Die Planungsabsicht für die Bebauung der Mittelmole in Warnemünde entspricht in ihrer Ausschreibung nicht dem Ausschreibungsergebnis des gelaufenen Architektenwettbewerbes, verletzt geltende Satzungen (Erhaltung und Gestaltung) des Ortes und greift in die Festlegungen des Strukturkonzepts ein. Die bisherigen Planungen der Hansestadt Rostock und der WIRO auf dem Areal “Mittelmole Warnemünde” sind trotz gegenteiliger Behauptung ohne Mitsprache der BürgerInnen erfolgt.

Daher fordern wir nicht nur die transparente öffentliche Beteiligung gemäß § 3 BauGB (Beteiligungsverfahren) sondern die Einhaltung der Auslobungsvorgaben zum städtebaulichen Wettbewerb 2012 zu o.g. Areal. Das bezieht sich mit Stand 04/2014 zum vorgestellten Funktionsplan insbesondere auf die folgenden sechs Punkte:

  1. Entwicklung des Areals als adäquates, repräsentatives Gegenüber für den historischen Fischerort mit Alter Strom.

  2. Berücksichtigung der denkmalgeschützten Gebäude und des historischen Ortes Warnemünde. Hierunter verstehen wir das Fährbecken, die DGzRS, das Stellwerk und den Lokschuppen (Waggonhalle).

  3. Einpassung in das räumliche Umfeld (bedeutet mit Blick auf den Alten Strom in Volumen und Höhe differenziert maßstäbliche Entwicklung der Bebauung) unter Einhaltung wichtiger Blickbeziehungen und Beachtung der Silhouette Warnemündes (Leuchtturm, Teepott, Hotel Neptun als prägende Wahrzeichen). Dies bedeutet für uns eindeutig, dass, vom Alten Strom schauend, keine monoton bedrohlich wirkende Bebauung zu sehen sein darf. Im Respekt vor der unmißverständlichen, einhelligen Ablehnung des vorgestellten Hochhauses fordern wir, dass es eine Landmarke in Form eines solchen (Standort, Höhe) Hochhauses nicht geben wird.

  4. Wohngebäude (nicht mehr als 100 bis 300 Wohneinheiten) Hierbei ist das entscheidende Kriterium die im Strukturkonzept festgelegte Nachrangigkeit der Funktion „Wohnen“. Die neue Gesamtverkaufsfläche beträgt maximal bis 1000 qm.

  5. Ansiedlung eines attraktiven Zentrums für Bewohner & Touristen (vorwiegend für örtliche Kulturträger, mit einem ganzjährig nutzbaren, multifunktionalen Veranstaltungsraum für 200 Personen)

  6. Wirtschaftlich tragbare, touristische Angebote, welche auch als Erlebnis- und Freizeitbereich allen BürgerInnen unserer Stadt zur ganzjährigen Nutzung offen stehen und damit eine nachhaltige Belebung der Mittelmole und somit einer höheren Attraktivität Rostocks bedeuten.

Wir haben bereits eine Unterschriftensammlung gestartet. Wer uns auch auf konventionellen Wege unterstützen will, findet hier das A4-Blatt zum Ausdrucken: conexeum.de/media/petition14.04.herzstattgier.pdf

Weitere Informationen zu unser Bürgerinitiative inklusive umfangreichen Pressearchiv im Internet: conexeum.de

Ihr könnt uns auch auf Facebook mit Kommentaren, Likes und Teilen helfen: www.facebook.com/alterfaehrhafenwarnemuende

Begründung

Neben einer größenwahnsinnigen Landmarke (min. 67 m hoch wie Hotel Neptun) soll vor der idyllischen Kulisse Warnemündes gleich ein komplett neuer Stadtteil mit ca. 360 neuen Wohnungen und 2 Hotels entstehen. Kaltherzig drohen die bewährt beliebten Wahrzeichen - Alter Strom, Leuchtturm und Teepott - im Schatten großkotziger Bauten unterzugehen. Seelenlose wird der alte Fährhafen unter Beton begraben.

