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Bild zur Petition mit dem Thema: "Gefährliche Pflege" abschaffen, mehr Personal in Behinderten und allen anderen Pflegeheimen "Gefährliche Pflege" abschaffen, mehr Personal in Behinderten und allen anderen Pflegeheimen
  • Von: Silke Dentgen mehr
  • An: Deutscher Bundestag Petitionsausschuss
  • Region: Deutschland mehr
    Kategorie: Soziales mehr
  • Status: Petition in Zeichnung
    Sprache: Deutsch
  • 161 Tage verbleibend
  • 137 Unterstützende
    134 in Deutschland
    0% erreicht von
    50.000  für Quorum  (?)

"Gefährliche Pflege" abschaffen, mehr Personal in Behinderten und allen anderen Pflegeheimen

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Die Anzahl der beschäftigten Pflegekräfte sollte auf den tatsächlichen individuellen Pflege und Betreuungsbedarf angepasst werden.

Speziell in den Einrichtungen für geistig- und mehrfachbehinderte Menschen, welche zum größten Teil noch sehr jung sind, werden deutlich mehr Fachkräfte benötigt.

In solchen Einrichtungen kann man bereits jetzt schon von "gefährlicher Pflege" reden. Es ist grob fahrlässig, dass es regelmäßig erforderlich ist die Bewohner ohne Aufsicht zu lassen.

Es darf nicht sein, dass solche Wohngruppen von nur einer Person betreut und pflegerisch versorgt werden.

In dem Moment, wo der Betreuer mit der Pflege, z.B. Baden eines Bewohners beschäftigt ist, sind die anderen Bewohner "OHNE AUFSICHT".

Geistig behinderte Menschen sind oftmals "unberechenbar", ihnen fehlt in den meisten Fällen die Fähigkeit Gefahrensituationen zu erkennen.Viele dieser Menschen sind in ihrem Verhalten wie Kleinkinder, welche auch kein verantwortungsvoller Mensch ohne Aufsicht lassen würde.

Man darf auch nicht außer Acht lassen, dass diese Menschen aufgrund ihrer Größe und ihrer Kräfte, weitaus gefährlichere Situationen herbeiführen können als kleine Kinder. Nur durch ausreichende Beaufsichtigung solcher Menschen kann man Unfälle und Übergriffe verhindern. Diese Beaufsichtigung muss zur Sicherheit aller ermöglicht werden.

Man kann die Bedürfnisse von Jugendlichen und jungen Erwachsenen auch nicht mit denen von älteren Menschen vergleichen. Während ältere Menschen sich häufig eher nach ruhe sehnen, stecken viele der Bewohner von Behindertenwohnheimen oftmals noch voller Energie.

  • Sie haben im Gegensatz zu den Senioren auch noch ihr ganzes Leben vor sich.
  • Sie haben trotz ihrer Behinderungen Wünsche, Bedürfnisse und Vorstellungen.
  • Sie haben ein Recht darauf das diese berücksichtigt werden können.

Diese Menschen müssen neben der körperlichen Pflege auch individuell in die Gesellschaft integriert werden, tatsächlich teilhaben können. Sie müssen gefördert werden, ihnen muss regelmäßig die Möglichkeit gegeben werden an Freizeitaktivitäten in verschiedenen Formen teilzunehmen. Sie müssen erfahren können, dass es auch noch andere Dinge im Leben gibt als die Einrichtung, in der sie leben.

Es muss ihnen ermöglicht werden, so gut wie möglich am "normalen Leben" Teil zu haben.

In diesem Land muss jeder Mensch ein Anrecht auf Integration haben, auch die Menschen, die nicht für sich selber reden können. Menschen die von unserer Gesellschaft viel zu oft vergessen werden, weil sie "zu leise" sind, weil sie nicht viele haben, die für sie reden. Gerade in Wohnheimen für Menschen mit Behinderungen ist es oft üblich, dass ein Großteil der hauswirtschaftlichen Arbeiten von den Fachkräften, welche eigentlich nur für die Pflege und Betreuung zuständig sein sollten, mit übernommen werden müssen. Das muss sich ändern.

