• Von: Sven Schneider
  • An: Niedersachsen
  • Region: Niedersachsen mehr
    Kategorie: Sicherheit mehr
  • Status: Die Petition ist bereit zur Übergabe
  • Zeichnung beendet
  • 1.208 Unterstützer
    Sammlung abgeschlossen

Für sichere Deiche Wilhelmshaven/Friesland

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Dieses Problem betrifft nicht nur die Menschen an Norddeutschlands Küsten, sondern auch Urlauber und Besucher dieser Region.
Sollte durch mangelnde Deichpflege/Deichsicherheit ein Deichbruch passieren, wird die Versicherung nicht einspringen, sondern der Steuerzahler wird haften.
Viele Deiche an der Nordesseküste werden zum Zwecke der verbesserten Haltung von Schafen mit massiven Zaunkonstruktionen, direkt an Fuss-, Radwegen und Strassen mit festen Zäunen eingehegt. Diese Zäune werden zur Abwehr gegen Menschen in Kinderkopfhöhe mit Stacheldraht bewehrt. Diese Massnahmen bedrohen unmittelbar Menschen, die sich in der Nähe der Zäune aufhalten, bzw. Auto- und Motorradfahrer, die sich auf den Strassen bewegen. Der Zaun wurde ohne Sicherheitsabstand und ohne Sicherheitshöhe, wie allgemein vorgeschrieben, gebaut.
Darüber hinaus gefährdet die nun geänderte Schafhaltung die Sicherheit der Deiche, die für die gesamte Region lebenswichtig sind, es sind bereits deutliche Beschädigungen/Mängel an den Deichen feststellbar, die so nicht weiter hinnehmbar sind.
Es werden für den Zaun unglaubliche Beträge an öffentlichen Geldern verbaut, um die Wirtschaftlichkeit der Schafhaltung auf den Deichen zu verbessen. Die verantwortlichen Deichbände sind aber keine Viehzuchtbetriebe, sondern für die Standfestigkeit der Deiche verantworlich, die durch ihre eigenen Massnahmen nun in Frage zu stellen ist. Schafe dienen lediglich der Pflege der Deiche, die durch Koppel- oder Hütehaltung gewährleistet wird, nicht aber durch die aktuelle Weidehaltung, bei der die Schafe nun selbst massive Schäden verursachen. Im Gegensatz zur aktuellen Beweidung wurden Schafe vorher eng in kleinen Koppeln gehalten, die nach ein bis zwei Wochen umgesteckt wurden. So waren die Schafe gezwungen über Wühllöcher und Unkraut zu laufen. In der nun lockeren Form, können sie diesen ausweichen und erfüllen diesen Zweck nicht mehr. Im Gegenteil. nun wählen sie immer gleiche Laufwege und haben bevorzugte Plätze, an denen sie sich aufhalten. Dort richten sie jetzt selbst Schaden an durch zu häufigen Betritt und zuviel Kot.
Deiche sind Sicherheitsanlagen und keine Viehweiden.
Im Falle eines Deichbruches oder Ölunfalles können durch die Zaunkonstruktionen auch nicht in der nötigen Zeit Hilfskräfte stationiert werden, bzw. sie werden bei der Arbeit extrem gehindert. Entgegen der Behauptungen der Verantwortlichen. Verletzte aus dem Zaunbereich, Radfahrer, Fussgänger können nur erheblich zeitverzögert aus dem "Zaungewirr" befreit werden.
Für mehr Information besuchen Sie unsere Facebookgruppe "Deichzaun WHV". Hier ist umfassendes Material, Gesetzestexte, Erfahrungberichte, Unfallberichte, Bilderstrecken und weitere Dokumentationen zu finden.
www.facebook.com/groups/257191134303835/
Wir haben zu diesem Zwecke eine Bürgerinitiative gebildet, bitte unterstützen Sie uns.

Begründung:

Die Bürgerbewegung besteht aus Bürgern der Stadt Wilhelmshaven, die gegen die Zerstörung der Deiche durch die Errichtung massiver Zaunkonstruktionen herbeigeführt werden.

Deichzaun WHV ist offen für alle Menschen, die diese Zerstörung nicht weiter hinnehmen wollen. Das Ziel dieser Bewegung ist der Stop weiterer Zäune und der Rückbau bestehender Konstruktionen.

Deichzaun WHV hat keine politischen Absichten und unterstützt auch keine speziellen Interessen und kümmert sich nicht nur um einzelne Deiche. Alle Deiche sollen mit ihrer direkten Umgebung wieder in den Ursprungszustand versetzt werden.

Jede Organisation, seien es Parteien, Vereine, Verbände, Betriebe etc., ist eingeladen, die Bürgerinitiative zu unterstützen aber hat keinen höheren Stellenwert, als jede natürliche Person. Die Bürgerinitiative wird nie nur im Namen einer einzelnen Person sprechen bzw. deren Meinung vertreten, sei sie natürlich oder juristisch. Dieser Bürgerinitiative ist unabhängig, frei und überparteilich.

Deichzaun WHV geht es um den Schutz der hier lebenden Menschen, durch einen intakten Deich, den Schutz der Menschen und Tiere, für die der Zaun eine Gefahr darstellt. Die Erhaltung der Attraktivität unseres Stadtbildes.

Deichzaun WHV klagt die Verantwortlichen an und wird feststellen, wer die Verantwortung für Planung, Genehmigung und Finanzierung trägt und weitere Schritte einleiten.

