Region: Hesse
Media

Für den Erhalt einer medienpädagogischen Vielfalt in Hessen: Wir brauchen alle vier Offenen Kanäle!

Petitioner not public
Petition is directed to
Hessischen Landtag
1,051 supporters 907 in Hesse

The petition is partly accepted.

1,051 supporters 907 in Hesse

The petition is partly accepted.

  1. Launched 2022
  2. Collection finished
  3. Submitted on 22 Mar 2023
  4. Dialogue
  5. Partial success

Seit Jahrzehnten bilden die Offenen Kanäle in Hessen einen grundlegenden Bestandteil der medienpädagogischen Arbeit. Dort haben alle Bürgerinnen und Bürger, auch ohne deutschen Pass, die Möglichkeit, Fernsehen mit professioneller Technik und kompetenter Unterstützung zu produzieren - und das kostenlos. Für Schulklassen und Einrichtungen der Kinder- und Jugendarbeit sind die Offenen Kanäle ein wichtiger Lernort um Medienkompetenz hautnah zu erleben und selbstwirksam eigene Projekte umzusetzen. Regelmäßig sind die Medienprojektabteilungen der Offenen Kanäle mit Anfragen von Schulklassen mehr als ausgelastet - das Interesse an Kooperationen war selbst in Zeiten von Corona und geschlossenen Schulen hoch.  
Ab 2023 soll das neue Hessische Gesetz über Privatrundfunk und neue Medien (HPMG) gelten. Die umfangreichsten Änderungen im Vergleich zum alten HPRG sieht der derzeitige Entwurf bei den Offenen Kanälen und Medienprojektzentren vor (§§ 27, 28). Die Medienanstalt Hessen (LPR Hessen) soll nur noch eine einzige Einrichtung in Form eines Medienprojektzentrums in eigener Trägerschaft betreiben dürfen. Alle übrigen derzeitigen MOK sollen in privatrechtliche Trägerschaft überführt und ab 2028 nur noch mit 60 Prozent des bisherigen Umfangs gefördert werden. Eine extrem schwierige Situation. Denn so rücken die vorher regional vernetzte und etablierten Offene Kanäle für einen Großteil der Zielgruppe in unerreichbare Ferne und die medienpädagogische Arbeit vor Ort wird gravierend eingeschränkt.
 
Zusammen mit dem MOK Rhein-Main wollen wir für den Erhalt der vier anstaltsgetragenen Einrichtungen in Kassel, Gießen, Fulda und Rhein-Main kämpfen. Die Medienprojektzentren Offener Kanal sollen weiterhin unabhängig sowohl Medienkompetenz für alle Generationen und Zielgruppen vermitteln als auch Inhalte aus Hessen über zeitgemäße Übertragungsmöglichkeiten verbreiten.

Reason

In Zeiten von Hass und Hetze im Netz, in denen das Internet zu einem Medium informationeller Kriegsführung missbraucht werden kann, kommt gerade der Doppelfunktion der Medienprojektzentren Offener Kanal eine besondere Bedeutung zu. Auf der einen Seite tragen sie als Orte der Medienbildung und des lebenslangen Lernens zur dringend notwendigen Aufklärungsarbeit bei, auf der anderen stellen sie eine allen zugängliche Plattform der freien Meinungsäußerung dar, die gleichzeitig in der Lage ist, rechtsstaatliche Prinzipien zu wahren. Ihre Mitarbeitenden tragen Sorge, dass nichts verbreitet wird, worin Menschen bedroht, verleumdet oder durch wilde Verschwörungstheorien desinformiert werden.  
Als außerschulischer Lernort stellt ein Fernsehsender ein besonderes Erlebnis für die Kinder/Jugendlichen dar. Schnittplätze, eine professionelle Tonkabine, das Studio, in dem man vor dem Greenscreen eigene Nachrichtensendungen produzieren kann, das sind Einrichtungen, zu denen sie sonst keinen Zutritt hätten, geschweige denn, sie selbst nutzen könnten. Diese Möglichkeit rückt für viele Interessierte außer Reichweite, sollte es kein Medienprojektzentrum Offener Kanal mehr in erreichbarer Nähe geben.
 
Nicht zuletzt der gleichberechtigte demokratische Zugang zu dem Medium Fernsehen und Bewegtbild für alle ist gefährdet, da sich die Vereine spätestens 2028 zu 40% selbst finanzieren sollen und hier eine Einflussnahme von Förderern und Sponsoren befürchtet werden muss.

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News

Die OKs machen Medienerziehung! Sind schon in den Grundschulen aktiv, Medienkompetenz ohne kommerziellen background- wer soll das ersetzen? Partizipationsmöglichkeiten für alle ist Demokratie

Ist diese Form der Medienerziehung noch Zeitgemäß? Es wie in allen Bildungs- und Öffentlichen Einrichtungen nicht ständige Anpassungen und Novellierungen? Das die Medienbildung eine basale und in dieser Zeit immens wichtige Kompetenz, nicht nur junger Menschen ist, sei vorangestellt. Ob aber der Betrieb kostenintensiver Einrichtungen diesem Anspruch Rechnung trägt, ist zu bezweifeln.

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