Der Deutsche Bundestag möge beschließen, dass die im neuen Pflegeberufegesetz geplante Berufsbezeichnung "Pflegefachfrau" bzw. "Pflegefachmann" durch eine zeitgemäße und ansprechende Berufsbezeichnung ersetzt wird. Die im Gesetzentwurf unter § 1 Führen der Berufsbezeichnung vorgeschlagene Berufsbezeichnung "Pflegefachfrau" bzw. "Pflegefachmann" ist antiquiert und bestes Bürokratendeutsch. Junge Menschen werden schon alleine durch die Berufsbezeichnung abgeschreckt.

Begründung

Die im Gesetzesentwurf zum Pflegeberufereformgesetz – PflBRefG unter § 1 Führen der Berufsbezeichnung vorgeschlagene Berufsbezeichnung "Pflegefachfrau" bzw. "Pflegefachmann" ist antiquiert und bestes Bürokratendeutsch. Wer insbesondere junge Menschen für eine qualifizierte Berufsausbildung in den Pflegeberufen gewinnen will, muss nicht nur durch Inhalte und Arbeitsbedingungen die notwendige Akzeptanz schaffen, er muss dem Beruf auch einen wertschätzenden und identitätsstiftenden Namen geben, davon ist die Berufsbezeichnung "Pflegefachfrau" oder "Pflegefachmann" meilenweit entfernt.

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  • Pet 2-18-15-2124-033290

    Gesundheitsfachberufe


    Der Deutsche Bundestag hat die Petition am 15.12.2016 abschließend beraten und
    beschlossen:

    1. Die Petition der Bundesregierung - dem Bundesministerium für Gesundheit - als
    Material zu überweisen, soweit es darum geht, eine moderne und wertschätzende
    Berufsbezeichnung zu finden,
    2. das Petitionsverfahren im Übrigen abzuschließen.

    Begründung

    Der Petent fordert, dass die im neuen Pflegeberufegesetz geplante
    Berufsbezeichnung "Pflegefachfrau" und "Pflegefachmann" durch eine zeitgemäße
    und ansprechende Berufsbezeichnung ersetzt wird.
    Zu den Einzelheiten des Vortrags des Petenten wird auf die von ihm eingereichten
    Unterlagen verwiesen.
    Die Eingabe war als öffentliche Petition auf der Internetseite des Deutschen
    Bundestages eingestellt. Es gingen 28 Mitzeichnungen sowie 10 Diskussionsbeiträge
    ein.
    Das Ergebnis der parlamentarischen Prüfung stellt sich auf der Grundlage einer
    Stellungnahme der Bundesregierung wie folgt dar:
    Der Petent spricht sich auf Basis der neuen Ausbildungsstrukturen, die eine
    vertiefende Kompetenzanbahnung in allgemeinen und speziellen Bereichen der
    Pflege vorsehen, für die Beibehaltung der derzeit im Gesetz über die Berufe in der
    Krankenpflege (Krankenpflegegesetz - KrPflG) und im Gesetz über die Berufe in der
    Altenpflege (Altenpflegegesetz- AItPflG) geregelten Berufsbezeichnungen aus.
    Der Entwurf des Pflegeberufereformgesetzes setzt die langjährig vorbereitete Reform
    der Pflegeberufe um. Es sieht die Zusammenführung der bisherigen getrennten
    Ausbildungen in der Kinderkrankenpflege, der Krankenpflege und der Altenpflege zu
    einem weiterentwickelten neuen Beruf vor, der den Anforderungen der sich
    wandelnden Versorgungsstrukturen und Pflegebedarfe gerecht wird. Eine

    zukunftsgerechte Berufsausbildung muss die Pflegefachkräfte dazu befähigen, in
    weiterhin hoher Qualität die pflegerische Versorgung von Menschen über
    Altersgrenzen hinweg in allen Versorgungsformen sicherzustellen und ihnen
    gleichzeitig ausreichende berufliche Mobilität und Entwicklungsmöglichkeiten
    eröffnen. Das ist die Voraussetzung für eine attraktive, in die Zukunft gerichtete
    Ausbildung, die darüber hinaus einen wichtigen Beitrag für den langjährigen Verbleib
    der ausgebildeten Pflegefachkräfte im Berufsfeld Pflege leistet.
    Mit der Reform der Pflegeausbildungen wird nicht nur die formale Trennung
    zwischen den drei bisherigen Pflegeausbildungen Gesundheits- und
    Kinderkrankenpflege, Gesundheits- und Krankenpflege und Altenpflege aufgehoben.
    Die einheitliche Berufsbezeichnung "Pflegefachmann/Pflegefachfrau" bildet das neue
    Berufsbild in der Pflege auch sprachlich ab. Deutlich gemacht werden mit dieser
    Berufsbezeichnung auch die besondere fachliche Kompetenz und die spezielle
    Qualifikation der beruflich Pflegenden, mit der die geforderte Beibehaltung der nach
    dem Kranken- und Altenpflegegesetz geregelten Berufsbezeichnungen nicht im
    Einklang stehen würde.
    Der Petitionsausschuss vermag sich den Ausführungen des Petenten nicht zu
    verschließen und empfiehlt daher, die Petition der Bundesregierung - dem
    Bundesministerium für Gesundheit - als Material zu überweisen, soweit es darum
    geht, eine moderne und wertschätzende Berufsbezeichnung zu finden, und das
    Petitionsverfahren im Übrigen abzuschließen.

    Begründung (PDF)

Pro

Noch kein PRO Argument.

Contra

Noch kein CONTRA Argument.