Region: Hamburg
Science

Für den Erhalt und Ausbau internationaler Wissenschaftskooperation - Frieden schaffen mit Vernunft

Petitioner not public
Petition is directed to
Das Präsidium der Universität Hamburg und die Hamburger Wissenschaftssenatorin
385 supporters 125 in Hamburg

The petition is denied.

385 supporters 125 in Hamburg

The petition is denied.

  1. Launched 2022
  2. Collection finished
  3. Submitted on 10 Aug 2022
  4. Dialogue
  5. Finished

Wir sind der Überzeugung, dass zivile internationale Kooperation die notwendige Alternative zum Krieg ist – in Kultur, Bildung und Wissenschaft, Wirtschaft und Politik.
Wir rufen daher die Mitglieder der Universität auf, die internationale wissenschaftliche Kooperation, insbesondere mit Kolleg:innen und Kommiliton:innen aus Russland und der Ukraine, zu suchen und zu intensivieren und so zu einer rationalen Verständigung und friedensstiftenden zivilen Entwicklung beizutragen.
Wir fordern außerdem das Präsidium der Universität Hamburg und die Hamburger Wissenschaftssenatorin auf, die sofortige Wiederaufnahme der Kooperationsaktivitäten mit russischen Hochschulen und anderen Wissenschaftseinrichtungen zu ermöglichen und aktiv zu befördern.

Reason

„Wissenschaftliche Forschung ist ohne eine umfassende Zusammenarbeit mit Kollegen aus anderen Ländern nicht denkbar. Die Isolierung Russlands von der Welt bedeutet eine weitere kulturelle und technologische Degradierung unseres Landes, die keine positiven Perspektiven bietet. Ein Krieg mit der Ukraine ist ein Schritt ins Nirgendwo.Wir fordern die sofortige Einstellung aller Militäraktionen gegen die Ukraine. Wir fordern die Achtung der Souveränität und territorialen Integrität des ukrainischen Staates. Wir fordern Frieden für unsere Länder. Lassen Sie uns Wissenschaft betreiben, nicht Krieg!“ 
(Offener Brief von russischen Wissenschaftlern & Wissenschaftsjournalisten gegen den Krieg mit der Ukraine, 27.02.2022, https://web.archive.org/web/20220304082206/https://trv-science.ru/de/2022/02/we-are-against-war-de/ (7500 Unterzeichner:innen, Stand 04.03.2022))
Ziele: Entspannung durch Austausch, Wandel durch Kooperation, europäische Erweiterung durch Verständigung auf gemeinsame blockübergreifende Projekte, Beistand beim akademischen Neuaufbau, Erneuerung alter Kulturverbindung, Stärkung der europäischen Integration.
Wege: Partnerschaften in vielen Fächern mit den Hauptstadt-Universitäten als den besten Universitäten mit gleichartigem Fächerspektrum, (…). Alle Partnerschaften wurden von Hamburger Seite angebahnt. Der Präsident der Universität Hamburg unternahm zur Anbahnung und Pflege der Ostkooperationen 75 Reisen nach Ost- und Südosteuropa (1970-1991). Die Verwaltung der Universität Hamburg hat diese Kooperationen bis heute hervorragend betreut.“
(Peter Fischer-Appelt, ehemaliger Präsident der Universität Hamburg, in der Einführung zum Kapitel „Ostkooperation“ in: „Universität als Kunstwerk. Beiträge aus sechs Jahrzehnten“, 2012, S. 245)
Wir wenden uns gegen die Entscheidung des Universitätspräsidiums, alle Kooperationsaktivitäten mit russischen Hochschulen und Forschungseinrichtungen auszusetzen. Nur der Ausbau von Zusammenarbeit im Sinne des im universitären Leitbild gefassten Ziels der „Internationalisierung von Bildung und Wissenschaft für eine friedliche und menschenwürdige Welt“ schafft Frieden. Die Mitglieder der Universität sind mehr denn je in der Verantwortung, Orte der internationalen Kommunikation und Zusammenarbeit zu stiften und zu stärken.
Die Universität Hamburg hat eine lange Geschichte des Wirkens für Frieden durch Kooperation: Kooperationsvereinbarungen mit Wissenschaftler:innen und Universitäten in Osteuropa, wie etwa in St. Petersburg, wurden als Durchdringung des „Eisernen Vorhangs“ initiiert. Wir setzen uns für eine Vertiefung der universitären Ost-Partnerschaften in diesem Verständnis sowie ihre stärkere Verankerung im öffentlichen universitären Leben ein. So tragen wir als Universität zur Herausbildung gleichberechtigter und verbindlicher kultureller, wirtschaftlicher und politischer Partnerschaften bei, insbesondere zwischen der EU und Russland. Das ermöglicht soziale, demokratische Progression in allen beteiligten Ländern und wirkt friedensbildend.
Wir rufen alle dazu auf, der irrationalen militärischen und verbalen Aufrüstung und Abschottung zugunsten einer vernunftgeleiteten sozialen, nachhaltigen und zivilen Entwicklung entgegenzutreten. Die Universitäten und Hochschulen benötigen höhere Mittel für die umfassende Erfüllung ihrer friedenstiftenden Aufgaben.
„[Das] derzeitige[s] Volumen [atomarer Vernichtungswaffen] hat das Potential, die Erde für Menschen unbewohnbar zu machen und die menschliche Zivilisation auszulöschen. Deshalb dürfen solche Waffen nie zum Einsatz kommen! Wir als Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sind überzeugt, dass wissenschaftliche Erkenntnisse aller Disziplinen und die auf ihr fußenden Technologien der Menschheit in Zukunft den größten Nutzen bringen werden. Sie sind nur in weltweiter wissenschaftlicher Zusammenarbeit zu erreichen. Ohne sie werden die globalen Probleme nicht zu lösen sein. Voraussetzung ist, dass diese Erkenntnisse ausschließlich für friedliche Zwecke und für das Wohl und das Glück aller Menschen eingesetzt werden unter Anerkennung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte.“
(Friedensappell der internationalen Scientific Community durch Nobelpreisträgerinnen und Nobelpreisträger, unterzeichnet von 105 Nobelpreisträger:innen, https://www.mpg.de/aufruf-zum-frieden)

