Die Initiative "Gerthe West So nicht!" wendet sich gegen die Bebauung des Grünzugs im Bereich der verhinderten West-Umgehung (www.gerthewest.de). In der Initiative sind die Anwohner des genannten Gebietes organisiert. Die Stadt Bochum hat am 15.10.2018 den Rahmenplan-Vorentwurf Gerthe-West vorgelegt. Frühere Planungen sahen eine Entlastungsstraße westlich um das Gerther Zentrum („Westumgehung Gerthe“) vor.

Nach Aufgabe der Planungen für diese Umgehungsstraße durch politische Beschlüsse im Jahr 2016 sollen die bisher dafür freigehaltenen Grundstücke auf der gesamten Fläche sowie daran angrenzende Bereiche mit 800-1.000 Einheiten bebaut werden, 1/3 davon sozialer Wohnungsbau und tw. in bis zu 6 stöckiger Bauweise. Anfang 2019 soll mit dem Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan das formale Planverfahren eingeleitet werden. Die NRW.Urban KE soll mit der Flächenbeplanung und Bewirtschaftung beauftragt werden.

Begründung

Die Initiative "Gerthe West So nicht!" lehnt die Bebauung mit folgender Begründung ab und fordert den Oberbürgermeister Thomas Eiskirch auf die Planung einzustellen.

1) Der soziale Wohnungsbau in Bochum wird vor allem in den strukturschwachen Bochumer Norden verlagert. Schon heute hat der Ortsteil Hiltrop einen überdurchschnittlichen Anteil sozialen Wohnungsbaus. Soziale Inklusion erfordert aber gerade nicht die Auslagerung sozialer Probleme an den Stadtrand.

2) Mit dem Wohnungsbau werden die schon existierenden Verkehrsprobleme weiter verschärft. Schon heute sind die Linien 308/318 im 10 Minuten-Takt zur Rush-Hour überlastet. Der Verkehr quält sich durch den Castroper-Hellweg und belastet die Anwohner.

3) Studien unter anderem des Regionalverbands Ruhr belegen, dass in Bochum der Bedarf an Mietwohnraum durch die abnehmende Bevölkerungszahl rückgängig ist. Der bestehende Leerstand sowie vorhandener sozialer Wohnungsbau sollte modernisiert werden.

4) Es werden ökologische, städtebauliche wie auch städteklimatische Grundsätze missachtet. Das Landschaftsschutzgebiet, direkt an das LSG Gysenberg der Stadt Herne angrenzend, soll für die Bebauung aufgehoben und der Grüngürtel vom Hillerberg bis zum Castroper Hellweg beseitigt werden.

5) Ein Schweinemastbetrieb direkt an das Baugebiet angrenzend sorgt für erhebliche Geruchsbelästigung. Daher ist es weder sozial noch menschlich hier Menschen sozialen Wohnungsbau anzubieten.

Das Vorhaben ist aus sozialpolitischen, städtebaulichen, landschaftsökologischen Gründen abzulehnen. Der Bereich sollte vor allem weiterhin als Grüngürtel für die Verbesserung des städtebaulichen Klimas weiterentwickelt werden.

Weitere Informationen unter: www.gerthewest.de

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Neuigkeiten

  • 1. Bürgertreff am 1.3. im Katholischen Vereinshaus um 18 Uhr: Wir informieren über die erzielten
    Ergebnisse und geplante Aktionen. Jede/r ist herzlich eingeladen. Der Bürgertreff wird künftig immer am ersten Freitag im Monat von uns angeboten. Und gerne diskutieren wir dann Fakten! Weitere Infos: www.gerthewest.de

