Region: Dortmund

Für eine Zukunft für Sidy und Lassana Dramé in Dortmund

Petition is addressed to
Oberbürgermeister Alexander Kalouti

6,862 Signatures

38 %
1,374 from 3,600 for quorum in Dortmund Dortmund

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  1. Launched 07/02/2026
  2. Time remaining 5 months
  3. Submission
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Petition addressed to: Oberbürgermeister Alexander Kalouti

Wir fordern:

Die Verlängerung und langfristige Sicherung des Aufenthalts von Lassana und Sidy Dramé und Möglichkeit einer selbstständigen Existenzsicherung durch Arbeitserlaubnisse.

Stehen Sie mit uns an der Seite der Familie Dramé!

Setzen Sie sich gemeinsam mit uns dafür ein, dass Dortmund eine Stadt bleibt, die Solidarität lebt, Verantwortung übernimmt und geflüchteten Menschen Schutz und Teilhabe ermöglicht!

Gerechtigkeit ist mehr als das, was vor Gericht geurteilt wird. Sidy und Lassana haben durch ihren Mut und ihre Beharrlichkeit gezeigt, was es heißt, Verantwortung zu übernehmen, für Erinnerung, Wahrheit und das Zusammenleben in dieser Stadt. Ihre Präsenz, ihre Haltung und ihr Engagement sind ein Gewinn für Dortmund. Sie setzen sich dafür ein, dass ein wichtiger Teil der Geschichte dieser Stadt nicht vergessen wird.

Wir rufen Politik, Verwaltung und Stadtgesellschaft dazu auf, sich diesem Anliegen anzuschließen. Gerechtigkeit für Mouhamed bedeutet auch: Sidy und Lassana Dramé dürfen bleiben!

Reason

Mouhamed Lamine Dramé, ein junger Geflüchteter aus dem Senegal, hatte den Traum, sich in Dortmund, der Stadt der Vielfalt und des BVB, eine Zukunft aufzubauen. Am 8. August 2022 wurde dieser Traum auf tragische Weise zerstört: Bei einem Polizeieinsatz in der Dortmunder Nordstadt verlor Mouhamed, der eigentlich Hilfe brauchte, durch fünf Schüsse aus einer Maschinenpistole gewaltsam das Leben.

Mouhameds Geschichte löste in Dortmund und weit darüber hinaus Entsetzen aus. Nach einem Jahr Verhandlung sprach das Dortmunder Landgericht im Dezember 2024 alle angeklagten Polizist:innen frei. Die Familie Dramé und die Staatsanwaltschaft haben Revision gegen das Urteil eingelegt. Als Nebenkläger sind zwei Brüder von Mouhamed, Sidy und Lassana Dramé, stellvertretend für die gesamte Familie, nach Dortmund gekommen. Sie haben dem Prozess über ein Jahr mit beeindruckender Stärke und Würde beigewohnt. Das Erleben des Gerichtsprozesses zum Tod ihres Bruders war emotional höchst herausfordernd und ihre Enttäuschung über die ausgebliebenen Konsequenzen groß. Die Trauer der Familie über den Verlust ihres Sohnes und Bruders ist unendlich und Heilung auch heute noch weit entfernt.
 
Nun endete ihre aktuelle Aufenthaltserlaubnis am 31. Januar 2026. Die Ausländerbehörde Dortmund beabsichtigt, die Aufenthaltserlaubnis nicht zu verlängern.

Seit ihrem Ankommen haben Sidy und Lassana darüber hinaus in Dortmund ein Zuhause gefunden. Sie haben wertvolle Freundschaften geschlossen und viele weitere Unterstützer*innen an ihrer Seite. Sie besuchen Sprachkurse und engagieren sich ehrenamtlich, etwa im Rahmen der Erinnerungsarbeit an ihren Bruder. Aktuell sind sie in eine Filmproduktion über Mouhameds Leben involviert. Lassana ist begeisterter BVB-Fan, Freunde ermöglichen ihm den Besuch der Spiele. Sidy betreut eine wöchentliche Nähwerkstatt und liebt das grüne Dortmund. Die Stadt ist trotz - oder vielleicht sogar wegen - ihrer schicksalhaften Geschichte für die beiden zum Lebensmittelpunkt geworden und längst mehr als nur ein Aufenthaltsort.

