr geworden ist. Die neuen Pläne der Stadt sehen jedoch nur eine sehr viel kleinere Lösung vor.

  • dass der Ehrenhof/ heute Lesesaal wieder geöffnet wird (wurde 1957 überdacht) und der Wandelgang wiederhergestellt wird.

  • dass notwendige bauliche Veränderungen dem Geist der „Neuen Sachlichkeit“ folgen und sich an den Vorgaben Weisers orientieren.

  • dass gleichzeitig eine Neugestaltung der Kurgartenstraße erfolgt, diese „entrümpelt“ wird und vor dem Entree zum Kurgarten ein großer Platz entsteht und der Straße somit eine eigene Mitte gibt.

Begründung

Die zur Disposition stehenden Gebäude sind Zeugen einer großen Epoche des Bades, wie auch der Architekturgeschichte. Ihr Schöpfer, Hermann Weiser, ist ein wichtiger Vertreter eines Baustils, der architektonisches Schaffen bis heute prägt. Die Bürgerinitiative „lebenswerte Stadt“ würde gerne sehen, wenn dieser Hintergrund bei einer Bewertung der Bauten entsprechend gewürdigt würde und bei einer Überarbeitung der Bauwerke ein Großteil von Konzert-, Trinkhalle und Wandelgang in ihrer ursprünglichen Eleganz wiederhergestellt und erhalten blieben. Ihre Architektur ist qualitativ hochwertig und einzigartig. Die Gebäude sind wertvolles baukulturelles Erbe, das es nicht zu entsorgen gilt, sondern das kreativ und phantasievoll für die Zukunft fit zu machen ist.

Weitere Informationen findet man hier: lebenswertestadt.jimdo.com/kurparkliegenschaften-bad-neuenahr/

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, BI Lebenswerte Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler aus Bad Neuenahr-Ahrweiler
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