Diese städtebauliche Grausamkeit käme einer Amputation der Rostocker und Warnemünder Seele gleich! Um das zu verhindern, haben wir unsere Initative “Alter Fährhafen W’mde” ins Leben gerufen. Denn bei der Mittelmole geht's nicht nur um eine x-beliebige Lückenbebauung eines geldgierigen Investors, sondern um das Entrée der Stadt, der Region, unseres Landes. Als wegweisendes Jahrhundertprojekt der Stadtplanung darf man sich hier nicht aus architektonischer Fantasielosigkeit unsensibel über die gewachsene Regionalarchitektur mit in Beton gegossener Gigantomanie hinwegsetzen. Andernfalls riskieren Stadt & WIRO unwiederbringlichen Identitätsverlust und somit Frust bei allen Bürgern.

Auch touristisch steht damit alles auf dem Spiel. Schließlich kommen Touristen und Gäste wegen des urigen Charmes und des maritimen Warnemünder Flairs. Dieses würde von einer Neubausiedlung des Stadtteil “Mittelmole” im vis-à-vis der idyllischen Fischerhäuschen am Alten Stroms konterkariert. Daher fordern wir einen neuen Planungsansatz inkl. Ideensammlung und echter Bürgerbeteiligung, die nicht aus Wirtschaftskalkül fantasielose Wohnbauten und einen gigantischen Hochhauskomplex in den Mittelpunkt der Planungen stellt. Weil es um unser Rostock-Warnemünde geht, fordern wir: Herz statt Gier!

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Neuigkeiten

  • Danke, danke, danke! Allein 2066 Unterzeichner nur vom 20.bis 27.Oktober!!!

    Wenn in so kurzer Zeit so viele Menschen ihre Stimme geben, weil Sie die momentanen Planungen von Stadt und WIRO auf der Mittelmole ablehnen, ist das ein mehr als deutliches Ausrufezeichen in Richtung Rathaus + Verwaltung. Die weitverbreitete Sorge um Warnemündes Zukunft zeigt sich nicht nur in der Vielzahl der Absender, sondern in unzähligen Kommentaren aus der gesamten Bundesrepublik. Hier mehr dazu ->
    www.openpetition.de/petition/kommentare/gegen-mittelmole-bebauung-lt-aktueller-stadtplanung-zur-bewahrung-von-warnemuendes-flair

    Nicht auszudenken, die Petition wäre nicht gleich nach der Startwoche (1000 Unterzeichner) durch die Kommunalpolitik ab dem 8.05. mit dem Antrag des Warnemünder Ortsbeirates von Mai bis Oktober ausgebremst worden... Solange hat’s bis zum enttäuschenden Beschluss der Rostocker Bürgerschaft gebraucht, um unsere Forderungen als Bürger in ein Rudiment zu transformieren und total zu verwässern. Trotz 25 Wochen Tiefschlafphase kommen in dieser Aus-Zeit immerhin noch 1000 Unterzeichner hinzu. Dann die Wiederbelebung der Peitition mit der 2000er-Endspurtwoche. So kommen wir final auf 4102 Unterzeichner in drei Wochen mit aktiven Hinweisen und eurer Unterstützung. Super!!!

    Diesen Schwung haben wir in die derzeitige Vorbereitung unseres 3.Bürgertreffens am kommenden Donnerstag mitgenommen. Am 27.11. wollen wir an Bord von MS "Warnemünde" am Alten Strom (Liegeplatz Höhe Leuchtturm) den Weg für eine vollkommen neue Beteiligungskultur ebnen, um als Bürger endlich auf Augenhöhe mit Verwaltung + Politik bei der zukünftigen Stadtplanung mitzuwirken. Dazu stellen wir das Modell "Bürgerwerkstatt Rostock" vor und wollen es zum Leben erwecken. Denn es reicht uns, dass weiterhin über die Köpfe der Bürger hinweg entschieden wird. Jetzt soll endgültig Schluss damit sein, dass Bürgerbeteiligung vom Stadtplanungsamt lediglich mit der Information über bereits getroffene Entscheidungen gleichgesetzt wird. Mittlerweile sind wir an einem Punkt angelangt, wo das permanente Zurückdrängen der Bürger hinter die wirtschaftlichen Interessen von von privaten oder kommunalen Investoren wie der WIRO langsam aber sicher Rostocks Stadtbild zerstört. Mit Holzhalbinsel, Molenfeuer, Friedrich-Franz-Bahnhof, Dünenquartier oder Petriviertel breiten sich nicht nur die “Mahnmale renditeorientierter Zweckbauten und austauschbarer Würfel-Architektur ” zunehmend in der gesamten Stadt aus, sondern führen trotz Bürgerprotest zum Abriss oder Zuschütten (z.B. historische Fährbecken) von einmaliger Substanz. Dabei sind weder Politik noch Verwaltung von den Bürgern beauftragt, aus Warnemünde und den anderen Rostocker Stadtteilen beliebige, gesichtslose Ortschaften zu machen. Stadtplanung ist kein Bankgeschäft und wir, unsere Gäste sowie unsere Kinder müssen mit den weitreichenden Folgen leben.