Für solche Tätigkeiten kann man zusätzliches Personal einstellen. Die Fachkräfte müssen in allen Bereichen deutlich entlastet werden und notfalls durch Mitarbeiter aus anderen Berufsgruppen unterstützt werden. Um die Lebensqualität der Menschen in solchen Einrichtungen zu verbessern, ist es nicht unbedingt erforderlich eine Ausbildung im entsprechenden Bereich gemacht zu haben. Die Menschen in diesen Einrichtungen können auch von Berufsfremden oder angelernten Kräften Freizeit- und Beschäftigungsangebote erhalten. Das Argument "Fachkräfte Mangel", ist also kein Grund für das fehlende Handeln der Verantwortlichen !!!

Es muss zu jeder Tages- und Nachtzeit genügend Personal im Dienst sein um den Bewohnern ein Menschenwürdiges Leben zu ermöglichen und ihren Wünschen und Bedürfnissen nachkommen zu können.

  • Schaffen sie schnellstmöglich in allen Einrichtungen individuelle Unterstützung durch zusätzliches Personal (auch angelernte und berufsfremde) um den Beruf für beide Seiten wieder Menschenwürdig zu gestalten.

  • Sorgen Sie dafür, dass die Auszubildenden nach dem Abschluss im Beruf bleiben.

  • Sorgen Sie dafür, dass Berufserfahrene ihren Beruf langfristig ausüben können, indem diese nicht anhaltend an ihre Belastungsgrenze kommen.

  • Passen sie die Gehälter und Arbeitszeiten angemessen an.

  • Gestalten sie den Beruf, insbesondere die Ausbildung attraktiver.

  • sorgen Sie dafür, dass die Pflege und Betreuungseinrichtungen bedarfsgerecht und solide finanziert werden.

  • schaffen sie unnötige Zeit und Geld kostende Bürokratie ab.

Handeln sie schnell , es ist bereits 5 nach 12 ...

Begründung:

Viele Menschen mit geistigen Behinderungen, entwickeln im laufe der Zeit auch psychische Behinderungen. Nicht selten liegt das daran das diese Menschen unterfordert sind und zuwenig Aufmerksamkeit bekommen. Ihre überschüssige Energie und Unzufriedenheit zeigt sich dann in Form von aggressivem und autoaggressivem Verhalten. Dies führt dann dazu das man diesen Menschen oft sehr starke Medikamente verabreichen muss um sie ruhig zu stellen. Es wäre oft nicht nötig zu solchen Maßnahmen greifen zu müssen, wenn in solchen Heimen das Betreuungsverhältnis auf die Bedürfnisse der Bewohner angepasst würde.

Ein großer Teil der Angehörigen spricht sich, verständlicherweise, gegen die Verabreichung von Medikamenten aus. Dies führt dann wiederum dazu, dass es zu Unfällen und Übergriffen durch die Bewohner kommt. Eine junge Frau wurde am vergangen Sonntag "Opfer" eines solchen Übergriffs . Während der diensthabende Betreuer einem Kollegen auf einer anderen Station helfen musste, waren die Bewohner allein und ohne Aufsicht auf der anderen Station.

Der Betreuer hatte leider keine andere Möglichkeit, weil in jeder Gruppe pro Schicht nur ein Mitarbeiter im Dienst ist und sein Kollege auf der anderen Station dringend Hilfe benötigte.

Bei dem Angriff hat die junge Frau schwere Kopfverletzungen erlitten, sie hatte Glück, dass sie keine bleibenden körperlichen Schäden zurück behält. In wieweit sie das ganze seelisch verarbeiten wird bleibt abzuwarten.

Es ist bereits 5 nach 12 ...

