Die Verantwortlichen bei "Phoenix", ARD, ZDF und WDR mögen ihren Beschluss, die Gebärdensprachen-Verdolmetschung von „Tagesschau“ und „heute journal“ einzustellen und durch Untertitelung zu ersetzen, zurücknehmen.

Begründung

"Viele Gehörlose und andere Menschen mit einer Hörbehinderung sind des geschriebenen Deutsch nicht ausreichend mächtig, um die komplexen Inhalte der tagesaktuellen Nachrichten verstehen zu können." (Stellungnahme des Deutschen Gehörlosen-Bundes; www.gehoerlosen-bund.de) Für Nicht-Gehörlose bieten die verdolmetschten Sendungen Anlass, sich mit den Problemen von Gehörlosen auseinanderzusetzen, sowie Gelegenheit, sich mit ihrer Art der Kommunikation vertraut zu machen. Gegen eine zusätzliche Untertitelung wäre natürlich nichts einzuwenden; ein vollwertiger Ersatz kann sie aber nicht sein.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung

Übersetzen Sie jetzt diese Petition

Neue Sprachversion
Pro

Mit Hilfe der Gebärdensprachdolmetscher werden Gehörlose nicht gezwungen, sich Kenntnisse über komplexes Schriftdeutsch anzueignen. Außerdem können Gebärdensprachdolmetscher fehlendes Hintergrundwissen in die Übersetzungen mit einbauen, so dass dies nicht mühsam nachgelesen werden muss.

Contra

Wenn die Gebärdensprache als eigenständige Sprache anerkannt ist, können die Gehörlosen doch einen eigenen Fernsehkanal gründen, in dem alles mit Gebärden gesendet wird. Schließlich ist Gehörlosigkeit dann keine Behinderung mehr, sondern eine eigene "Kultur". (Deaflympics, Gehörlosenvereine, ... also auch Gehörlosen-TV ... warum nicht?) Kein Sender wäre dann zu Gebärden verpflichtet (genausowenig, wie eine extra sorbische Synchronisation für die sorbische Minderheit gemacht wird)