Kurzfristig (innerhalb von max. zwei Jahren): Mängel zügig beseitigen

• Grundlegende Beseitigung sämtlicher Schäden, Mängel und Schwachstellen des Unter- und Oberbaus – nicht nur Flicken einzelner Schadstellen.

• Erneuerung von Stellwerks- und Bahnübergangssicherungstechnik durch hochverfügbare, zuverlässige Systeme mit Redundanzen und Rückfallebenen, die für Betriebsstabilität erforderlich sind.

• Kreuzungsbahnhöfe sind dabei so zu ertüchtigen, dass alle Gleise in beiden Richtungen signalmäßig befahren werden können, um z.B. das Umfahren liegen gebliebener Züge zu ermöglichen.

Mittelfristig (innerhalb von max. acht Jahren): Gräfenbergbahn zu attraktivem System ausbauen und elektrifizieren

• Elektrifizierung der Gräfenbergbahn mit Oberleitung (Aufnahme in ein Landeselektrifizierungsprogramm für Regionalbahnen): Dies dient der Förderung der Elektromobilität und ermöglicht durch bessere Beschleunigung auch gleichzeitig kürzere Fahrzeiten und zusätzliche Haltepunkte.

• Beschleunigung der Fahrzeiten durch die Sicherung von bisher ungesicherten Bahnübergängen (BÜs), z.B. in Igensdorf, sowie abschnittsweise Anhebung der Höchstgeschwindigkeit.

• Ermöglichung eines 30-Minuten-Takts auf der Gesamtstrecke durch Schaffung von Kreuzungsmöglichkeiten und Ertüchtigung der Stellwerkstechnik.

• Zusätzliche Kreuzungsmöglichkeiten, um ggf. Verspätungen abfangen zu können.

• Schaffung zusätzlicher Haltepunkte und Durchbindung der Gräfenbergbahn über die Ringbahn in Richtung Fürth (und weiter) mit Verknüpfungen zum städtischen Nahverkehr (StUB nach Erlangen, U1).

Reason

Die Petition richtet sich an den Bayrischen Landtag, da der Freistaat Bayern der Aufgabenträger für den Schienenpersonennahverkehr ist und auf den Ausbau der Infrastruktur Einfluss nehmen kann (Länderprogramm Schienenausbau, Bundesrat, etc.)

Die Gräfenbergbahn - aus der Region nicht wegzudenken!

Heute nutzen über 5.000 Fahrgäste jeden Werktag die Gräfenbergbahn – auch Reisende, welche durchaus ein Auto zur Verfügung hätten. Auch am Wochenende wird die Gräfenbergbahn gut genutzt. Die Fahrzeit von Bussen im Berufsverkehr ist regelmäßig doppelt so groß wie die der Bahn. Die Gräfenbergbahn ist aus der Region nicht wegzudenken.

Suboptimaler Ausbau und Störungsanfälligkeit

Die Sanierung der Gräfenbergbahn in den 1990er Jahren wurde jedoch nur suboptimal umgesetzt: Es erfolgte keine komplette, grundlegende Unterbausanierung. Die Folge sind immer wieder massive Störungen und Unterbrechungen infolge von Gleislagefehlern, Dammschäden, etc. Die Stellwerkstechnik verfügt über keine ausreichenden Rückfallebenen und hat sich als sehr störanfällig erwiesen. Es wurde versäumt, einen sauberen Halbstundentakt auf der ganzen Strecke zu ermöglichen. Dass die oben beschriebenen relativen Erfolge der Gräfenbergbahn trotz dieses suboptimalen Ausbaus erreicht worden sind, ist ein deutliches Indiz dafür, dass das Potenzial der Gräfenbergbahn noch weit größer ist und noch nicht voll ausgeschöpft wird.

