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Bild zur Petition mit dem Thema: Für die Rettung des KAOS-Kultursommers und des Musikbereiches der Kulturwerkstatt KAOS Für die Rettung des KAOS-Kultursommers und des Musikbereiches der Kulturwerkstatt KAOS
  • Von: Friederike Blum mehr
  • An: Stadt Leipzig
  • Region: Leipzig mehr
    Kategorie: Kultur mehr
  • Status: Die Petition wurde eingereicht
    Sprache: Deutsch
  • In Bearbeitung
  • 1.135 Unterstützende
    Sammlung abgeschlossen

Für die Rettung des KAOS-Kultursommers und des Musikbereiches der Kulturwerkstatt KAOS

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Mit einem vielfältigen Programm startet am 8. Juli 2014 der 5. KAOS-Kultursommer (kaos-kultursommer.blogspot.de/). Gleichzeitig überbrachten die InitiatorInnen eine besorgniserregende Nachricht: Voraussichtlich handelt es sich bei dem diesjährigen KAOS-Kultursommer um den letzten. Grund dafür ist eine ersatzlos auslaufende Bürgerarbeitsstelle, deren Aufgabe neben der Betreuung des Fachbereichs Musik der Kulturwerkstatt auch die Organisation des KAOS-Kultursommers ist (www.l-iz.de/Politik/Engagement/2014/06/KAOS-Kultursommer-und-Musikbereich-stehen-vorm-Aus-55643.html). Ein sich in den letzten Jahren etabliertes kulturelles Event der freien Kulturszene Leipzigs steht so vor dem Aus. Die Förderung der lokalen Singer-Songwriter-Szene, die im Rahmen des Seeklang-Festivals stattfindet, die Bereicherung der Kulturlandschaft durch LoopArt- & Literaturfestival, sowie die vielgelobten Inszenierungen des KAOS-Sommertheaters würden der Stadt verloren gehen. Darüber hinaus ist durch den Wegfall des Fachbereiches Musik ein Teil der wertvollen kulturpädagogischen Arbeit der Kulturwerkstatt bedroht. Neben dem regelmäßig stattfindenden Singer-Songwriter-Treff, Hörspiel- und Filmproduktionen und zahlreichen Musikworkshops betrifft dies nicht zuletzt auch die Betreuung des Bandprobenraumes der Kulturwerkstatt KAOS. Gerade angesichts des von der Stadt Leipzig geäußerten Willens, die Arbeit der Kulturwerkstatt im Leipziger Westen adäquater auszustatten – so wird derzeit der Standort, eine alte Villa in Lindenau, saniert – scheint diese Verringerung der personellen Ausstattung, und damit des Angebots, paradox. Im letzten Jahr zeigten die Leipziger Bürgerinnen und Bürger angesichts der drohenden finanziellen Kürzungen im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe großes Engagement und erreichten so, dass die Stadtverwaltung die angedachte Konsolidierung zurückgenommen hat. Damit sollte auch dem hohen Stellenwert der (kultur-)pädagogischen Arbeit der freien Träger Rechung getragen werden. Diese wertgeschätzte Arbeit wird in der Kulturwerkstatt KAOS ab September 2014 (spätestens ab Januar 2015) nicht mehr so wie bisher möglich sein. Aktuell wird die Arbeit der Kulturwerkstatt KAOS von 3 MitarbeterInnen gestemmt – das Jugendamt fördert dafür 1,98 Stellen. Hinzu kommt die nun bedrohte Bürgerarbeitsstelle von 30 Stunden. Alle 4 MitarbeiterInnen realisieren neben der Verwaltung und Organisation ein kreatives & vielfältiges Angebot für Kinder und Jugendliche in den Bereichen Kunst, Theater, Medien und Musik. Mit dem Wegfall der Bürgerarbeitsstelle kann der ohnehin schon immense Arbeitsaufwand nicht mehr bewältigt werden. Wenn die Stadt sich für die kulturelle Vielfalt und die Förderung der (kulturpädagogischen) Jugendarbeit in Leipzig einsetzen will, ist sie hier aufgefordert zu handeln. Wir fordern Politik und Stadt auf, den Fortbestand des Fachbereiches Musik in der Kulturwerkstatt KAOS zu sichern, um ein gefragtes Angebot zu erhalten und gleichzeitig die etablierte Veranstaltungsreihe KAOS-Kultursommer nicht verschwinden zu lassen. Nicht zuletzt weil die Stadt mit der Sanierung der Villa in Lindenau auch zeigen wollte, dass der Kulturstandort gewünscht ist und fester im Leipziger Westen verankert werden soll (www.lvz-online.de/leipzig/stadtteile/jugendkulturzentrum-kaos-in-leipzig-lindenau-wird-umfangreich-saniert/r-stadtteile-a-165912.html).