Die beiden wünschen sich wie ihr Bruder Mouhamed, hier in Würde zu leben und ihre Zukunft zu gestalten. Lassana (26 Jahre) und Sidy (39 Jahre) beeindrucken mit ihren Deutschkenntnissen, beide haben verschiedene Arbeitsangebote erhalten, die nur der Zustimmung der Ausländerbehörde bedürfen. Sidy ist Schneider und möchte seiner Berufung hier weiter nachgehen.

Für die Begleitung des Prozesses, sowie die kontinuierliche Gedenkarbeit und politische Begleitung sind ihre Präsenz und ihr Wirken als Angehörige in Dortmund essentiell.

Thank you so much for your support, Welthaus Dortmund e.V., Dortmund
Question to the initiator
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Petition details

Petition started: 02/07/2026
Collection ends: 08/06/2026
Region: Dortmund
Topic: Migration

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News

  • Liebe Unterstützende,

    Dank Ihrer Hilfe hat die Petition schon über 6500 Unterschriften bekommen! Doch wir müssen weiterhin laut bleiben, denn der langfristige Aufenthalt von Sidy und Lassana in Dortmund ist noch immer unsicher.

    Damit noch mehr Menschen von der Petition erfahren, haben wir von openPetition dieses Video auf unseren Sozialen Kanälen veröffentlicht. Gerne mitmachen 🤝 und teilen teilen teilen:

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    📧 Wer nicht in den Sozialen Netzwerken aktiv ist, kann Freunde, Bekannte und Familie per Whatsapp oder E-Mail auf die Petition hinweisen: openpetition.de/SidyLassana

    Vielen Dank für Ihr Engagement!
    Ihr openPetition-Team

Jede Verwaltung hat Ermessensspielräume und kann diese nutzen. In Dortmund wurde Mouhamed und der Familie Dramé so viel Schmerz und Unrecht zugefügt. Es ist Teil einer ernst gemeinten Wiedergutmachung, dem Wunsch der Familie zu entsprechen und den Brüdern ein selbstbestimmtes Leben in Dortmund zu ermöglichen. Dazu gehört auch, dass sie arbeiten dürfen und bspw. Sidy Dramé seinem erlernten Beruf nachgehen kann.

Der Aufenthaltstitel war ausschließlich zu diesem Zweck erteilt worden - ich befürworte zumindest die Verlängerung bis Prozessende. Danach ist die Ausreise aber zwingend, eine Einwanderung kann erfolgen, wenn einer oder beide erfolgreich über die deutsche Botschaft ein Visum erhalten

Why people sign

Jeder hat das Recht auf deutschem Boden zu leben

Unrecht gegen Menschen, die durch Asyl Schutz in Deutschland suchen, darf nicht in solch rechtswidriger Form auftreten. Falls Beamte versehentlich oder mutwillig Menschenleben auslöschen, muss dem auf adäquate Weise nachgegangen werden. Ein Freispruch erscheint mir ebenso fehlerhaft. Die Familie muss zu ihrem Recht kommen. Waffengewalt sollte generell in diesem Maße verboten sein.

Das ist keine Gerechtigkeit!

Weil es einfach nur das Mindeste ist, das man für diese Familie tun kann!!

Keinem Menschen sollte aufgrund seiner Herkunft und Hautfarbe der Aufenthalt in Deutschland verweigert werden. Kein Mensch sollte das Leid ertragen müssen, seinen Bruder beerdigen zu müssen, da dieser aufgrund seiner Hautfarbe von einer Polizei erschossen wurde, die sich durch viele rechte und rassistische Beamte weder neutral verhält noch für die Sicherheit der Menschen einsteht.

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