Der Deutsche Bundestag möge beschließen, dass die Altersgrenze bei Kindern für die stationäre Mitaufnahme einer Begleitperson im Krankenhaus vom Vorschulalter auf neun Jahre heraufgesetzt wird (und die Kosten für die Übernachtung von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen werden müssen).

Begründung

Wenn Kinder in einer Klinik stationär behandelt werden müssen, ist die Trennung von den Eltern eine zusätzliche psychische Belastung, die den Genesungsprozess erschweren kann.Deshalb empfiehlt die Gesellschaft der Kinderkrankenhäuser und Kinderabteilungen in Deutschland (GKinD) Rooming-in bis zum 9. Geburtstag des Kindes.Die gesetzlichen Krankenkassen haben laut Bericht einer Zeitung im ersten Quartal 2017 insgesamt mit einem Plus von 620 Millionen Euro abgeschlossen. Damit wären ihre Rücklagen auf einen Rekordwert von 16.5 Milliarden Euro gestiegen. Das sind gut 200 Millionen Euro mehr als im Vorjahresquartal.Daher können die entstehenden Mehrkosten auch von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen werden.Im Gegensatz dazu kann sich ein Durchschnittsverdiener die Übernachtungskosten von teilweise bis zu 100 Euro pro Nacht nicht leisten.Der Aufenthalt im Krankenhaus (in fremder Umgebung, ohne Bezugsperson, evtl. mit Schmerzen verbunden bzw. anderen Kindern, welche im gleichen Zimmer untergebracht sind und vor Schmerzen weinen), piepsenden Geräten etc. kann für Kinder vor dem neunten Geburtstag eine höchst traumatische Erfahrung sein.Die Mitaufnahme einer Begleitperson ist deswegen notwendig, da sie dem Kind in dieser Ausnahmesituation eine große emotionale Stütze sein kann.

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