Begründung:

Im vergangenen Jahr feierte die Kulturwerkstatt KAOS ihr 20-jähriges Bestehen. Anlässlich dessen zeigten in Videobotschaften ehemalige und aktuelle KursteilnehmerInnen ihre Wertschätzung für die gemachten und ermöglichten Erfahrungen, die mit den Bemühungen der MitarbeiterInnen der Kulturwerkstatt verbunden sind. Nicht selten gaben sie ihnen auf vielfältige Weise Inspiration für ihren weiteren Lebensweg. Seit seiner Gründung hat sich der Standort im Leipziger Westen zu einer wertvollen Institution für Kinder und Jugendliche unserer Stadt entwickelt. Mit der Veranstaltungsreihe KAOS-Kultursommer schaffte es die Kulturwerkstatt in den vergangenen 5 Jahren ihr Angebot für alle Leipzigerinnen und Leipziger zu erweitern, indem auf der einmaligen Seebühne ein vielfältiges kulturelles Programm aus Musik, Theater und Kunst geboten wird, das das kulturelle Leben unserer Stadt bereichert. Die stetig wachsende Zuschauerzahl bestätigt, dass sich die Veranstaltungsreihe großer Beliebtheit erfreut und sich somit im Veranstaltungskalender Leipzigs etabliert hat. Es sollte tunlichst vermieden werden diese Entwicklungen durch Einsparungen im personellen Bereich aufzuhalten. Die Wichtigkeit von Kinder- und Jugendarbeit ist unumstritten, ebenso die Förderung einer unabhängigen Kulturszene – denn beide erfrischen das Stadtleben ungemein. Es liegt in der Verantwortung der Stadt, dies zu fördern, im Allgemeinen und auch Speziellen die Kulturwerkstatt KAOS betreffend. Gerade weil sich die Stadt mit der Finanzierung der Sanierung offiziell zum Standort und der mit ihm verbundenen Kulturwerkstatt bekannt hat.

Foto: Johannes Walter.

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

04229, 01.07.2014 (aktiv bis 11.08.2014)


Neuigkeiten

Hallo liebe Unterstützerinnen & Unterstützer, gut ein Jahr ist vergangen, seitdem diese Petition gestartet wurde. Wie einige von Ihnen/Euch vielleicht schon bemerkt haben: KAOS ist derzeit nicht nur mit dem Umzug vom Interim Kanal28 in die sanierte Villa ...

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Debatte zur Petition

PRO: Es ist einfach eine Plattform in der man seiner Kreativität freien Lauf lassen kann und den Blick für das Wesentliche nicht verliert. Es geht nicht immer nur um Wettkampf, Gewinne, Erfolg. Es geht darum sich aus zutauschen, zu kommunizieren. Sozial aktiv ...

CONTRA: Sorry, aber es geht auch um eine Kosten / Nutzen rechnung. Die Mittel die nötig sind können woanders in der Jugendhilfe eingesetzt werden. So sind z.B. Sportangebote kostengünstiger, effektiver und schlicht besser als die sgo. " Kunst" die dort praktiziert ...

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