  • Gestern waren die BürgerInnen aus Gerthe/Hiltrop von einer Bochumer Partei zu einem ersten Informationsabend mit Stadtbaurat Dr. Bradtke eingeladen. Dafür sei erst einmal alle Beteiligten herzlichst gedankt. Die Präsentation und auch die anschließende Diskussion haben aber gezeigt, wie weit die Vorstellungen der AnwohnerInnen wie auch der Stadt und tw. der einladenden Partei auseinanderliegen.
    Es gab allein schon keinen Konsens, ob Bochum wächst (Empirica-Studie) oder schrumpft (Stat. Landesamt NRW, ruhrFIS-Studie, Wohnungsmarktbericht RVR). Auch hinsichtlich der Einschätzung der Belastbarkeit der vorhandenen Infrastrukturen (Verkehr, soziale Einrichtungen, Schulen, KITAs) lagen die Meinungen sehr weit auseinander. Was mit dem Sportplatz des BV Hiltrop passiert, wird im weiteren Planungsprozess entschieden. Der Umzug ist aber wohl zu befürchten.
    Auch hinsichtlich der Einschätzung des Zustands des Wohnungsbestands mit Baujahr 1970 und älter, lagen die Sichtweisen weit auseinander. Die Stadt solle sich doch erst einmal um den Leerstand und einige Bauruinen kümmern. Hier stellen die Eigentumsrechte eine Herausforderung dar. Aspekte des Naturschutzes und des Klimaschutzes/Stadtklimas müssen aus Sicht der Stadt noch geprüft werden. Eine Aussage war, dass der "rote Bereich" nur den zu beplanenden Bereich darstellt.
    Weiterhin entspannte sich eine Diskussion darum, ob die Stadt/der Stadtrat mit dem Grundsatzbeschluss zum Rahmenplan-Vorentwurf und zum weiteren Verfahren, mit der Unterzeichnung der Landesbürgschaft und auch der Beauftragung mit der NRW.Urban KE nicht längst Fakten geschaffen und eine klare Richtung vorgegeben hat. Eines wurde deutlich, dass die Stadt überhaupt noch keine Einschätzung der Machbarkeit vorgenommen hat, was die oben angesprochenen Aspekte betrifft. Hier verwies der Stadtbaurat Dr. Bradtke auf den weiteren Planungsprozess. Insgesamt zeigte sich, dass es noch sehr viel Diskussions- und Klärungsbedarf gibt. Es sei aber gewürdigt, dass sich nun erste Vertreter aus Stadtverwaltung und Politik den BürgerInnen und Ihren Fragen, Sorgen und Ängsten gestellt haben. Viele reden derzeit von einer "neuen, sehr offenen Form der Bürgerbeteiligung". Andere handeln - das war ein erster Schritt, wenn auch vieles sehr vage ist!

Pro

Unbebaute Flächen bebauen, heißt Flächen für den Klimaschutz unwiederbringlich zu vernichten. Ohne effektiven & radikalen Klimaschutz werden wir den Planeten Erde vernichten, wenn es nicht schon soweit ist ! Wir haben die Erde nicht von unseren "Eltern" geerbt, NEIN, Wir haben Sie nur von unseren "Kindern" geliehen. (indianische Weisheit)

Contra

Lieber unbebaute Flächen bebauen als neue Hochhäuser

Warum Menschen unterschreiben

  • vor 3 Tagen

    Gerthe ist meine Heimat und die hier aufgelisteten Gründe Spiegeln meine Ansichten. Die Lebensqualität wird sinken und die Stimmung der Bürger wird sich zum schlechteren wenden.

  • vor 6 Tagen

    möchte das Grün erhalten bleibt

  • vor 7 Tagen

    Grüngürtel unbebaut lassen. Sie sind Frischluftoasen und Temeperatursenker in Wohngebieten. Industriebrachen neu bebauen ist sinnvoller.

  • am 11.03.2019

    Durch meine aktuell laufende Petition <a class="theme-link-variant-1" href="http://www.openpetition.de/rettetruettenscheid" rel="nofollow external noopener" target="_blank">www.openpetition.de/rettetruettenscheid</a> habe ich dieses Anliegen entdeckt. Ich unterzeichne aus Solidarität! Ich wohne in Essen Rüttenscheid und dort wird momentan jeder letzte grüne Fleck zubetoniert, ich kann die Betroffenheit daher seh gut nachvollziehen.

  • am 08.03.2019

    Es kann nicht sein, dass so viel Grünfläche einfach zugebaut wird. Die Aufwertung des Stadtteils sollte durch die Sanierung des Altbestandes erfolgen. Die Vernichtung von Naherlolungsflächen in Fußnähe wertet den Stadtteil ab, nicht auf.

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