Mängel zügig beseitigen, Gräfenbergbahn ausbauen und mittelfristig elektrifizieren

Die Leidensfähigkeit der Fahrgäste wurde in den vergangenen Jahren durch ständige Störungen, Verspätungen und Zugausfälle auf eine harte Probe gestellt. Das Maß ist nun voll. Eine Petition an den Bayerischen Landtag fordert, die vorhandenen Mängel kurzfristig zu beseitigen und mittelfristig die Gräfenbergbahn weiter auszubauen und zu elektrifizieren. Der Freistaat Bayern ist der Aufgabenträger für den Schienenpersonennahverkehr und kann auf den Ausbau der Infrastruktur Einfluss nehmen (Länderprogramm Schienenausbau, Bundesrat, etc.).

Vorbild für diesen Ausbau der Gräfenbergbahn sollte der Ausbau der vergleichbaren Schönbuchbahn Böblingen - Dettenhausen sein, die derzeit u.a. mit Mitteln des Lands Baden-Württemberg elektrifiziert und für einen 30-Minuten-Takt (abschnittsweise sogar für einen 15-Minuten-Takt) ertüchtigt wird.

Thank you for your support, Matthias Striebich from Gräfenberg
Question to the initiator

News

  • Die Initiatoren der Petition „Generalsanierung, Elektrifizierung und Ausbau der Gräfenbergbahn“ haben knapp 5.700 Unterschriften im Bayrischen Landtag übergeben. Damit wurde das selbst gesteckte Ziel von 5.000 Unterschriften deutlich überschritten und eine große Resonanz erreicht. „Dies zeigt: Die Region steht hinter ihrer Bahnstrecke!“ betont der Gräfenberger Bürgermeister Hans-Jürgen Nekolla, der zur Übergabe der Unterschriften mit nach München gereist ist.

    Der akute Anlass der Petition waren die Missstände auf der Gräfenbergbahn in den letzten Jahren, die zu plötzlichen Streckensperrungen, einer Vielzahl von Langsamfahrstellen, Verspätungen und Zugausfällen führten. Dies hatte immer wieder Verärgerung und Frust der Fahrgäste zur Folge.... weiter

  • Die Petition zur Gräfenbergbahn hat das selbst gesteckte Ziel von 5.000 Unterschriften deutlich übertroffen und ca. 5.700 Unterschriften erreicht.

    Nochmals vielen herzlichen Dank an alle, welche die Petition unterstützt haben! Ob es eine einzelne Unterschrift war oder ob jemand selbst noch viele weitere Unterschriften gesammelt hat, ich danke allen Unterstützern. Die große Resonanz zeigt: Die Region steht hinter ihrer Bahnstrecke!

    Die Unterschriften werden nun am Donnerstag, den 21.02.2019, um 11 Uhr im Bayrischen Landtag (Maximilianeum) vor dem Steinernen Saal bzw. Plenarsaal an Vertreterinnen und Vertreter der Landtagsfraktionen übergeben.

    Die Petition ist weiterhin aktuell, auch wenn sich im Moment die Pünktlichkeit der Gräfenbergbahn... weiter

pro

Die Elektrifizierung mit Oberleitung ist nicht utopisch. Die mit der Gräfenbergbahn vergleichbare Schönbuchbahn nach Dettenhausen wird derzeit elektrifiziert. Die Bahnstrecke nach Simmelsdorf wurde ins Elektrifizierungsprogramm des Freistaats Bayern aufgenommen. Die Gräfenbergbahn ist erst recht für eine Elektrifizierung prädestiniert. Die Elektrifizierung hat nicht nur ökologische Vorteile, sondern macht die Bahnstrecke auch attraktiver, da die höhere Beschleunigung kürzere Fahrzeiten und damit einen Taktverkehr trotz zusätzlicher Haltestellen erlaubt.

contra

Eine Erneuerung der Stellwerkstechnik binnen 2 Jahren ist - auch wenn verständlich und grundsätzlich notwendig - auf Grund langer Planungs- und Realisierungszeiträume (auch z.B. wegen Fachkräftemangel) unrealistisch. Wenn alles schnell geht und optimal läuft sind 4 Jahre realistisch. Ähnliche Projekte dauern von der Idee zur Umsetzung aktuell ca. 10-12 Jahre.