Folgende Fragen stellen wir:
1. Auf wessen Antrag, mit welcher Begründung wurde diese Konstruktion hin genehmigt, da wir ja aus dem Niedersächsischen Deichgesetz wissen, dass für alle Anlagen, die errichtet werden, eine Genehmigung erforderlich ist, gem. des Niedersächsischen Deichgesetzes.

2. Auf welchen Betrag beläuft sich der Einsatz öffentlicher Mittel, die für die Anlage ausgegeben wurden?

3. Stimmt es, dass auch der Deich hinter Voslapp, in unmittelbarer Nähe zu den Menschen, eingezäunt wird und der Zaun mit Stacheldraht bewehrt wird?

4. In wie weit wurde mit Eigentümern der angrenzenden Ländereien/Grundstücke Rücksprache gehalten? Ein Stacheldrahtzaun, der privat an einer Verkehrstrasse/Radweg errichtet wird, würde umgehend von Behörden entfernt, da er eine erhebliche Gefahr darstellt.

5. Wurde sich nur ansatzweise Gedanken gemacht, um die Sicherheit der Menschen, wenn man einen Stacheldrahtzaun direkt neben einen Rad-/Fußweg einer Straße baut?

6. Warum wurde auf Einwendungen von Naturschutzbehörden nicht regiert, die erhebliche Bedenken äußerten gegen eine Errichtung eines Weide- und Stacheldrahtzaunes in unmittelbarer Nachbarschaft zu einem Naturschutzgebiet?

7. Wurde mit der Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer diese Anlage besprochen, die seit einigen Jahren Rückbau von Stacheldraht (z.B.Spiekeroog) fördert?

8. Fühlt man sich dieser Region verpflichtet, für die diese Installation einen touristischen Supergau darstellt? Man muss jetzt schon eine Weile fahren, um die Nordsee zu sehen, bzw. einen Blick auf den durchaus touristisch attraktiven JWP zu werfen.

9. Warum wurde etwas, was so deutlich in die Lebensqualität der Menschen eingreift, nicht vor Beginn öffentlich gemacht bzw. diskutiert, sondern in einer "Nacht- und Nebelaktion" durchgeführt?

10. Gab es Absprachen mit Hilfsorganisationen, wie in abgezäunten Radwegen und anderen Gebieten Menschen aus Notlagen befreit werden können? Bei einer Rettungsaktion über Stahltore oder durch massive Zaunanlagen geht wertvolle Zeit verloren, die im schlimmsten Fall über Leben und Tod entscheiden. Oder muss sich erst ein schlimmer Unfall ereignen, womöglich sogar durch den Stacheldraht selbst ausgelöst?

11. Ist die Deichsicherung gewährt im Falle eines Deichbruches? Auch hier dürfte wertvolle Zeit verstreichen, erst großräumig die massive, befestigte Zaunanlagen zu entfernen, wenn die Helfer nicht im Gänsemarsch mit Sandsäcken an den Deich treten sollen. Hier sehen wir sogar die Deichsicherheit in Frage gestellt.

12. Ist der Deich, der sich unmittelbar hinter dem JWP anschließt, überhaupt noch ein Deich im Sinne der Definition: "Ein Deich ist ein Bauwerk, das als künstlich aufgeschütteter Damm längs eines Fluss- oder Meeresufers zum Zweck des Hochwasserschutzes liegt"? Der "Deich" im Bereich JWP stellt somit nur noch die begrünte abfallende hintere Kante des JWP dar, die Wasserlinie ist mehrere Kilometer entfernt.

13. Die Haltung der Schafe in dieser Form wirft auch einige Fragen auf. Warum können die Schafe, wie über Jahrzehnte hinweg, nicht mehr in den mobilen Koppeln gehalten werden? Hier war auch ersichtlich, dass die Schafe in ihrer engeren Haltung tatsächlich die Grasnarbe festigten. Seit der Zaun steht und die Schafe über mehrere Kilometer gehalten werden, erfüllen sie nicht mehr diesen Zweck, da sie hinter den Leittieren hinterher und eher Schneisen laufen und nicht mehr die Grasnarbe befestigen. Wühllöcher und Maulwurfshaufen werden jetzt vermehrt sichtbar. Warum gibt es dann noch Schafe, wenn der Zweck nicht mehr erfüllt wi

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Wilhelmshaven, 12.06.2012 (aktiv bis 11.12.2012)


Neuigkeiten

Schreibfehler bekämpft und folgende Ergänzung: Schafe dienen lediglich der Pflege der Deiche, die durch Koppel- oder Hütehaltung gewährleistet wird, nicht aber durch die aktuelle Weidehaltung, bei der die Schafe nun selbst massive Schäden verursachen. ...

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Debatte zur Petition

PRO: Die Deiche werden durch Schaftritt befestigt und abgegrast. Allerdings nicht mehr, wenn sie nicht mehr konzentriert mit mehreren auf einer Fläche gehalten werden, sondern sich auf mehrere Kilometern in losen Verbänden bewegen können. So werden keine Grabelcöher ...

PRO: Ach,dass ist dort wo die Schafe schöner sind als die Mädchen.Nee ernsthaft Deiche müssen sicher sein!Die Schafe sind doch dazu da um die Deiche festzutrampeln?Gibt es dass nicht mehr?

CONTRA: Auch der Schäfer hat seine Gründe wie z. B. freilaufende Hunde, die Schafe anfallen.

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