Es kann und darf nicht sein das in einem Land wie Deutschland solche Misstände in fast allen Pflegeeinrichtungen herrschen.

Der Fachkräftemangel in der Pflege entsteht durch die derzeitigen Personalschlüssel, diese sind überholt und veraltet. Es ist nötig das die Bedingungen in der Pflege sofort verbessert werden, solange die Fachkräfte in diesem Bereich wegen Personaleinsparungen an ihre Grenzen gebracht werden wird sich die Situation in den Einrichtungen nicht verbessern. In diesem Gesundheitssystem läuft einiges schief. Das aber nicht seit heute oder gestern, sondern schon seit Jahrzehnten und die Politik schaut tatenlos zu. Es ist nötig das die Bedingungen in der Pflege sofort verbessert werden. Solange die Fachkräfte in diesem Bereich wegen Personaleinsparungen an ihre Grenzen gebracht werden, wird sich die Situation in den Einrichtungen nicht verbessern.

Theoretisch betrachtet fehlt es nicht an Fachkräften, allerdings arbeiten von 25 Auszubildenden nach der Ausbildung nur noch ca.15 weiter in diesem Bereich. Nach weiteren 5 Jahren Berufserfahrung verlassen wiederum 10 examinierte Pflegekräfte den Beruf für immer weil die Rahmenbedingungen für sie so schlecht sind.

Es werden genug Fachkräfte ausgebildet die aber leider aufgrund der genannten Misstände den Beruf nicht lange Zeit ausüben.

Die Menschen werden von der Politik im Stich gelassen, sie können die Tatsache das wir in vielen Einrichtungen in Deutschland bereits von "gefährlicher Pflege" sprechen müssen, nicht mit ihrem Gewissen vereinbaren.

Sie "müssen" täglich, die Würde der Menschen die in ihrer Obhut sind verletzen und das obwohl die meisten von ihnen ihr Bestes geben. Sie können den Bewohnern nicht gerecht werden weil sie zu viele Patienten zu betreuen haben.

Sie sind überlastet und kommen täglich an ihre Grenzen.

Die Bedürfnisse von alten, behinderten, kranken oder sonstigen auf Hilfe angewiesenen Menschen kann man nicht in Zeitraster einteilen. Es muss in allen Einrichtungen und zu jeder Zeit gewährleistet sein, dass diese Menschen optimal versorgt und beaufsichtigt werden können.

Bitte unterstützen sie mich, damit die Menschen in Wohnheimen ein Menschenwürdiges Leben bekommen.

Damit solche Übergriffe und auch Unfälle, die auch tödlich enden können, verhindert werden können.

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Duisburg, 01.11.2017 (aktiv bis 30.04.2018)


Debatte zur Petition

Noch kein PRO Argument.
>>> Schreiben Sie das erste PRO-Petition Argument

CONTRA: Es ist NIEMALS 5 nach 12, aber ÜBERALL 2 sek davor. Deshalb versäumen Sie es nicht, sich auch über die anderen menschenverachtenden Versklavungspraktiken der GlobalisierungsNWO zu informieren


Warum Menschen unterschreiben

Weil es eine Katastrophe ist, was z. Z. in den Heimen passiert

Ich arbeite selbst in einer Pflegeeinrichtung für behinderte Menschen und sehe es jeden Tag das die Pflegesituationen angespannt sind alles unter einen Hut zu bekommen

Die Würde des Menschen ist unantastbar, aber das ist in Pflegeeinrichtungen leider nicht gegeben, die Zustände sind auf Grund des Personalmangels meist katastrophal für alle Beteiligten!

Weil ich denke dass die Menschen die in der Nolt am meißten für uns tun in unserem land immer noch völlig unterbezahlt und überlastet sind...gruss Ursula

Weil mein Sohn und ich selbst Krankenpfleger sind und wir alle Patienten werden können, es geht um die Würde des Menschen.

>>> Zu den Kommentaren


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