    Neben Vorstellung/Diskussion des neuartigen Beteiligungsinstrumentes "Bürgerwerkstatt Rostock" planen wir auf dem Bürgertreffen in der nächste Woche auch einen Podiumsteil mit Vertretern der Bürgerschaft. Wir hoffen, dass alle Fraktionen unser Einladung folgen und ihren Standpunkt zur Bürgermitbestimmung darlegen. Die politische Bereitschaft dazu ist schließlich Grundvoraussetzung, um bei Stadtplanung und -gestaltung im fairen Miteinander wirkliche Bürgerbeteiligung in Warnemünde und ganz Rostock zu entwickeln. Dafür stehen die Chancen gut. Und hier kommt dann auch die Petition und unsere Unterschriften-Aktion in's Spiel.

    Da der von uns eingeladene Oberbürgermeister wegen einer Dienstreise nicht kommen kann, werden wir das Ganze sicherlich noch einmal extra aufbereiten und im Zusammenhang mit der nächsten Bürgerschaftssitzung im Dezember präsentieren. Hier steht dann das Thema "Bürgerbeteiligung" auch politisch im Mittelpunkt, weil die Rostocker Bürgerschaft dazu einen bereits vertagten Beschluss fassen soll. Daher fokussieren wir uns im Augenblick voll auf ein den Erfolg des Bürgertreffens. Mit der Vorstellung der Funktionsweise der "Bürgerwerkstatt Rostock" wollen wir Politik und Verwaltung mit einem konstruktiven Ansatz überraschen und zugleich gewissermaßen in die Pflicht nehmen. Hierfür ist zunächst einmal notwendig. dass möglichst viele interessierte Bürger an unserer Veranstaltung in neun Tagen teilnehmen. Auch hierbei könnt ihr uns unterstützen. Kommt vorbei, bringt Freunde und Bekannte mit oder informiert Andere. Da ein Großteil sicherlich nicht extra anreisen kann, hilft uns auch jegliche Begleitung auf Facebook via Teilen, Liken und Kommentieren unserer Beiträge. Hier könnt ihr euch auch über den Ausgang des Bürgertreffens informieren -> www.facebook.com/alterfaehrhafenwarnemuende

    Sollten diese Anstrengungen nicht fruchten, gehen wir mit einer neuen, weitreichenderen Petition wieder an den Start. Dann lassen wir uns aber nicht nochmals von den langsam mahlenden Mühlen der Politik ausbremsen.

    LG von der IG Alter F

Pro

Warnemünde ist ein Fischerort und kein Klein New York..manche Planer sollte man anderweitig verplanen

Contra

Rückwärtsgewandte ("das war schon immer so") sollten sich nicht gegen jeglichen Fortschritt stemmen, nur weil Sie wollen, das alles so bleibt wie es ist. und wie sie es gewohnt sind. Ein bißchen Mut zu Veränderung und modernem Fortschritt hat noch keinem geschadet. Warnemünde ist schon lange kein Fischerort mehr, siehe Boutiquen und Geschäfte vieler internationalen und nationalen Marken. Kreuzfahrtschiffe bringen Touristen und Kunden aus Gegenden in den Ort, in den man noch anderes kennt als Fischbrötchenbuden. Warnemünde ist schön aber lasst die Zeit nicht stehen, das klappt sowieso nicht.