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News

  • Liebe Unterstützende,

    schlechte Nachrichten: Der Petitionsausschuss hat über das Anliegen der Petition beraten. Der Petition konnte nicht entsprochen werden. Die Stellungnahme finden Sie im Anhang.

    Beste Grüße
    das openPetition-Team


  • openPetition hat die von Ihnen unterstützte Petition offiziell im Petitionsausschuss von Hamburg eingereicht. Jetzt ist die Politik dran: Über Mitteilungen des Petitionsausschusses werden wir Sie auf dem Laufenden halten und transparent in den Petitionsneuigkeiten veröffentlichen.

    Als Bürgerlobby vertreten wir die Interessen von Bürgerinnen und Bürgern. Petitionen, die auf unserer Plattform starten, sollen einen formalen Beteiligungsprozess anstoßen. Deswegen helfen wir unseren Petenten, dass ihre Anliegen eingereicht und behandelt werden.


    Mit besten Grüßen,
    das Team von openPetition

Die Deutsche Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE) positioniert sich ebenfalls gegen einen Abbruch der Kontakte zu Kolleginnen und Kollegen sowie Studierenden an Hochschulen in Russland. Sie schreibt: "Wir unterstützen den Fortbestand der Kontakte zu unseren Kolleg:innen in der Ukraine und Russland sowie zu den Studierenden aus diesen Ländern. Wir stehen ein für einen gewaltfreien Umgang mit Konflikten."

Wir können gern wieder mit Russland kooperieren, wenn Putin Geschichte ist. So lange er in der Ukraine Völkermord begeht, ist Russland kein Partner. Alles andere wäre zynisch und respektlos den Menschen in der Ukraine gegenüber. Keine Freundschaft mit Putin! Putin-Freunde sollte aus der Öffentlichkeit verschwinden!

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