• Von: Ekkehard von Guenther mehr
  • An: Bundesministerium für Finanzen
  • Region: Bundesrepublik Deutsch...
    Kategorie: Familie mehr
  • Status: Die Petition ist bereit zur Übergabe
  • Zeichnung beendet
  • 16 Unterstützer
    Sammlung abgeschlossen

Für ein fristenfreies Kindergeldverfahren

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Kindergeld gibt es nach Vorlage von Bescheinigungen. Es muß den Eltern überlassen sein, wieviel Zeit sie dafür benötigen. Eltern möchten das Kindergeld von sich aus möglichst bald bekommen.
Es gibt viele Gründe, warum es dennoch länger dauern kann.
Aber es gibt keinen Grund, Eltern dafür mit Entzug des Kindergeldes zu bestrafen.

Ich bin 63 Jahre alt, meine Frau ist vor 5 Jahren nach längerer Krankheit verstorben.
Ich bin Vater von 5 Kindern, 4 im Studium zum Teil mit Abschlüssen, 1 in der Schule.
Im Dezember 2010 wurde einer Tochter das Kindergeld entzogen. Ich habe es nicht einmal gemerkt. Ich habe in der Zeit eine Umschuldung der Wohnungshypothek vorgenommen, um das Leben mit der Krankheit zu finanzieren. Meine Frau war schwer krank, hatte zwei Operationen hinter sich und mein Leben war auf sie ausgerichtet.
Nach dem Abitur 2013 wurde einem Sohn das Kindergeld entzogen. Im September begann er sein Studium. Im Dezember 2013 erlitt meine Schwester einen lebensbedrohenden Unfall. Sie betreut meinen ohne sie hilflosen Bruder. Ich habe ein Projekt unterbrochen und 3 Monate ihren Haushalt geführt, sie anfangs täglich in der 60 km entfernten Rehabilitation besucht. – Die Liste ist länger, ich habe fleißig Verschleißpunkte gesammelt in den Jahren.
Als im September 2015 die letzten Bescheinigungen eingereicht waren, hat die „Familien“kasse den Anspruch anerkannt, jedoch den aufgelaufenen Betrag wegen Fristüberschreitung („mangelnde Mitwirkung“) verweigert.
Es geht um den Betrag von 16.700,- Euro.

Ich möchte mit dieser Petition erreichen, dass Niemand mehr diese Behandlung erleiden muß. Jede Mutter, jeder Vater, muß eine Garantie auf ihren oder seinen Anspruch haben, sobald die Unterlagen vorliegen.

Hinweis: Materialien zu dem Vorgang habe ich auf www.keinkindergeld.de bereitgestellt.

Begründung:

Ich fordere ein fristenfreies Kindergeldverfahren, denn

1. Eltern müssen selbst entscheiden, wie sie sich ihre Aufgaben sortieren. Nur Eltern wissen, wie lange es dauern kann, bis bestimmte Bescheinigungen vorliegen.

2. Fristen diskriminieren
- Sie bestrafen nur Eltern dafür, dass sie Kinder haben und die nächste Generation aufstellen.

- Fristen belohnen intakte Zweierbeziehungen. Sie bestrafen Einzeleltern.
- Fristen belohnen junge und gesunde und schnelle Eltern.
Fristen bestrafen alte, verwundete oder kranke, langsame Eltern.
- Fristen belohnen Familie mit 1 oder 2 Kindern. Sie bestrafen Familie mit 5 Kindern. Möchten Sie das erklärt haben? Daß 25 Jahre Kindergeldanspruch für zwei Eltern im Alter zwischen 25 und 50 eine sichere Sache ist? Oder, daß 125 Jahre Kindergeldanspruch für einen alten halben Elter über 60 ebenso sicher zu einem Absturz an irgend einer Stelle führen? Daß die Chance für den Staat, diese Wette gegen ihn zu gewinnen gegen 100% geht?
- Fristen belohnen Kleinfamilie. Sie bestrafen Familie mit Angehörigen, die ihrerseits der Sorge bedürfen, selber krank sind, selber Unfälle haben.
- Fristen belohnen kleine süße Babies. Sie bestrafen ältere Jugendliche auf ihrem schwierigen Weg zwischen 16 und gegebenenfalls 25 Jahren. Mit der 10. Klasse werden Sie laufend Schulbescheinigungen, Erklärungen und Dokumente zum Ausbildungsverlauf einreichen müssen.

3. Fristen machen Schuldige: Wenn Sie eine Frist versäumen, dann liegt das daran, dass Ihnen die Behörde diese Frist gestellt hat. Aber Sie werden sich selbst die Schuld geben. Oder Ihrem Kind. Oder Ihrem Partner.

4. Fristen sind Stolperfallen.
Fristen sind eine Wette des Staates gegen die Eltern. Wenn sie es nicht schaffen, dann streicht der Staat das Geld ein. Sein Gewinn ist so sicher, wie beim Veranstalter einer Lotterie.
Fristen sind eine eigenmächtige Bereicherung des Staates an Geldern, die den Eltern zustehen.

5. Fristen verstoßen gegen das Versprechen des Grundgesetzes auf den Schutz von Ehe und Familie. Denn bei Fristüberschreitung hat der Staat keine Hemmung, Kindern weh zu tun. Den Verlust von 16.700 Euro kann ich für mein Kind nicht abfedern. Und 10 Monate vergeblichen Kampf um das Geld auch nicht.

6. Fristen entwürdigen. Sie reduzieren die Lebensleistung von Eltern auf das Einhalten einer Frist. Sie entwürdigen das Deutschland meiner Kinder, das Fristen zum Vorwand nimmt, um sich an der Verelendung der Menschen - Kinder und Eltern - zu bereichern .

7. Fristenbürokratie schreckt alle Menschen ab, die überlegen, ob sie Eltern werden möchten. Ein Willkommen für Kinder und ihre Eltern sieht anders aus.

Bitte unterzeichen Sie die Petition.

Für ein fristenfreies Kindergeldverfahren.

Vielen Dank!

Ekkehard von Guenther

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Hamburg, 20.07.2016 (aktiv bis 19.10.2016)


Neuigkeiten

Die Zeichnungsfrist ist abgelaufen, es sind 16 Unterschriften eingegangen. Ich werde sie nicht "übergeben". Ich danke für die Unterstützung. Von denjenigen, die ich persönlich angesprochen habe und von den Unbekannten, die hinzugekommen sind. Danke ...

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Debatte zur Petition

Noch kein PRO Argument.
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CONTRA: Auch wenn mich ihr persönliches Schicksal rührt, aber ich bin der Auffassung dass es bei allem Fristen gibt und wieso sollte das ausgerechnet beim Kindergeld anders sein? Deshalb mein Nein zu dieser Petition. Als nächstes kommen die Menschen die Ihre ...



Petitionsverlauf

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