Für Generationen-Gerechtigkeit trotz Corona-Krise

Petent/in nicht öffentlich
Petition richtet sich an
Deutscher Bundestag Petitionsausschuss

3 Unterschriften

Petent hat die Petition nicht eingereicht/übergeben.

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Petent hat die Petition nicht eingereicht/übergeben.

  1. Gestartet 2021
  2. Sammlung beendet
  3. Eingereicht
  4. Dialog
  5. Gescheitert

Petition richtet sich an: Deutscher Bundestag Petitionsausschuss

Für Generationen-Gerechtigkeit trotz Corona-Krise
1) Testpflicht für alle Geimpften
Die Corona-Schutzimpfung schützt die Geimpften wirksam gegen schwere Verläufe einer Erkrankung mit dem Sars-Cov-2-Virus. Inwieweit diese Impfung aber auch gegen die Übertragung des Virus auf andere schützt, wurde bisher nicht untersucht. Weil 10 bis 15% der (nicht geimpften) Infizierten nach überstandener Infektion keine Antikörper im Blut haben, müssen wir davon ausgehen, dass eine derartig oberflächliche Infektion durch eine Impfung nicht verhindert werden kann: Wenn das Immun-System nicht anspringt, hilft ein trainiertes Immunsystem nicht.
Wenn Geimpfte wegen ihrer Schutzes gegen schwere Krankheitsverläufe Schutzmaßnahmen vernachlässigen, kann das zu steigenden Infektionszahlen führen. Zum Schutz der Nicht-Geimpften müssen die vollständig Geimpften deswegen weiterhin getestet und bei positiven Tests isoliert werden.
Wegen der Impfpriorisierung in Deutschland hat dieser Punkt gegenwärtig mit Generationen-Gerechtigkeit zu tun: Die Aufhebung der Testpflicht stellt gegenwärtig eine Vorteil vor allem für Über-60-Jährige dar.
2) Gleichbehandlung von geimpften Über-60-Jährigen und nicht geimpften Unter-40-Jährigen
Wenn die Aufhebung von Grundrechtseinschränkungen für vollständig Geimpfte wirklich verfassungsrechtlich nötig wäre, wäre diese Maßnahme für die gesunde Unter-40-Jährigen bereits vor Monaten nötig geworden: Deren Risiko auf eine schweren Krankheitsverlauf ist ähnlich gering wie bei vollständig Geimpften.
Nur weil sie ein Ansteckungsrisiko für andere darstellen, bleiben sie weiter eingesperrt. Das Ansteckungsrisiko für andere durch vollständig Geimpfte müssen wir aber ebenfalls als erheblich einschätzen. Der Gleichbehandlungsgrundsatz erfordert deswegen die Gleichbehandlung der geimpften Über-60-Jährigen und der (noch nicht geimpften) Unter-40-Jährigen.
3) Keine Vorteile für Genesen
Weil weite Teile der Bevölkerung keine Aussicht auf eine baldige Impfung haben, dürfen wir jetzt keine Anreize für Infektionen setzen. Sonst verlieren wir wieder die Kontrolle über die Virus-Ausbreitung.
Gerade für Unter-40-Jährige ist eine zügige Infektion der schnellste Weg, um - mit begrenztem Risiko - ihre Freiheiten zurückzuerlangen. Vorteile für Genesene wirken als Belohnung für frühere Corona-Parties und als Aufforderung, schnellstens wieder Corona-Parties zu veranstalten.
4) Keine Vorteile für Geimpfte, bis alle Impfbaren einen Impftermin haben
Zu Beginn der Pandemie haben wir an die Solidarität der gesunden jungen Menschen mit den gesundheitlich anfälligeren Alten appelliert: Die (meisten) Jungen haben sich zurückgehalten, um die Alten zu schützen.
Bei der Impfstrategie haben wir dann nicht auf eine Begrenzung der Infektionsausbreitung, sondern auf eine Begrenzung der Todeszahlen gesetzt. Deswegen haben wir nicht junge Leute mit vielen Kontakten zuerst geimpft, sondern alte, gesundheitlich anfällige Menschen.
Diese Solidarität der Generationen kann aber nur auf Gegenseitigkeit funktionieren. Wenn wir den jungen Leuten, die sich zum Schutz der Alten zurückgenommen haben, den Eindruck vermitteln, dass sich die Alten nicht ähnlich rücksichtsvoll verhalten, werden künftig Appelle an die Rücksichtnahme der jungen Leute keine Wirkung mehr haben. Durch ein solches Vorgehen würden künftige Infektionsschutzkampagnen delegitimiert. Das wird sich auch auf die Impfbereitschaft der Unter-40-Jährigen auswirken: Weil es dabei für die meisten nicht um Selbstschutz, sondern um den Schutz anderer vor Ansteckung geht, werden sie diese Impfung nur bei geringen Nebenwirkungen und gegenseitiger Würdigung der Belastungen der Unter-40-Jährigen in dieser Pandemie annehmen.
Zu einer fairen Lastenverteilung zwischen den Generationen gehört deswegen, dass die Alten (Geimpften) gegenüber den Jungen (Rücksichtsvollen) nicht bevorzugt werden.
Damit die Schäden durch diese Krise nicht einseitig bei den jungen Leuten abgeladen werden, sind weitere Maßnahmen nötig:
5) Gezielte Förderung von Schüler*Innen, Studierenden, Auszubildenden und Berufsanfänger*Innen, die von der Corona-Krise betroffen sind
Die Kontaktbeschränkungen zur Begrenzung der Virusausbreitung treffen vor allem Menschen in Übergangssituationen. Welche Maßnahmen die Betroffenen zur Schadensbegrenzung brauchen, wissen die besser als ich. ;->
Wie entsprechende Maßnahmen für Schüler*Innen und Eltern und für Studierende aussehen könnten, wird in anderen Petitionen genauer beschrieben. (Folgen Sie dafür bitte den hinterlegten Verknüpfungen.)
Um den Zusammenhalt zwischen den Generationen nicht noch weiter zu beschädigen, sind dringend weitere Maßnahmen für Schüler*Innen, Studierenden, Auszubildenden und Berufsanfänger*Innen nötig.

Begründung

Um eine Spaltung der Gesellschaft wie in den USA in Pro/Contra Trump und in Großbritannien in Pro/Contra Brexit zu verhindern müssen wir in Deutschland vor allem Jung & Alt, Stadt & Land und die höher & niedriger Qualifizierten zusammenhalten.
Die jüngsten Corona-Beschlüsse von Bundesregierung, Bundestag, Bundesrat und vielen Landesregierungen treiben einen Keil in die Gesellschaft: Sie spielen die Interessen von Unternehmen, die mit den Über-60-Jährigen Geld verdienten wollen, gegen die Zukunftschancen der Unter-40-Jährigen und die Überlebenschancen der 40-bis-60-Jährigen aus. Diese Petition versucht, die dadurch angerichteten Schäden zu mildern.

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 09.05.2021
Sammlung endet: 08.07.2021
Region: Deutschland
Kategorie: Soziales

Neuigkeiten

  • Liebe Unterstützende,
    der Petent oder die Petentin hat innerhalb der letzten 12 Monate nach Ende der Unterschriftensammlung keine Neuigkeiten erstellt und den Status nicht geändert. openPetition geht davon aus, dass die Petition nicht eingereicht oder übergeben wurde.

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